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Hanfbauer muss Hausarrest selbst bezahlen

Aktualisiert am 10.09.2010

Die Walliser Sicherheitsdirektion hat beschlossen, dass Bernard Rappaz seinen Hausarrest selbst bezahlen muss. Dieser Entscheid kommt den Hanfbauern teuer zu stehen.

1/16 Am 24. Dezember hat Bernard Rappaz seinen Hungerstreik abgebrochen. Er ist jetzt im Wallis inhaftiert. (Bild: Mai 2010)

Rappaz bleibt hinter Gittern

   

Der Hausarrest von Bernard Rappaz hat gut 44'000 Franken gekostet - rund 1460 Franken pro Tag. Die Rechnung dafür geht an den Hanfbauer. Dies erklärte die Walliser Sicherheitsdirektorin Esther Waeber-Kalbermatten am Freitag dem Kantonsparlament.

Rappaz hatte rund 30 Tage auf seiner Farm in Saxon VS im Hausarrest verbracht. Dafür wurde eine private Sicherheitsfirma mit der Überwachung Rappaz' beauftragt. Die Kosten dafür belaufen sich auf 42'000 Franken. Der Restbetrag beinhaltet die Kosten für zusätzlich eingesetzte Polizisten und für das Material zur Sicherung der Umgebung. Zudem erklärte Waeber-Kalbermatten Rappaz müsse auch einen Teil der Spitalkosten - rund 16'000 Franken - tragen. Wegen seines Hungerstreiks war der Hanfbauer zuerst ins Genfer Unispital eingeliefert und später ins Berner Inselspital verlegt worden.

Immer noch im Hungerstreik

Im Parlament war die Sicherheitsdirektorin auch auf die mögliche Zwangsernährung Rappaz' angesprochen worden. Sie konnte jedoch nicht sagen, wie diese schliesslich durchgeführt werden sollte. Sie verwies lediglich darauf, dass der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte Zwangsernährung nicht ausschliesse. Zudem erklärte sie, sie habe bei ihren Entscheidungen die Unterstützung des Gesamtregierungsrates.

Rappaz befindet sich zurzeit wieder im Gefängnis, wo er Ende August erneut in den Hungerstreik getreten ist. Als das Bundesgericht in Lausanne am 26. August seine Beschwerde - ihm einen Haftunterbruch zu gewähren - abgelehnt hatte, liess ihn die Walliser Regierungsrätin umgehend zurück ins Gefängnis bringen. Zudem hatten die Lausanner Richter Grünes Licht für eine Zwangsernährung gegeben. (ske/sda)

Erstellt: 10.09.2010, 17:08 Uhr


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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.