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«Es ist Zeit, das Gutmenschentum zu stoppen»

Aktualisiert am 31.08.2011 217 Kommentare

Die Sicherheitsdebatte in Genf geht in eine neue Runde. Stadtpräsident Pierre Maudet sagt, was er gegen die zunehmende Kriminalität zu tun gedenkt.

1/5 Verbrecher haben in den letzten Jahren der Genfer Polizei immer mehr Arbeit beschert – hier wird ein Tatverdächtiger abgeführt. Die Sicherheitslage in Genf wurde zum öffentlichen Thema, nachdem der Sohn eines UNO-Angestellten verprügelt worden war.
Bild: Keystone

   

Mehr Sauberkeit und mehr Ordnung wirken präventiv gegen Kriminalität: Pierre Maudet, Stadtpräsident von Genf. (Bild: Keystone )

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(Video: Keystone )

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Die Sicherheitslage in Genf ist seit Wochen ein vieldiskutiertes Thema, seit Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey, die aus der Rhonestadt stammt, die Debatte angestossen hat. Ein Polizist machte gar die Aussage, dass aus Genf die Bronx geworden sei. Dazu sagt nun Pierre Maudet, Stadtpräsident von Genf, dass der Bronx-Vergleich nicht zutreffe. Aber es sei schon so, dass die Kriminalität sichtbarer und intensiver geworden sei, sagt der liberale Politiker in einem Interview mit der Westschweizer Zeitung «Le Matin».

Die prekäre Sicherheitslage zeige sich im Alltag sehr rasch, etwa in den Unzivilisiertheiten einiger Leute und in der Kleinkriminalität. «Diese Realität, diese sehe ich.» Es dürfe nicht sein, dass die Menschen Angst hätten, wenn sie durch gewisse Quartiere gehen müssten. Laut Maudet darf die Kriminalität nicht banalisiert werden. Im Gegenteil: «Es ist Zeit, dieses Gutmenschentum zu stoppen.» Jetzt müsse zur Aktion übergegangen werden, sagt Maudet. Und er hat schon Ideen.

Mehr Polizisten und mehr Sauberkeit

Mit dem nächsten Budget will Maudet eine Erhöhung des Polizeibudgets um 20 Prozent beantragen. Damit könnte die Zahl der Polizisten von 100 auf 120 erhöht werden. Die wichtigsten Akteure in der Sicherheitspolitik seien die Kantonspolizei und die Justiz, gibt der Stadtpräsident von Genf zu bedenken. Eine Stadtbehörde könne aufgrund verschiedener Massnahmen das Stadtbild so gestalten, dass dies letztlich zu einer höheren Sicherheit führe. Dazu gehöre zum Beispiel, für mehr Sauberkeit und Ordnung in der Stadt zu sorgen. «Es darf zum Beispiel nicht sein, dass Spritzen rumliegen.»

Neben der Stadt Genf hat auch der Kanton Massnahmen gegen die zunehmende Kriminalität angekündigt. So sollen mehr Polizisten nachts auf den Strassen patrouillieren. Die laufende Reorganisation der Genfer Polizei erlaube es, nächsten Monat zusätzliche Polizeikräfte für die öffentliche Sicherheit bereitzustellen, sagte Polizei- und Sicherheitsdirektorin Isabel Rochat letzte Woche. Sie sprach von 200 bis 300 Polizisten, die zusätzlich in den Problemgebieten Genfs zum Einsatz kommen. (vin)

Erstellt: 31.08.2011, 10:29 Uhr

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217 Kommentare

Andy Stettler

31.08.2011, 11:12 Uhr
Melden 263 Empfehlung 0

Freude herrscht! Selbst im linken Genf will man vom Gutmenschentum abrücken. Das sind gute Nachrichten für die Schweiz! Antworten


Edwin Schaltegger

31.08.2011, 11:34 Uhr
Melden 165 Empfehlung 0

Es ist höchste Zeit sich von der "Kuscheljustiz" zu verabschieden u. die Strafgesetzgebung wieder zu verschärfen. Antworten



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