Ein SRG-Boykott der SVP?
Selbst gerne im TV: Brunner am 29. November 2009 im SRG-TV-Studio in Bern. (Bild: Keystone )
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«Wir haben das Thema Gebührenboykott für die nächste Sitzung der Parteileitung traktandiert», zitiert die «SonntagsZeitung» den SVP-Präsidenten Toni Brunner in ihrer aktuellen Ausgabe. Dann will er laut dem Bericht zusammen mit seinen Vizepräsidenten über einen Aufruf an Parteimitglieder und an SVP-Sympathisanten entscheiden, vorläufig die Zahlung der Radio- und TV-Gebühr zu verweigern.
«Wir müssen handeln», sagt der SVP-Chef laut dem Blatt. Insbesondere nach der Ernennung des einstigen SRG-Kritikers Roger Schawinski zum Chef und Moderator einer neuen Polit-Talkshow im Schweizer Fernsehen (SRF) sei die SVP «unter Druck der Parteibasis, die in Mails und Briefen Massnahmen gegen das Ärgernis SRG verlangt».
Nur eine Drohgebärde der Partei?
Die Parteileitung lotet laut dem Artikel allerdings auch Alternativen oder Ergänzungen zu einem Boykottaufruf aus. Sie diskutiere auch die Lancierung einer Gebührenhalbierungs-Initiative. Zustande kommen könne diese durch die Umwandlung der «200 Franken sind genug»-Petition.
Diese Petition läuft bereits seit dem 16. Januar 2011 im Internet. Laut der «SonntagsZeitung» haben sich bereits haben sich mehr als 110'000 Personen als Unterstützer registriert. Die Petition verlangt, die Billag-Gebühren für Privathaushalte von heute 462.40 Franken pro Jahr auf 200 Franken zu senken.
Erstellt: 06.02.2011, 11:13 Uhr
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