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«Die liberalen Kräfte sind heute sehr zersplittert»

Von David Schaffner, Bern. Aktualisiert am 30.03.2010 30 Kommentare

Nach den Berner Wahlen zieht FDP-Präsident Fulvio Pelli Bilanz und blickt nach vorne.

«Das Wort Mitte ist ein nichtiges Wort»: FDP-Präsident Fulvio Pelli.

«Das Wort Mitte ist ein nichtiges Wort»: FDP-Präsident Fulvio Pelli. (Bild: Keystone)

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Bei den Berner Wahlen hat die BDP der FDP mehrere Sitze weggenommen. Warum ist die Partei nicht wie erwartet auf Kosten der SVP gewachsen?
Sie müssen mich fragen, warum es der SVP derart gut gelungen ist, ihre Position zu verteidigen. Die beiden einst vereinten Parteien haben die Berner Wahlen zu ihrem eigenen Wettkampf hochstilisiert. Davon haben sie auf Kosten aller anderen massiv profitiert. Natürlicherweise musste die FDP darunter am stärksten leiden. Wir sind den beiden Parteien politisch am nächsten.

Wenn es so simpel ist: Warum verteidigt sich die FDP nicht besser?
Wenn die volle Aufmerksamkeit auf den anderen ruht, ist es schwierig, eine Wahl zu gewinnen. Die Pole haben immer mehr Aufmerksamkeit als jene Kräfte, die besonnener politisieren. Wir müssen daher eine eigene, starke Position vertreten, nicht einfach eine schwammige Mitte. Diese Position ist jene einer liberalen Schweiz.

Müssen sich FDP und CVP nach den Verlusten der letzten Monate zusammenraufen und eine grosse Koalition der Mitte bilden?
Das Wort Mitte ist ein nichtiges Wort. Es sagt politisch nichts aus. Deshalb schliesse ich auch eine Koalition der Mitte aus. Richtig aber ist: Jene Kräfte, die eine liberale Schweiz wollen, müssen künftig stärker zusammenarbeiten. Nur eine liberale Politik bringt die Schweiz weiter.

Bieten Sie also Hand zu einer Koalition mit allen Liberalen?
Eine vertiefte liberale Kooperation wäre eine gute Sache. Die liberalen Kräfte sind heute mit neuen Parteien wie der BDP und den Grünliberalen sehr zersplittert und stehen starken Polen gegenüber. Davon profitiert mittelfristig keine Kraft. Wenn sich die BDP und die Grünliberalen klar zu liberalen Werten bekennen, kann ich mir eine Zusammenarbeit mit ihnen vorstellen. Allenfalls auch mit der CVP.

Werden Sie diesen Parteien nun Gespräche anbieten?
Mit den Liberalen haben wir in der Vergangenheit bewiesen, dass wir zur Zusammenarbeit bereit sind. Im Moment bieten wir das anderen Parteien nicht an, aber eine Zusammenarbeit der liberalen Kräfte ist immer möglich.

Die FDP hat eine Weissgeld-Strategie präsentiert. Ist diese bei den Wählern schlecht angekommen?
Diese neue Strategie dürfen Sie nicht überbewerten. Wir haben damals an einer Pressekonferenz neue Ideen vorgestellt. Mit einer Pressekonferenz erreichen wir nur einen geringen Prozentsatz der Leute. Es ist daher noch viel zu früh, den Erfolg zu bemessen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 30.03.2010, 06:43 Uhr

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30 Kommentare

Heinrich Schibli

30.03.2010, 05:31 Uhr
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Ein offenbar ziemlich ratloser Präsident der FDP sucht liberale Kooperationen. Er spricht von BDP, Grünliberalen und allenfalls auch CVP, stellt aber bereits Vorbedingungen. Auch weicht er bereits wieder von der Weissgeld-Strategie ab, indem er diese als neue Idee und nicht zu überbewerten darlegt. Selbstsicherheit sieht anders aus. Ein jämmerliches Bild, der einstigen Wirtschaftspartei! Antworten


majo naef

30.03.2010, 06:50 Uhr
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Die FDP kümmert sich nur noch um die Banken und Versicherungen. Die Freiheit des einzelnen Bürgers interessiert sie gar nicht. Jede kleinste Regung die ein Bürger macht ist mit Vorschriften und Gesetzen "verregelt". Kein wunder wird die Jugend immer aggressiver. Die Schweiz ist ein Gefängnis geworden und die Krimenellen sind die Wärter. Antworten



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