Schweiz
Hans Raab verabschiedet sich von der Melander-Farm
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Die Melander-Fischfarm ist heute in Oberriet im Kanton St. Gallen amtlich geschlossen worden. Zwei Veterinäre des Kantons bestätigten am Freitagnachmittag nach einer über einstündigen Kontrolle dem Zürcher Anwalt des Eigentümers, dass sich in der Fischfarm keinerlei lebendige oder geschlachtete Fische mehr befinden.
Danach schritt der gesundheitlich angegriffene Eigentümer Hans Raab ein letztes Mal durch die Tür seiner Fischzucht, begleitet vom «Schweizer Fernsehen». Wie Raabs Sprecher in einer Medienmitteilung schreibt, waren Handwerker bereits am Freitagnachmittag dabei, Teile der Anlage abzubauen und nach Deutschland zu verfrachten. Anfang nächster Woche werde auch die Melander-Werbung am Gebäude entfernt.
Im Mai 2009 mit Schlachten aufgehört
Raab liess die Melander in seiner Fischzucht auf eine Art schlachten, die in der Schweiz nicht zulässig ist. Wenige Monate nach der Eröffnung der Fischfarm untersagte ihm der Kanton St. Gallen die Schlachtmethode. Im Mai 2009 fuhr Raab den Betrieb herunter. Seither werden dort Melander gezüchtet, aber nicht mehr geschlachtet.
Raab hat angekündigt, die Halle als «grösste Industrieruine in der Schweiz» leer stehen zu lassen – aus Protest gegen den Kanton, der seine Schlachtmethode nicht gutgeheissen und so die Schliessung veranlasst hatte. Raab wirft den Behörden vor, sie hätten bewusst sein «Lebenwerk» vernichtet, um sich «zu profilieren». (oku)
Erstellt: 05.02.2010, 19:22 Uhr
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