«Ihr habt für uns nichts getan»
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Das Durchgangszentrum Zollikon (ZH) wurde im Oktober wiedereröffnet. Es soll helfen, die zahlreichen Asylsuchenden aufzunehmen, die als Folge der arabischen Revolutionen in die Schweiz kommen. Von den 80 Asylsuchenden stammen die meisten aus Tunesien.
Bernerzeitung.ch/Newsnet sprach mit dem tunesischen Asylsuchenden Abderrahman E. und wollte wissen, was er von kriminellen Landsleuten hält. Für ihn ist klar: Würden die Tunesier mehr als 84 Franken pro Woche erhalten, würden sie nicht kriminell.
Auf die Leute zugehen
Roman Della Rossa bestätigt, dass Tunesier fordernd Auftreten und eine hohe Erwartungshaltung an ihren Lebensstandard in der Schweiz haben. Für den Kommunikationsbeauftragten der Betreuungsfirma ORS Service AG ist es eine Herausforderung, auf die zunehmende Anzahl von tunesischen Gesuchstellern zu reagieren. «Wichtig ist es, auf die Leute zuzugehen, mit ihnen zu reden, den täglichen Kontakt zu pflegen und ihnen die Konsequenzen ihres Handelns klar zu machen.» Die ORS Service AG betreibt neben dem Durchganszentrum Zollikon Dutzende weitere Unterkünfte in der Deutschschweiz. Insgesamt betreut die Firma über 4'500 Asylsuchende und Flüchtlinge.
Der Berner Sicherheitsdirektor Hans-Jürg Käser sagte gegenüber der «SonntagsZeitung», dass alle Kantone einen deutlichen Anstieg der Kriminalität unter Asylsuchenden verzeichnen würden. «Wir haben enorme Probleme mit sehr vielen der jungen Männer aus dem Maghreb». Ihnen würden Delikte vorgeworfen wie Diebstähle, Einbrüche oder Drogenhandel, meinte der Vizepräsident der Konferenz sämtlicher Justiz- und Polizeidirektoren der Schweiz.
Beat Meiner, Generalsekretär der Schweizerischen Flüchtlingshilfe, bestätigte gegenüber der«SonntagsZeitung» ebenfalls die erhöhte Kriminalität unter nordafrikanischen Flüchtlingen. Als mögliche Ursache nennt er unter anderem die aussichtslose Lage und Vergangenheit der Asylsuchenden: «Einige der Tunesier haben eine kriminelle Vorgeschichte. Sei es, dass sie beim Umsturz aus einem Gefängnis freigekommen sind oder weil sie sich in Italien irgendwie durchs Leben schlagen mussten». (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 29.11.2011, 10:38 Uhr
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