Schweiz
Immer mehr Freikirchler als Lehrer
Von Stéphanie Fuchs. Aktualisiert am 27.05.2009 67 Kommentare
An der Pädagogischen Hochschule Bern studieren immer mehr Freikirchler.
Links
Beruf oder Berufung?
Die Vereinbarkeit von Religion und Lehrberuf ist seit September 2007 Thema eines Nationalfondsprojekts. Unter dem Titel «Zwischen Professionalisierung und religiöser Selbstbehauptung? Deutungskonflikte in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung» soll ein Abbild der Religiosität der Studierenden der Pädagogischen Hochschule in Bern gezeichnet werden. Ziel der Projektleiterinnen Angela Stienen und Caroline Bühler vom Institut für Vorschulstufe und Primarstufe der PH Bern ist es, zu zeigen, wie angehende Lehrpersonen mit den Widersprüchen zwischen wissenschaftlich-rationaler Professionalität und religiöser Tradition umgehen. sf
Kanton Zürich: Fach Religion kommt wieder
Auch im Kanton Zürich tut sich etwas in Sachen Religionsunterricht: Spätestens auf Schulbeginn 2011 müssen die Gemeinden das neue Fach «Religion und Kultur» einführen. Eine Lektion pro Woche ist für Religionen – mit Schwerpunkt Christentum – reserviert. Die Schule dürfe aber nicht in einen Glauben einführen, dies sei der Kirche vorbehalten, schrieb die NZZ. Vor vier Jahren war Religion an den Primarschulen zum Freifach «Biblische Geschichten» degradiert worden. Das neue Fach ist Resultat eines Gegenvorschlags, mit dem die Regierung auf eine Volksinitiative reagierte.
Vorletztes Wochenende wurde auch in Graubünden über Religionsunterricht abgestimmt. Die Juso wollte die Religionsstunde zu Gunsten eines Ethikunterrichts abschaffen, ihre Initiative wurde abgelehnt. sgs
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Bernerzeitung.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
An der Pädagogischen Hochschule (PH) Bern studieren viele Gläubige. Das ist an sich noch kein Problem. Jedoch gibt es einige darunter, die dem freikirchlichen Glauben angehören und extreme Weltsichten vertreten. Wenn solche Studenten später unterrichten, kann das grosse Probleme mit sich bringen. Die PH hat daher bereits 2007 ein Nationalfondsprojekt aufgegleist, um die Vereinbarkeit von Glauben und Lehrtätigkeit zu untersuchen (siehe Kasten). Konkrete Schritte sind jedoch noch keine geplant, obwohl das Thema eigentlich eine schnelle Handhabe erfordern würde.
Studis erkennen Problem
Unter den Studierenden sorgt die wachsende Anzahl Evangelikaler für Unmut. «Besonders Studierende der Sekundarstufe 1 äusserten in Interviews, dass sie sich durch die gut organisierten Evangelikalen gestört fühlten», erklärt Caroline Bühler. Sie ist Co-Leiterin des Forschungsprojekts. «Die Studierenden haben vor allem Angst», erklärt Bühler. Zum einen davor, dass die Evangelikalen als Lehrer missionieren werden, und zum anderen, «dass dadurch der Beruf in ein schlechtes Licht gerückt wird».
Nicht nur zwischen den Studenten, auch in Lehrveranstaltungen werden die Diskussionen heftiger. «Für Studierende aus freikirchlichen Milieus scheint es ein Problem zu sein, die Evolutionstheorie zu vermitteln», so Bühler.
Zu unklares Lehrmandat
Die Umfragen der Studie zeigen, dass sich der Grossteil der Evangelikalen nach dem vorgegebenen Berufsethos richten. «Vereinzelt gibt es leider auch Studierende aus dem freikirchlichen Milieu, die immun sind gegen wissenschaftliche Reflexion», erklärt Bühler. Verstärkt wird dieser Umstand durch das zu schwammige Berufsbild. «Die Studierenden entscheiden letztlich selber, was ihre Aufgabe als Lehrperson sein wird», so Bühler. Ein gewisses Verantwortungsbewusstsein wird einfach vorausgesetzt. Wenn dieses zu wenig vorhanden ist, führt dies zu Schwierigkeiten.
Wenn das Mandat in diesem Beruf klar wäre, hätten es die religiösen Gruppierungen nicht so leicht, ihre zum Teil extremen Ansichten in den Unterricht einfliessen zu lassen. In Zukunft müsse besser definiert werden, in welchem Ausmass religiöse Erziehung in den Auftrag einer Lehrperson falle. «Dass Gläubige unterrichten, ist an sich kein Problem. Es muss aber verhindert werden, dass sie missionieren», erklärt Bühler.
Wo die Grenze ziehen?
Betroffen vom Zustrom freikirchlich Gläubiger ist hauptsächlich die Sekundarstufe 1. Grund dafür: «Die Herausforderungen für Lehrpersonen haben vor allem auf den oberen Stufen der Volksschule zugenommen», so Bühler. Die Frage stelle sich daher auf dieser Stufe, wie viel die Lehrer an Moral- und Werterziehung übernehmen sollen beziehungsweise wo die Grenze zu übertriebener Einflussnahme verläuft. «Vielleicht ist da in den letzten Jahren ein Vakuum entstanden, das evangelikal Gläubige ausnutzen können», sagt Bühler. (Berner Zeitung)
Erstellt: 27.05.2009, 16:10 Uhr
WRITE A COMMENT
67 Kommentare
Hallo, ich bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen, und bin schockiert, über diese Diskussionen; erinnert mich an die DDR-Zeit: mein Mann (freik. Christ) wurde als Elektriker bei der damaligen (Staats-)Druckerei "Volkswacht" nicht eingestellt, weil sie Angst hatten, er bekehre mal Jemanden. Angst habe ich vor jedweden Extremismus, von links und von rechts, Partei oder Christ. Antworten
@Frau Winkler. Ich habe meinen Lehrerberuf an den Nagel gehängt, weil ich die frömmlerische Haltung meiner Freikirchler-Lehrerkollegen schlicht nicht mehr aushielt. Viele dieser Pädagogen haben echte Persönlichkeitsstörungen und halten sich an jedes Glaubenshälmchen. Und heute: Meine beiden Töchter werden nun ebenfalls von Missionaren unterrichtet. Die Schule verkommt zur Sekte! Haltet ein, bitte! Antworten
Hat die PH keine grösseren Probleme als die Angst vor freikirchlichen Lehrern, oder will sie damit von andern Problemen ablenken? Uebrigens, kürzlich forderte eine Lehrerin welche nicht viel von Glauben und Religion am Hut hat auf ,wieder vermehrt die christlichen Werte in die Schule aufzunehmen, denn sie stelle fest, dass Kinder welche diese Werte vermittelt bekommen weniger gewalttätig seien. Antworten
@Bernd Schnyder: Ihre persönliche Aussage verdient Respekt und Mitgefühl! Ich würde lieber nichts antworten. Und doch: Was bringen Hass und Ächtung ganzer Bevölkerungsgruppen? Gibt es nicht in allen Kreisen Eltern, die ihre Kinder grausam missbrauchen? Und gibt es nicht auch viele "fromme" Eltern, die ihre Kinder aufrichtig lieben? Ich jedenfalls habe meinen "frommen" Eltern nichts vorzuwerfen. Antworten
Als Kind wurde ich auf grausame Art und Weise von meinen frommen Eltern seelisch und psychisch missbraucht. Dafür hasse ich sie noch heute, ein normales Auskommen mit solchen Leuten ist leider nicht möglich. Es ist allerhöchste Zeit, dass diese heuchlerischen und verlogenen Menschen geächtet werden. Ausbildung zum Lehrer? Es bleibt dann wohl an den Schulpflegen mit diesem Problem aufzuräumen. Antworten
@Michael Frei Und wie ich schon schrieb, ist es in der jetzigen Situation eher unwarscheinlich, dass es einen Gott gibt, so wie die meisten ihn verstehen. Aber ich weigere mich eine Aussage darüber zu treffen, von dem ich und wir alle Menschen noch nichts wissen und kann damit nur innerhalb unseren Modellen argumentieren und da ist es klar: Bin ich genauso ein Atheist. Antworten
@Hans Steiner Genau man kann davon ausgehen. Und wie ich geschrieben habe, ist es innerhalb unseren Modellen, warscheinlich, dass es keinen Gott gibt. Und das man nicht alles wissen kann, ist ganz klar und demnach, kann man nie sagen, ob es einen Gott gibt, oder nicht, wir sind sicher momentan nicht in der Lage dies zu beweisen oder zu widerlegen. Antworten
Und wieder einmal ist es bewiesen, dass wegen unterschiedlichen Auffassungen im Glauben Kriege geführt werden. Dabei gäbe es ein einfaches Rezept: ich toleriere deine Meinung, du tolerierst meine. Jede Religion hat genau dann verloren, wenn sie physische-psychische Gewalt einsetzt, wenn sie bekehren will! Antworten
Nebst den Irrtümern, dass der Mensch vom Affen abstammt oder dass er von Gott erschaffen wurde, gibt es auch noch die Wahrheit. Diese zu finden, dazu sollten unsere Kinder angespornt werden. Schlussendlich handelt es sich sowieso um Weltanschauungen - wobei mir die wissenschaftliche lieber ist, weil man da die Möglichkeit hat, die Erkenntis zu erweitern... das ist beim (Irr)Glauben nicht der Fall. Antworten
Religionsfreiheit muss auch beinhalten frei von Religion und insbesondere ohne eine konkrete Gottesvorstellung leben zu können. Religion hat höchstens als Thema im Geschichtsunterricht einen Platz. Als erstes müsste wohl die Rolle der Religionen in Kriegen und im Kolonialismus beleuchtet werden. Religion trennt, Wissenschaft ist offene Diskussion. Lägerfristig gewinnen die besseren Argumente. Antworten
@ Maio Naef: Meine "alte Leier" weist bloss darauf, dass die Schweizer Freikirchen nichts mit den Untaten von weiss nicht wer allem zu tun haben, die ihnen in diesem Forum vorgeworfen werden. Alle mir bekannten Schweizer FreikirchlerInnen halten sich an die Spielregeln unserer Gesellschaft und erfüllen Ihre Forderung, die ich übrigens völlig teile, schon längstens. Antworten
@ W. Fischer. Es tut mir leid, aber Sie haben wirklich noch einiges nicht begriffen. Die Evulotionstheorie ist nun wahrlich nicht ! bewiesen und bleibt genau so eine glaubenssache wie die Schöpfungsgeschichte. Tatsache ist ebenfalls, dass Ihre Behauptung "95% der Wissenschafter sind on der Evolutionstheorie überzeugt" stimmt ebenso wenig; Sie hoffen es vielleicht, oder eben....glauben es. Antworten
Tipp an alle Kreationisten & "Gottesfürchtigen": Bitte mal nachlesen was eine wissenschaftliche THEORIE ist: Beschreibt & erklärt modellhaft die Realität resp. enthält Aussagen über deren Struktur, ist empirisch entstanden, ist überprüfbar, erlaubt Prognosen die dann in der Praxis auch eintreffen etc. Die Evolutionstheorie ist wissenschaftlich bewiesen (wie zB die Relativitäts- od Quantentheorie)! Antworten
Es gibt wissenschaftlich bewiesene Theorien und Tatsachen. Schade ist, dass viele Evangelikale in ihrem Glauben so gefangen sind, dass sie dies nicht erkennen. Man muss andererseits aber auch aufpassen, dass man den christlichen Glauben und unser darauf aufgebautes abendländisches Gesellschaftsystem nicht einfach zum Schuldenbild abstempelt. Antworten
Von Herrn Bühler möchte ich jetzt aber allzu gerne wissen, welche der etwa 400 bekannteren Schöpfungsmythen alter Völker er denn gerne neben der Evolutionstheorie gelehrt haben möchte. Etwa die der vorderasiatischen Ziegenhirten? Warum nur diese? In der Wissenschaft wird ein Sachverhalt erst dann als Theorie bezeichnet, wenn genügend Indizien vorliegen. Davor ist es eine These. Antworten
@Johannessen: Die Gravitationstheorie ist auch eine Theorie. Gravitation UND Evolution sind beide wissenschaftlich bewiesen, ob Sie das wollen oder nicht. Sie haben wahrscheinlich wenig Ahnung über die Details der Evolutionstheorie. Tatsache ist: über 95% der Wissenschafter sind von der Evolution überzeugt Antworten
Ich bin selbst Student an der PH Bern, Sekundarstufe I (7.-9. Klasse, alle Niveaus). Wenn man den Artikel liest, könnte man denken, das sei jetzt wer weiss wie schlimm... ist es aber nicht. Jeder Lehrer hat sich an den Lehrplan und das VSG zu halten, sprich: Die Evolutionstheorie wird im Ansatz gelehrt (Lehrplan) und es werden christlich-Abendländische Grundwerte vermittelt (VSG) Antworten
@ C.R.: Von was für Modellen sprechen Sie? Wie wollen Sie etwas widerlegen, dass in keiner Weise Eingang in unsere naturwissenschaftlichen Erklärungsmodelle findet? Und ausserhalb streng logischer Systeme wie z.B. der Mathematik kann es überhaupt keine Beweise dafür geben, dass es etwas nicht gibt.... Antworten
@ C. Ruhstaller: Sie begehen mit ihrer Aussage einen logischen Fehler! Atheismus ist NICHT: der Glaube, dass Gott nicht existiert. Atheismus ist die Abwesenheit des Glaubens, dass Gott existiert. Wir Atheisten glauben also nicht, dass Gott nicht existiert, wir glauben einfach nicht, dass er existiert... Was sich möglicherweise als Spitzfindigkeit anhört ist eine äusserst wichtige Unterscheidung! Antworten
Die Evolutionstheorie ist eine Theorie. Sie ist nicht bewiesen. Genau so unbewiesen wie die Entstehungsgeschichte der Bibel. Insofern ist es auch einen Glauben an die Evolutionstheorie. Soll nun also gar nichts, was mit Glauben zu tun hat, unterrichtet werden, muss auch die Evolutionstheorie gestrichen werden. Zugegeben, auch ich bin gegen evangelikale Lehren an Schulen. Betonung auf evangelIKAL Antworten
@ Ch. Ruhstaller: Die Existenz oder Nicht-Existenz Gottes hat mit Wahrscheinlichkeit zu tun. Aufgrund von wissenschaftlichen Erkenntnissen kann man davon auskommen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Nicht-Existenz Gottes grösser ist als seine Existenz. Und diese Wahrscheinlichkeit wird mit jedem wissenschaftlichen Fortschritt immer grösser. Atheisten sind eben F R E I denker und offen Antworten
Ersetzen Sie das Wort Freikirchler durch Moslem oder Buddhist. Würden dann so polemisiert? Wenn sich das Lehrpersonal an den Stoffplan hält - what's the point? Ich finde das dummes Gewäsch. Ich war selber Lehrer und habe mit meinen Werten fleissig "missioniert". Was spricht gegen Liebe, Glaube oder Hoffnung? Schauen Sie sich doch mal um und fragen Sie sich, ob die jungen Mensch das nicht brauchen. Antworten
Woher die Gefahr kommt ? Empfehle das Buch SOS Abendland Udo Ulfkotte. Dies ist die Antwort! Wer Glaubt das die Gefahr von Gott kommt wuerde ich eine Evangelikale Freikirche empfehlen. Auf jedenfals wer Gott im Herzen hat, hat auch LIEBE. Ich bin Ueberzeugt das LIEBE keine Gefahr fuer den Menschen ist. Eher der (diabolo) der Durcheinanderbringende. Ich Denke Europa ist ein bisschen durcheinander. Antworten
Na und schliesslich ist ja auch die Müllabfuhr und Baubranche fest in der Hand von Minderheiten. Wenn sich die Mehrheit der ungläubigen Bürger kein Interesse mehr am der Lehrerausbildung haben, dürfen sie sich nicht wundern das andere Gruppen in diese Lücken springen. Antworten
In den USA wird schon länger an vielen Orten die Evolutionstheorie nicht mehr gelehrt da sie längst überholt ist. An anderen Orten wird sie gleichberechtigt mit Kreatonismus gelehrt und den Kindern die Möglichkeit gegeben sich selbst einen Eindruck zu verschaffen, ob sie vom Affen abstammen oder von Gott geschaffen wurden. Ich bin für ein objektives Vermitteln der Pro und Kontras zu beider Lehren. Antworten
@christian Ruhstaller: Ich glaube sie verstehen den Atheismus nicht wirlklich. Es ist nicht der Glaube an die Nichtexistens eines Gottes, sondern die Annahme der wissenschafltichen Erklärungen wie das Universum entstand ist. Wie sie sicherlich wissen, sind 97 % der renommiertesten Wissenschaftler der Welt Atheisten. Das sollte einem zu denken geben....... Antworten
Wieso soll unseren Kindern eine Theorie denn um solches handelt es sich bei der Evolutionstheorie als Wissenschaft und Tatsache verkauft werden? Es müssen genauso all die wissenschaftlichen Argumente gegen diese Theorie die es in grosser Zahl gibt gelehrt werden. Aber so wird diese Phantasie als Tatsache verkauft und damit die Religion von Humanismus und Atheismus missioniert. Antworten
@ Hans Steiner, Atheismus hat kaum was mit Tatsachen zu tun, sondern ist genauso nur ein Glaube, der Glaube an die Nichtexistenz eines Gottes. Wir können insofern behaupten, dass inerhalb unserer Modelle ein Gott faktisch widerlegt ist, doch sind unsere Modelle keineswegs vollständig und vieles ist ungeklärt. Solche Aussagen sind es, welche den Atheismus in den Dreck ziehen. Ich bin Agnostiker Antworten
@Hoogendijk: Das "Glauben" der Atheisten bezieht sich NUR auf wissenschaftliche / empirische / wiederholbare Erkenntnisse. Das Glauben an Gott bezieht sich auf Bücher (Bibel, Koran), welche geologisch, paläontologisch, kosmologisch, historisch und archäologisch gesehen, unbewiesen sind. Haben Hinrichtungen in Iran, Inquisition, Antisemitismus nichts mit Religion zu tun? Antworten
Als Mutter dreier Kinder und lebend in einer multikulturellen und multireligiösen Patchwork-Familie ist für mich eines klar: Religion gehört nicht in die Schule, sondern in die Verantwortung der Familien! Logischer geht es gar nicht. So gehört sich das für ein Land, das sich u.a. Religionsfreiheit auf die Fahne schreibt. Antworten
@jan Hoogendjk: Atheismus hat nichts mit Glauben zu tun, sondern mit Tatsachen. Aber ich weiss, es ist sehr schwer gläubige Menschen zu überzeugen, dass die Erde schon älter als ein paar Tausend Jahre ist und wir nicht die Krönung der Schöpfung sind. Nun ja, wird wohl noch ein paar Jahre dauern, bis die Menschheit die Geissel Relegion überwunden hat, welche schon über 2000 Jahre auf der Welt wütet Antworten
@Herr Schütz: da haben Sie mich missverstanden. Ich erachte gläubige Menschen nicht für dumm (abgesehen davon dass ich mich dann mit einem Grossteil meiner Familie anlegen würde ;-)). @Jan Hoogendij: Sie hören ja nicht auf meine Vorurteile zu bestätigen, wunderbar! Antworten
Wer sich mit Christentum und dessen wahren Ursprung auseinandersetzt, wird schnell JULIUS CAESAR als Religionsgründer erkennen. Lesen/googeln Sie mal "Carotta + Divus Julius". Der echte JC hinterliess Weltreich, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, wurde nach Ermordung als Gott verehrt. Vom 2. JC gibt es keine wissenschaftliche Beweise! "Mann" hat einfach die Geschichte des 1. JC kopiert und okkupiert Antworten
Gegen religiöse Studenten etwas zu unternehmen und es spielt auch wirklich keine Rolle, welcher Religion diese Studenten angehören, wäre eine Verletzung der Religionsfreiheit und würde Ihre Menschrechte verletzen. Mal ganz ehrlich, unsere Gesellschaft sieht sich als multi-kulturell und genau hier kann sie es beweisen. Der EU-Menschenrechtsrat hat bereits das Kopftuchverbot in D und F verurteilt Antworten
Ich finde solche Beiträge über Freikirlcher und Religiöse sehr gut und interessant und sie tragen zur Meinungsbildung bei. Lustig wird es dann immer bei den Kommentaren der Leser. Da geht jedesmal fast ein richtiger Religionskrieg los, zum Glück nur mit Worten. Aber amüsant ist es allemal. Antworten
In der Schweiz gibt es schon lange "Freikirchen" und sie sind nie zu einer Gefahr für die Gesellschaft geworden. Dagegen haben die Schweizer Kantone vom 16. bis ins frühe 19. Jahrhundert christliche Bewegungen ausserhalb der Landeskirchen (teils blutig) unterdrückt und verfolgt. Hält man sich an Fakten, so wird klar, dass Freikirchen keine Gefahr für Gesellschaft und Staat sind. Eher umgekehrt. Antworten
Was ist los mit der Trennung von Staat und Religion?Religionen haben im Staatswesen nicht zu suchen,es muss/sollte eine Privatesache sein!Darum würde ich mir wünschen,dass endlich an den CH-Schulen,anstatt des veralteten Religionsunterricht,ein obligatorischen Ethikunterricht eingeführt wird.Unsere sogenannten Werte haben wir vorallem aus der franz.Revolution übernommen u.nicht von den Religionen! Antworten
Leider werden Freikirchen verharmlost und nicht als das erkannt, was sie sind: totalitäre religiöse Gruppierungen, die andere Lebens- und Denkformen ausgrenzen oder zum Guten bekehren wollen. Sie sind mit unseren humanistischen Werten ebensowenig vereinbar, wie jeder religiöse Fundamentalismus. Und religiöser Fundamentalismus hat in unserem Erziehungswesen nichts zu suchen. Antworten
Das Ethik, Recht, Moral, Errungenschaften der Religionen sei, hält sich in breiten Bevölkerungsschichten. Aber auch die ständige Wiederholung ändert nichts an der Tatsache, dass gerade Ethik und Recht gegen die Kirchen erkämpft werden mussten. Noch 1908 mussten Katholischen Priester den Modernisteneid schwören – gegen Menschenrechte, gegen Demokratie und Aufklärung. Antworten
@Walter Fischer: Sie sagen es! Volltreffer. Aber einem religiösen Menschen ist so was nur schwer zu vermitteln. Ein mancher glaubt heute noch, dass sein Gott stärker ist und je frommer, desto geschützter sei man. Auch wenn gegen die Bibel oder was weiss ich verstossen wird. Antworten
Ben Müller: Indem Sie behaupten, Bildung und Religion würden negativ korrelieren, äussern Sie ein Paradebeispiel eines abwertenden Statements von freidenkerischer Seite. Ich werde somit für dumm gehalten. Tatsächlich hört man als Gläubiger aber die meisten Vorurteile von Leuten die sich überhaupt nicht mit dem Thema Religion befassen, nicht etwa von Freidenkern. Antworten
@Ben Müller. Fehlanzeige Hr. Müller. Wenn Christen ihre Meinung äussern, werden sie abgestempelt als fundamentalist und radikal. Wenn sg. "Freidenker" das tun, schlägt plötzlich die allgemeine akzeptanz zu. Dabei ist atheismus eine der radikalste Glauben schlechthin. Gegen besserwissen wollen Sie also immer noch behaupten, dass es kein "Höhere Macht" gibt...starke glauben, finden Sie nicht? Antworten
@W. Fischer. Atheisten & co. haben sehr wohl Werten. Das beweisst aber mehr, dass Atheismus einer der stärkste und fundamentalistische Glaubensrichtungen ist, die es überhaupt gibt. Denn Atheisten glauben sehr stark, dass es kein Gott gibt; ein starker Glauben also. Was in Irland passiert ist, ist ein skandal. Das aber hat nichts mit Werten & religion zu tun, sondern dass nicht einhalten davon. Antworten
@Jan Hoogendijk: wollen Sie damit sagen, dass Atheisten und Agnostiker keine Werte und Ethik haben? Die jetzigen Skandale, welche die katholischen Schulen in Irland betreffen, beweisen, dass Werten und Ethik wenig mit Glauben zu tun haben. Kennen Sie Wikipedia? Antworten
@J. Hoogendijk: Besten Dank für die Blumen! Zitat: "Bedenke, dass die Stärke eines Arguments völlig unabhängig davon ist, wer es äussert. Entscheidend für den Wahrheitswert einer Aussage ist allein, ob sie logisch widerspruchsfrei ist und unseren realen Erfahrungen in der Welt entspricht. Wenn heute noch jemand mit „Gott an seiner Seite“ argumentiert, sollte das keine Ehrfurcht auslösen." Antworten
@Jan Hoogendijk: tja, sie beweisen einige vorhergehende Kommentare. Extremismus und derart abwertende Statements höre ich nur von sog Gläubigen, niemals jedoch von Freidenkern oder Atheisten (zu denen ich auch gehöre). Und ja, Bildung und Religion korrelieren auch aus meiner Sicht negativ, aus diesem Grund sollte(obligatorischer) Religionsunterricht unbedingt aus dem Lehrplan gestrichen werden. Antworten
@Jan Hoogendijk Ich weiss nicht sicher ob ich mich über ein weiteres sinnloses das Nationalfondsprojekt mehr ärgern soll als über den Artikel Freikirchler als Lehrer. Als Vater schulpflichtiger Kinder stelle ich grundsätzlich den Religionsunterricht in Frage. Oder wie soll ich meinen Kindern die Evolutionstheorie von Charles Darwin versus der biblischen Schöpfungsgeschichte erläutern? Antworten
@T. Schmidt: Ich bin ganz ihrer Meinung - Erziehung ist (wäre!) Sache der Eltern. Da viele Eltern heute leider diese Verantwortung nicht wahrnehmen, können wir froh sein, wenn es wenigstens noch Lehrer gibt, die es wagen Grenzen zu setzen und Werte zu vermitteln. Sobald es um Freikirchen geht, hört bei allen die immer sooooo wichtige Toleranz gegen alles auf - komisch. Antworten
@M. Schneider: Wenn es so wäre - wie Sie behaupten- dass Bildung und religion negativ korrelieren, muss ich nach Ihrem Kommentar zum Schluss kommen, dass Sie sehr religiös sind. @ W. Fischer: Wie wollen Sie religion und ethik überhaupt von einander trennen?. Wenn Ethik ausgeht von Werten, woher nehmen Sie dann diese Werten und warauf basieren Sie alles, ausser auf eine Glauben (egal welcher Art. Antworten
Soziologische Untersuchungen zeigen ganz klar, dass man aus Umfragen nur bedingt auf tatsächliche Handlungen schliessen kann. Ausserdem steht versteckt im Haupttext des Artikels: "Die Umfragen der Studie zeigen, dass sich der Grossteil der Evangelikalen nach dem vorgegebenen Berufsethos richten." Titel, Lead und Schluss stimmen mit den dargestellten Fakten nicht überein. Wozu die Aufregung? Antworten
@Daniel Schütz: Ich habe nichts gegen die Vemittlung von pers. Überzeugungen, wenn sie als solche deklariert werden. Nur haben die (monotheistischen) Religionen abs. nichts damit zu tun, denn sie vermitteln im Kern ein dogmatisches System von nicht diskutierbaren, letzten "Wahrheiten", welche niemals falsifiziert werden können! Antworten
@Fischer Martin: Die Schule ist dazu da, den Kindern die Vielfalt der verschiednen Religionen und Kulturen zu präsentieren (!), das selbe trifft auf politische Systeme zu. Ein Lehrer der Kommunist ist, hat ja genauso wenig das Recht, von den Kindern zu erwarten in einer Uniform zu erscheinen. Antworten
als ich in wattenwil, einer gemeinde im oberen gürbethal, anstatt der monats-zeitung "sämann" jeweils nur noch eine freikirchlich-evangelische broschüre im briefkasten vorfand, reifte bei mir der entschluss, aus der reformierten landeaskirche des kantons bern auszutreten. im kanton bern gibt es also auch pfarrer, bei denen man(n) und frau, in gottes namen, viel genauer hinschauen müsste..! amen. Antworten
Die links-humanistisch geprägte Schule "predigt" Toleranz gegenüber allem und jedem. Nur bibeltreue Christen werden ausgegrenzt. Kritische Zeitgenossen müssten auch im Stande sein, neben der sog. Evolutionstheorie die real erfahrbare Präsenz eines Schöpfergottes zuzulassen. Danke an alle Studis, die sich nicht in das intolerante humanistische System einzwängen lassen und zu ihrem Glauben stehen. Antworten
@Kurt Lauener: Erziehung ist nicht Sache der Lehrer. Lehrer sollen unsern Kinder sachen Beibringen. Vor allem auch Wissenschaften. Religiöse (oder eben nicht Religiöse) Erziehung ist Sache der Eltern. Religionsunterricht sollte unabhängig von der Schule in der Freizeit unterrichtet werden (Ausnahme wäre natürlich Religionsgeschichte usw. also Fakten) Antworten
Das Missionieren gehört zum Evangelikalen wie das Beichten zum Katholizismus. Es ist ein Irrglauben, dass Freikirchler unterrichten könnten, ohne Einfluss auf die Glaubenshaltung der Kinder nehmen zu wollen. Man warte nur, bis die ersten Schulen von Evangelikalen geleitet werden... mal sehen, welche Lehrpersonen dann ausschliesslich angestellt werden... Da droht mehr Gefahr als von Scientology! Antworten
Herr Lauener... "Die Studierenden haben Angst"... warum wohl? Weil die Religiösen zum Teil wirklich einen schlechten Ruf haben! Als Atheist finde ich das Gespräch mit allen Glaubensangehörigen eine grosse Bereicherung, sofern sie mich nicht belehren wollen. Gute Christen müssen nicht jedem Menschen weismachen, für was Jesus gestorben ist - nein danke! Antworten
Aufjedenfall sollten wir dankbar sein dass es Menschen gibt, die bereit sind ihr wissen weiterzugeben. Dennoch sollten die eigenen Glaubensansichten beim Unterrichten nicht relevant sein. Solange jeder glaubt was er will und andere damit nicht belästigt ist es kein Problem. Glaubenszwang funktioniert in der heutigen Zeit nicht mehr, im Gegenteil! Die Menschen wollen sich von Dogmen befreien.. Antworten
1/2: Offensichtlich besteht die Absicht dieser Kreise primär darin, Kinder möglichst frühzeitig und systematisch mit dem grotesken Blödsinn einer monotheistischen Religion (hier das Christentum) zu infizieren. Religiöser Glaube setzt in der Kindheit einen unbedingten Gehorsam voraus. Anstatt Kinder zu freien, unabhängigen und denkenden(!) Menschen zu erziehen, Antworten
@ Lauener: Wir leben in einem Land, wo Religionsfreiheit oder die Freiheit nicht religiös zu sein, herrscht! ETHISCHE Werte und KEINE religiösischen Werte sollten unsere Kinder vermittelt werden und wir leben immer noch in einem Land, wo Religion und Staat getrennt sein sollte! Antworten
Schweiz
Umfrage
Sind Sie ein Musical-Fan?
Emil Frey AG Autocenter Bern
Geniessen sie die Strasse mit dem neuen Subaru XV. Nur im Emil Frey Autocenter Bern.




Heinz Flütsch
Als überzeugter und wissenschaftsfreundlicher Christ möchte ich daran erinnern, dass die Evolutionstheorie alles andere als wissenschaftlich belegt und diese trotzdem mit aller Vehemenz unters Volk gebracht wird. Für mich ist das genauso missionarisch, wie die Vermittlung von biblischen Werten. Was wir brauchen ist kein Missionsverbot, sondern eine sachliche Auseinandersetzung mit den Fakten. Antworten