Fahrplanwechsel bei den SBB: Die wichtigsten Neuerungen
Aktualisiert am 29.10.2009 42 Kommentare
Artikel zum Thema
- Güterlokomotive kippt um
- SBB-App wieder erhältlich
- «Es könnte schwierig werden, den Taktfahrplan zu halten»
Stichworte
Der neue SBB-Fahrplan bringt mehr Züge für Pendler und mehr Spielabteile für Familien. Im internationalen Verkehr gelangen Reisende schneller nach Paris und komfortabler nach Wien, wie die SBB am Donnerstag mitteilten. Abgeschafft werden mit dem Fahrplanwechsel vom 13. Dezember die Ruheabteile in der 2. Klasse.
Obwohl das Netz der SBB zunehmend an die Kapazitätsgrenzen stosse, sei es gelungen, zusätzliche Angebote im Fern- und im Regionalverkehr zu schaffen, schreiben die SBB. So etwa auf der Pendlerstrecke Genf-Bern-Zürich, im Tessiner Regionalverkehr und im internationalen Verkehr. Noch mehr Angebote seien erst nach Realisierung grösserer Infrastrukturausbauten möglich. Dazu gehörten die Durchmesserlinie Zürich oder die Bauten im Rahmen der Zukünftigen Entwicklung Bahninfrastruktur (ZEB). Diese Projekte müssten rasch realisiert werden, verlangten die SBB.
International verkehren ab 13. Dezember neu fünf TGV-Züge täglich von Paris nach Zürich, in der Gegenrichtung sind es deren vier. Auf der Juralinie zwischen Lausanne und Paris verkürzt sich die Reisezeit um 15 Minuten. Auf der Strecke Zürich-Salzburg-Wien würden dank dem Railjet der Österreichischen Bundesbahnen neue Massstäbe beim Komfort gesetzt, hiess es weiter. Der tägliche Railjet habe neben Economy und First Class eine Premium Class mit 16 Plätzen, wo Essen am Platz möglich sei. Zwischen Zürich und Mailand werden nach Auflösung des Unternehmens Cisalpino AG noch täglich sieben Neigezüge ETR470 pro Richtung angeboten. Die neuen ETR610 verkehren auf der Achse Lötschberg-Simplon, von Basel nach Mailand sind dies drei Züge pro Richtung, von Genf nach Mailand vier, davon fährt einer weiter bis Venedig.
Nachtbusse abgeschafft
National wird eine neue Verbindung zwischen Bern und Zürich geschaffen. Der Zug verlässt Bern um 16.14 Uhr und trägt laut SBB zur Entlastung der abendlichen Pendlerspitze bei. Dasselbe Ziel werde auch mit dem neuen Interregio Bern-Spiez um 18.31 Uhr verfolgt. Weiter bringt der neue Fahrplan abends eine Schnellverbindung von Basel via Bern nach Brig. Ab Chur fährt neu um 05.06 Uhr ein Zug nach Zürich, damit Bündner die frühen Flüge ab Zürich-Flughafen erreichen, wie es heisst. Der vormittägliche Interregio Luzern-Lausanne wird bis Genf Flughafen verlängert und schliesst die Taktlücke zwischen Bern und Genf. Weiter gibt es mehr regionale Verbindungen spätabends zwischen Olten und Solothurn, St. Maurice und Lausanne sowie Luzern und Zürich. Die Nachtbusse Zürich-Bern und Zürich-Basel werden abgeschafft. Neu fährt dafür ein Nachtbus Genf Flughafen-Bern.
Familien und Kinder erhalten mehr Platz. Heute haben laut den SBB 20 der 49 IC-Doppelstock-Steuerwagen ein Spielabteil, ab Sommer 2010 werden alle damit ausgerüstet. Auch einstöckige Züge erhalten eine «Familienzone» mit Tischspielen. Abgeschafft werden dafür die Ruhewagen in der 2. Klasse. Begründet wird dies mit Widerstand und Unverständnis, auf das Zugbegleiter in vollen Zügen in Ruhezonen vermehrt stiessen.
Und ebenfalls neu: Für persönliche Beratung bei internationalen Billetten wird eine Pauschale von fünf Franken erhoben. (sam/ap)
Erstellt: 29.10.2009, 16:48 Uhr
Kommentar schreiben
42 Kommentare
Super, also noch mehr Lärm in den Zügen. Statt Ruhezonen Spielplätze. Und dann soll man noch 5,- Franken für eine Beratung bezahlen. Schon jetzt wird für eine telefonische Beratung 1,19 Fr./Min abgezockt. Hat die SBB eigentlich gemerkt, dass der Mensch, der eine Beratung sucht, ein Kunde ist? Muss ich bald dafür bezahlen, wenn mir eine Verkäuferin im Coop hiltt, welcher Wein zum Essen passt? Antworten
Ein toller Ansatz, liebe SBB. Die Ruhezone in der 2. Klasse abschaffen? Ja, sollen wir jetzt denn alle ein GA für die erste Klasse kaufen? Es wäre schön, wenn nicht immer die "wohlhabenden" privilegiert würden. Studenten, Schüler aber auch "normale" Angestellte sehnen sich nach geeigneter Arbeitsatmosphäre... Die SBB schlägt da einen ziemlich falschen Weg ein... Hat eine Initiative eine Chance? Antworten
Schweiz
- 18:44Nach dem Kampfjet erhitzen die Militärvelos die Gemüter
- 15:25Hacker dringen in EDA-Computernetzwerk ein
- 12:32Kriminaltouristen rücken mit schwerem Geschütz vor
- 10:49So will Levrat ein Nein zu den Steuerabkommen erzwingen
- 08:32FDP-Präsident Müller will Gripen abschiessen
- 23:34Roger de Weck in der Kritik
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.






