«Es ist abscheulich, mir solche Vorwürfe zu machen»
Aktualisiert am 13.04.2011 200 Kommentare
Artikel zum Thema
- Der bisher schlechteste Bundesrat
- «Giganto-Bschiss»
- Zürich kämpft an der Seite der SP gegen die Steuerausfälle
- Bund tut nichts gegen Ausfälle aus dem Nichts
- SP will Abstimmung wegen Fehlinformation wiederholen
Links
Bildstrecke
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Nach Ansicht der Linken ist das Volk vor der Abstimmung über die Unternehmenssteuerreform II vom damaligen Bundesrat Hans-Rudolf Merz (FDP) bewusst irregeführt worden. «Das ist dummes Zeug», sagt nun der frühere Finanzminister im Gespräch mit dem «St. Galler Tagblatt» und der «Neuen Luzerner Zeitung» (Artikel nicht online verfügbar). «Es ist abscheulich, mir solche Vorwürfe zu machen.» Er habe immer sachlich und transparent informiert. Im Weiteren betonte er, dass der Volksentscheid sachlich richtig gewesen sei.
Wie Merz der «Aargauer Zeitung» (AZ) sagte, waren die Steuerausfälle extrem schwierig zu schätzen, weil man nicht wissen könne, wie sich die Unternehmen verhalten würden. So habe die Unternehmenssteuerreform I statt der erwarteten Ausfälle zu Mehreinnahmen von über 30 Prozent geführt. Dass sich Schätzungen nach einer Volksabstimmung als falsch erwiesen, sei nichts Neues. Die Neat-Mehrkosten habe auch niemand vorausgesehen. «Ich habe nicht gelogen», bekräftigte der pensionierte Magistrat.
Deutlich höhere Steuerausfälle
Nur 50,5 Prozent des Stimmvolks hatten der umstrittenen Unternehmenssteuerreform II im Februar 2008 zum Durchbruch verholfen. Im Abstimmungsbüchlein hatte der Bundesrat von Ausfällen von 83 Millionen Franken beim Bund und etwa 850 Millionen Franken bei den Kantonen gesprochen.
Mittlerweile rechnet der Bundesrat allein in diesem Jahr mit 1,2 Milliarden Franken Steuerausfällen. Und in den kommenden zehn Jahren sollen bei den Kantonen und Gemeinden jährlich weitere 400 bis 600 Millionen anfallen. Die Steuerausfälle entstehen, weil Aktiengesellschaften seit Anfang 2011 das Recht haben, sogenanntes Agio-Kapital steuerfrei an die Aktionäre auszuzahlen.
Der Nationalrat wollte am Dienstag nicht auf die Unternehmenssteuerreform II zurückkommen. Er lehnte alle Anträge der Linken ab, an der Vorlage aus dem Jahr 2008 Korrekturen vorzunehmen. Die Linke hofft nun auf das Bundesgericht. (vin)
Erstellt: 13.04.2011, 09:08 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
200 Kommentare
Neben der Unternehmenssteuerreform II fallen noch weitere Fälle in die Amtszeit von BR Merz
Die Minder-Initiative wurde dauernd verzögert
Die Lohnexzesse wurden nicht behandelt
Die Problematik um Too big to fail wurde nicht angegangen.
Merz ist ein FDP Mitglied, er hat sein Leben lang für UBS und die Hochfinanz gearbeitet. Man kann ja verhindern, dass FDP und Economiesuisse so weiterwursteln.
Antworten
Schweiz
- 18:44Nach dem Kampfjet erhitzen die Militärvelos die Gemüter
- 15:25Hacker dringen in EDA-Computernetzwerk ein
- 12:32Kriminaltouristen rücken mit schwerem Geschütz vor
- 10:49So will Levrat ein Nein zu den Steuerabkommen erzwingen
- 08:32FDP-Präsident Müller will Gripen abschiessen
- 23:34Roger de Weck in der Kritik
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.


Bitte warten




