Schweiz
«Optimismus gehört zu meinem Naturell»
Von Hubert Mooser, Claudio Habicht. Aktualisiert am 11.12.2008 60 Kommentare
Walliser unter sich: Journalist Hubert Mooser (l.) zusammen mit CVP-Präsident Christophe Darbellay im «Bellevue».
Reporter Claudio Habicht bei der Arbeit.
Die Nacht der langen Messer in Bern.
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Die Nacht der langen Messer
Der erfahrene Bundeshausjournalist Hubert Mooser und der Reporter Claudio Habicht sind für Bernerzeitung.ch/Newsnet vor Ort in Bern. In einem Liveblog berichten sie rund um die Uhr von der letzten Nacht vor der Bundesratswahl. Sie liefern Bilder, Zitate, Emotionen und informieren über die letzten Taktiken der Parteien.
Höhepunkt wird zur späten Stunde die Berichterstattung aus der «Bellevue-Bar» sein, wo sich Parlamentarier und Medienleute traditionsgemäss auf den Füssen stehen werden.
23.55 Uhr: Es schneit weiter. Fünf Zentimeter liegen inzwischen schon auf der Strasse. Bern ist ganz in weiss – alles ist still. Drinnen im «Bären» geht es jedoch hoch zu und her: Die SVP hat sich versammelt und ist voller Zuversicht für die morgige Wahl, Maurer werde gewinnen. Auch Oskar Freysinger ist vom «Bellevue» in den «Bären» gekommen. Mit am Tisch sitzt der Tessiner CVP-Ständerat Filippo Lombardi. SVP-Nationalrat Max Binder ist sehr zuversichtlich: «Optimismus gehört zu meinem Naturell», sagt er und strahlt übers ganze Gesicht. Auch Toni Bortoluzzi – sichtbar müde – glaubt an Maurers Wahlsieg. «Als ich heute morgen aufgestanden bin, war ich nicht sicher, wer Bundesrat wird. Doch in den letzten Stunden reifte die Gewissheit, dass es Maurer schafft.» Von Ueli Maurer selbst ist nichts zu sehen.
Im «Bellevue» geht unterdessen die Vorwahl-Party mit der CVP und der FDP weiter. Die SP hat sich ins «Kornhaus» verzogen, die Grünen haben das «Rialto» verlassen und sind nach Hause gegangen. Nur Präsident Ueli Leuenberger und Youngstar Bastien Girod hat es noch einmal ins Bellevue verschlagen. Die Ausgangslage für die Bundesratswahl ist auch nach den ersten Hälfte der Nacht der Langen Messer unklar. Die Chance für Maurer morgen Bundesrat zu werden, stehen nach wie vor bei 50 Prozent.
22.55 Uhr: Auch Oskar Freysinger (SVP, Wallis) ist in der «Bellevue-Bar» zugegen und hat sich neben uns platziert. Halb auf französisch, halb auf deutsch murmelt er, er werde nun keine seiner Alexandriner-Gedichte verfassen. Und fügt hinzu: «Die Messer werden gewetzt» - den Blick immer in unsere Richtung.
Inzwischen hat es in Bern zwei Zentimeter Neuschnee. Mit unseren Lederschuhen torkeln wir über den Berner Bundeslatz Richtung «Rialto», die Mützen tief über die Ohren gezogen. Die Pizzeria ist halb leer, doch aus einer Ecke dröhnt Lärm: Die Grünen tafeln ausgiebig. Statt Fondue und Walliser Teller im Lötschberg, Pista und Pasta im Rialto. Fast die gesamte Fraktion ist um die Tafel versammelt, Jo Lang, Therese Frösch, Franziska Teuscher und Bastien Girod, Genersalsekretär Hubert Zurkinden und natürlich auch Bundesratskandidat Luc Recordon. Seine Chance bei den Wahlen von morgen sind minim. Die gute Laune lässt er sich deswegen aber nicht verderben. Präsident Ueli Leuenberger hofft indessen immer noch, dass man am Mittwoch den Durchmarsch der SVP-Hardliner verhindern kann: «Morgen ist der Tag der Menschenrechte. Ich hoffe, dass dies meine Kollegen im Parlament bei der Stimmabgabe berücksichtigen.» Und weiter: «Sie sollen sich überlegen, ob sie einen Kandidaten wählen wollen, der jahrelang rassistische Sprüche verbreitet hat.»
21.46 Uhr: Das «Bellevue» wird immer voller. Der Lärmpegel steigt, die Anwesenden trinken fleissig Wein und Bier. Das Schweizer Radio hat ganz hinten in der Bar eine Basis errichtet und befragt einen Politiker nach dem anderen. Ständerat Bruno Frick und SVP-Präsident Toni Brunner führen davor eine energische Diskussion. Weiter hinten, im Speisesaal des Restaurants, essen Gäste und lassen sich nicht von den Politikern stören.
FDP-Ständerätin Christine Egerszegi sagt: «Ich habe Ueli Maurer bei den Hearings gefragt, ob er Blocher seine Stimme gibt. Er bejahte. Es ist unglaublich! Die ganze SVP wählt Blocher – und wir sollen Maurer wählen.» Darauf wendet sie sich ab und versinkt in ein Gespräch mit dem Ex-Blick-Chefredaktor Werner De Schepper.
21.38 Uhr: In der Lobby des «Bellevue» herrscht derweil reges Kommen und Gehen: Medienleute, Politiker und das Servicepersonal stürmen an uns vorbei. Nun treffen Otto Ineichen (FDP), Christine Egerszegi (FDP) und Philipp Müller (FDP) ein. «Wir wählen Maurer», sagen sie dem Fernsehen.
Auch Nationalrat und Bauernpräsident Hansjörg Walter, der Sprengkandidat der SVP, ist hier. Einmal mehr will er sich nicht festlegen, ob er die Wahl annehme. Wenn es morgen heiss werde, gehe er nach vorne und verkünde, dass er nicht zur Verfüfung stehe. Sollte er dennoch gewählt werden, geben es wahrscheinlich ein Time-Out. Er werde sich heute Abend nochmals mit der Parteileitung und der Fraktionsspitze besprechen. In den letzten Tagen seien Parlamentarier auf ihn zugekommen und hätten ihn gewarnt: «Pass auf, dein Name wird gehandelt.» Er habe heute morgen mit CVP-Chef Christophe Darbellay gesprochen, doch das Gespräch habe sich nur um die Welthandelsorganisation (WTO) gedreht.
21.11 Uhr: Im «Kornhauskeller» ist noch niemand. Wir machen uns deshalb auf den Weg in die «Bellevue-Bar», dem Hauptschauplatz der Nacht der langen Messer. Unterwegs kehren wir kurz im «Della Casa» ein. Dort sitzt das Arena-Team des Schweizer Fernsehens. Politbeobachter Iwan Rickenbacher schätzt, dass Ueli Maurer die Wahl gewinnen wird. Genügend Parlamentarier aus der CVP würden ihn unterstützen.
Alle Stationen der «Nacht der langen Messer»: Für nähere Informationen einfach auf die Markierungen klicken.
Inzwischen hat es in Bern angefangen zu schneien. Durch den Schneematch rauschen wir ins «Bellevue». Dort sitzen schon zahlreiche politische Schwergewichte: FDP-Präsdident Fulvio Pelli, SVP-Chef Toni Brunner, CVP-Präsident Christophe Darbellay. An einem Tischchen sitzt auch Ex-CVP-Generalsekreatär Reto Nause. Sein Fazit ist klar: «Sollte Caspar Baader – wie bei der Blocher-Abwahl – wieder das Parlament beleidigen, wird es schwierig für Ueli Maurer.»
Darbelley dagegen glaubt, Maurer wird es schaffen. «Maurer hat sich bei den Hearings staatsmännisch verhalten. Maurer habe versichert, dass er und die SVP für die Konkordanz einstehen.» Und er habe sich bei der Anhörung mehrmals von Christoph Blocher distanziert. Dann rauscht Darbellay weiter zum nächsten Interview-Termin.
FDP-Präsident Fulvio Pelli steht in der Hotellhalle mit einem Glas Rotwein in der Hand und unterhält sich mit Journalisten: «Es ist weniger spannend als vor einem Jahr. Man spürt, dass es keine Alternative gibt», sagt der Tessiner. Die Messer seien dieses Jahr ein wenig stumpf. Zwischen dem Gespräch rauscht der frühere SBB-Chef Lalive d'Epinay mit einem Koffer vorbei in Richtung Hotellift und ruft Pelli zu: «Macht einen guten Job, damit wir weiterhin ruhig arbeiten können.»
Genau vor dem Eingang zur Hotelbar hat sich Hans Grunder, BDP-Parteipräsident, hingesessen. "Schafft es Maurer", wollen wir von ihm wissen. Aber Grunder ist überfragt: «Ich weiss zurzeit nicht, wie ich die Situation beurteilen soll».
20.05 Uhr: Wir brechen auf. Die SP hat sich im «Kornhauskeller» versammelt.
19.55 Uhr: Im «Diagonal» wird schon heftig diskutiert: An der Bar stehen die Nationalräte Susanne Leutenegger-Oberholzer (SP) und Carlo Sommaruga (SP). Wir sind nicht alleine: Das Schweizer Fernsehen umringt die beiden. Sie lassen sich aber nicht stören und trinken weiter Weisswein und Bier. Sommaruga: «Die Auflagen, mit denen die SVP ihre Kandidaten durchgedrückt hat, sind nicht akzeptabel.» Die CVP habe indem sie den Kandidaten Ueli Maurer durchgewunken habe diese Bedingungen akzeptiert. Leutenegger-Oberholzer fällt ihm ins Wort: «Die Verantwortung liegt nun in den Händen der bürgerlichen Parteien.»
19.50 Uhr: Auf dem Weg vom «Chez Edy» zum «Diagonal» rauscht im Stechschritt der Freiburger CVP-Nationalrat Dominique De Buhman vorbei, auch kein Freund von Ueli Maurer. «Morgen um 8 Uhr klingelt die Glocke», sagt er nur, ein Anspielung auf das Glockengeläut des Nationalratspräsidenten, mit dem dieser die Sitzung des Parlamentes jeweils angekündigt.
19.40 Uhr: Das «Chez Edy» beim Berner Bundesplatz ist gestossen voll, die Luft rauchverhangen. Wir betreten das Restaurant, und SP-Nationalrat Mario Fehr verlässt gerade das Lokal. Dort sitzen CVP-Nationalrätin Barbara Schmid-Federer, CVP-Nationalrat Urs Hany und Rats- und Parteikollege Roberto Schmid. CVP-Ständerat Eugen David stösst soeben dazu. Auf die Frage, wie die Bundesratswahl morgen ausgehen wird, sagt er kurz: «Es ist noch nicht gelaufen. Unser Favorit wird ein gutes Ergebnis machen», verspricht er. Wer das ist, will er jedoch nicht sagen.
Die Frage ist, ob diese Nacht der langen Messer so spannend wird wie damals, als sie im Kontext der Bundesratswahlen ihren Namen erhielt: Am Abend des 6. Dezember 1983. Damals hetzte Felix Auer im Taxi durch Bern. Es war die Nacht vor der Bundesratswahl, und der FDP-Nationalrat organisierte eine Verschwörung. Auer machte Stimmung gegen SP-Bundesratskandidatin Lilian Uchtenhagen und für Otto Stich. Der Coup gelang, der in der SP unbeliebte Stich wurde gewählt. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 11.12.2008, 09:11 Uhr
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60 Kommentare
Immer wieder amüsant finde ich die Aussage: "Die SVP muss mit dem besten Kandidaten in den Bundesrat, die Probleme sind zu gross, ein weniger fähiger Kandidat wäre überfordert!" Was sind denn diese "grossen Probleme"? Seien wir mal ehrlich und objektiv: uns gehts verdammt gut und wir jammern auf extrem hohem Niveau! Und der Spielraum - gerade im VBS - ist für jeden sehr klein, egal wie er heisst.. Antworten
Demokratie heisst Wählerstimmen ernst nehmen! Die SVP gehört in den Bundesrat und war bisher mit BR Schmid und BR Widmer-Schlumpf nicht angemessen vertreten. Daher muss und soll Maurer gewählt werden. Alles andere ist ein Hohn für die Demokratie. Antworten
Zürich hat ja durchaus einen zweiten bundesrat verdient. Aber muss es ausgerechnet der sein? Und mit unserer regierungrätin wäre dem kanton nur insofern gedient, als dass Rita Kantonal endlich weiter weg wäre. Wählt doch einfach mich zum könig. All meinen kollegen verspreche ich ein nettes, gut bezahltes amt, eigenen wagen mit chauffeur und eine konfiszierte villa an der goldküste. Antworten
Maurer hat im ersten Wahlgang weniger Stimmen als Blocher. Die SVP muss zuerst Blocher wählen. Damit werden die Gesamtheit der andern Gewählten auch mehr Stimmen als Maurer haben. Dann soll Maurer oder wird Maurer aussteigen und die SVP wird Blocher nochmal puschen . Die andern werden sich für Blocher oder jemand entscheiden müssen. Dann kann die SVP in die volle Opposition, Ziel der Hardliner ! Antworten
Sorry, aber Maurer, der immer Personen und Institutionen immer nur angegriffen und verunglimpft hat soll nun plötzlich wählbar sein? Seit wann verwandelt sich ein Hardliner der SVP zu einem Helden der Konkordanz? Wie naiv sind entweder die Medien oder sonst unsere Bundespolitiker in Bern. Maurer ist und bleibt nicht wählbar. Das sollte auch unser Parlamentarier mittlerweile begriffen haben. Antworten
schade! habe mich enorm gefreut auf die «live-berichterstattung» über die heutige nacht. was ist rausgekommen? ich weiss jetzt, wieviel schnee es in bern hat (gratuliere - das mittelland steht hinten an...), dass laut karte die grünen «vermutlich am frühen abend hier essen» - was um 0.18 sicherlich interessiert - sowie dass das team mooser/habicht erkannt wurde. mehr nicht. nochmals: schade! Antworten
Ich gebe ihnen recht, wenn sie sagen das unangenehme Persönlichkeiten auch in einen Bundesrat gehören. Doch dann sollen sie bitteschön auch konsequent ihre Linie fahren und sich nicht bis zur Unkenntlichkeit verbiegen. Ich bin ein grosser Befürworter von Autensität, aber was die SVP im Moment bietet, ist Laientheater auf höchstem Nievau. Bei Blocher wusste man wenigstens was man hat. Antworten
Die aktuellen SP-Bundesräte wurden vor ihrer Wahl von der SP portiert und somit als ihre Besten Kandidaten (warum auch immer) befunden. Es wäre also nicht mehr als fair und ein Zeichen der konkordanz, der SVP ebenfalls einer ihrer Wunschkanditaten zuzusprechen. Antworten
Wenn anstelle Maurer der Thurgauer Lokalpolitiker gewählt wird, kann ja dieser die Agrarverhandlungen in Brüssel führen und die SVP hat die einmalige Chance, dann in Opposition zu gehen. Die Kuckuckseier werden vom Wähler als solche wahrgenommen und werden die Bilateralen ablehnen. Einfach toll - dass gerade die Jungen nicht zu den Weicheiern gehören Antworten
Das Problem für die Schweiz ist doch weiterhin Christoph Blocher. Der wird weiterhin Obstruktionspolitik betreiben. Falls nötig ausserhalb der SVP. Und sollte Ueli Maurer plötzlich ein eigenes Profil entwickeln, dann wird Blocher versuchen in innerhalb der Fraktion und Partei schlecht zum machen. Antworten
Wirklich peinlich (und kleinlich) für die Schweiz, wenn so etwas Bundesrat werden würde. Eine echte Ansage á la: Wir fahren vorwärts mit dem Blick in den Rückspiegel. Abgesehen davon: In Zürich hat man über denselbigen schon seit mehreren Jahrzehnten, peinlich berührt, gelacht... Antworten
Die SVP gehört in den Bundesrat mit ihrem besten Kandidaten der auch die Interessenten der Partei vertritt. Ich hoffe dass sich die SVP mehr für den Schutz und die Sicherheit der Schweizer Bürger einsetzen wird. Die Kriminalität von Ausländern aus dem Balkan hat ein neues Ausmass erreicht. Wir haben jetzt auch ein erstes Opfer in der Familie. Invalide auf Lebenszeiten! Danke liebe SP. schämt Euch Antworten
Darbelley Sie Windfahne!!!! Ich bin extrem enttäuscht vom CVP-Präsident, nachdem ich ihn vor einem Jahr so lobte, ist er nun auf das SVP-Buebetrickli reingefallen, denn also bitte, wenn jemand vor 8 Jahren gesagt hätte, Maurer ist BR-Kandidat, man hätte in direkt in die Weebstube geschickt. PUK einfach!! Unglaublich, ich bin total enttäuscht vom Parlament, denn leidergottes machts Witzfigur Ueli.. Antworten
Warum legen sich unsere Parlamentarier nur dann so ins Zeug, wenn es um die Bundesratswahlen geht. Haben unsere Volksvertreter keine wichtigeren Aufgaben? Diese Wahlen beweisen wiederholend, dass es unseren Politikern nur darum geht, einmal die Mächtigen spielen zu können, für eine grundsätzlich banale Entscheidung. Schweizer Demokratie que vadis? Der Bundesrat gehört vom Volk gewählt - leider ! Antworten
Herr Steiner, die unbeliebten sind meistens die besten, denn die haben auch Ecken und Kanten und den Mut unangenehmes anzufassen. Und wir brauchen nicht Jasager, sondern kompetente Persönlichkeiten. Wir hatten ja Ruth Dreyfuss, zwar von vielen beliebt, aber völlig inkompetent. Die SVP braucht den Bundesrat, der ihre Wähler vertritt - Ueli Maurer. PS ich gehöre nicht der SVP an. Antworten
Es wäre schön wenn sich unsere Regierung ausgewogen sprich ausgeglichen zusammensetzen könnte. Leider sind wir sehr linkslastig geworden. Sozialpolitik in Ehren aber zu fest links tut unserer Gesellschaft nicht gut. Es ist genauso schlecht wenn nur Rechtslastig regiert würde. Die gute Mitte halt... Antworten
Viele schreiben, dass die SVP ihren Bundesrat verdiene und die Parlamentarier keinen Sprengkanditaten wählen sollen. Darum geht es gar nicht: Allen ParlamentarierInnen ist klar, dass die SVP einen weiteren Bundesratsitz verdient (nebem E, W.-S.) Unakzeptabel ist mit welchen Vertretter die SVP "zurück" in den Bundesrat will. Die Frage ist daher nicht wer ob, sondern mit wem die SVP in BR kommt! Antworten
Dieses gebetsmühlenartige Wiederholen der SVP Hardliner, es ginge um die Wahrung der Konkordanz und der Wille des Schweizer Volkes müsse akzeptiert werden geht mir auf den Wecker. Noch schlimmer finde ich jedoch, dass die momentane Weichspühlertaktik von unserem Wolf im Schafspelz Ueli bei der CVP und der FDP Früchte zu tragen scheint. Da wird der unbeliebteste Bundesrat der CH Geschichte gewählt. Antworten
Von den Volksvertretern in Bern erwarte ich jetzt verantwortungsbewusstes Handeln und nicht wieder solche fiesen Spiele wie vor einem Jahr. Wir brauchen jetzt Persönlichkeiten um die Probleme zu lösen. Sollte Ueli Maurer nicht gewählt werden, wird das Hick Hack weitergehen.Können wir uns nicht leisten! SP und Grüne denkt nicht nur immer an euch, sondern an die Schweiz! Kompliment an die CVP! Antworten
Zürich wollte Maurer nicht als Regierungsrat, nicht als Ständerat und jetzt auch nicht als Bundesrat. Die SVP kann von mir aus ihren Bundesrat haben aber Maurer hat sich das einfach selber verscherzt. Man kann auch mit harten Bandagen politisieren aber Maurer hat einfach zuviele menschenverachtende Aussagen gemacht, das kommt nicht in Frage, dass der Bundesrat wird. Antworten
Die SVP muss in den Bundesrat-keine Frage. Ich würde Nationalrat Hansjörg Walter wählen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser verankerten Politiker aus der SVP ausgeschlossen würde. Ein weitere Vorteil seiner Wahl wäre, das der "Flugsand" aus dem Nationalkonservativen Lager der SVP definitiv Schiffburch erleiden würde. Zudem, wenn Maurer gewählt wird, kommt Schlüer wieder in den Nationalrat Antworten
Einer von drei CH-Bürgern fordert einen "echten" SVP-Politiker in den Bundesrat. Die miese Abwahl von Blocher vor einem Jahr ist noch immer nicht verdaut. Wenn nun die gleiche Verlogenheit wiederum punkten sollte, werden die Emotionen hochgehen. Griechenland lässt grüssen. Antworten
Parlamentarier seid auf der Hut. Wenn weder Maurer noch Blocher gewaehlt werden, dann koennen wir uns erwartungsgemaess auf Einiges gefasst mach, wie schon Maurer und Brunner angetoent haben. Dann soll sich aber die SVP einen neuen Namen zulegen, das Wort Schweizerisch wuerde nicht mehr passen ! Antworten
Der Mangel an elementarem Anstand der beiden offiziellen SVP-Kandidaten und die undemokratische Statutenbestimmung, wonach jedes andere Parteimitglied, das die Wahl annimmt, ausgeschlossen wird, müssten reichen, dass unsere Volksvertreter sich mehrheitlich nicht auf das Spiel der SVP einlassen. Aber wer weiss? Antworten
Wenn die SVP das Gefühl hat ihre Parteileitung könne den Bundesrat wählen, soll sie noch lange in der Oppositionsrolle bleiben. Der Bundesrat wird durch die Bundesversammlung gewählt, und da hat die SVP auch als Wählerstärkste Partei nur knapp 30% der Stimmen. Wenn sie nicht in der Lage ist einen, auch für die anderen Parteien, wählbaren Kandidaten zu stellen muss sie die Konsequenzen tragen. Antworten
Ich gratuliere Ueli zu seiner Wahl zum Bundesrat! Die FDP-Liberale-Fraktion hat Ueli seine Unterstützung gegeben, auch die Mehrheit der CVP-Fraktion und dann kommen noch die Stimmen der SVP hinzu (sogar ohne Kleinparteien) wird Ueli am Mittwoch gewählt. Wer etwas anderes behauptet, der kann nicht rechnen! Antworten
Ich hoffe sehr, dass keiner der beiden Hardliner Blocher und Maurer gewählt werden! Ihre Ankündigung, im Falle einer nicht Nichtwahl noch mehr Opposition machen zu wollen, ist eine weitere Drohung, die einer wahren Daemokratie unwürdig ist. Oder bestimmen in Zukunft die Fraktionspräsidenten von SVP, FDP, CVP und SP, wer Bundesrat werden darf? Antworten
Vor einem Jahr haben die Medien die BR Wahl komplett verschlafen: nirgends wurde die Blocher Abwahl im Vorfeld auch nur ansatzweise thematisiert. Leider wollen sie diesen Lapsus heuer überkompensieren und versorgen uns seit Monaten(!) mit angeblichen Informationen zu was alles passieren könnte. Langweilig. Antworten
Im direkten Vergleich zum Dringenden für die Schweiz sind personelle Entscheide und Eitelkeiten wirklich nachrangig. Die Politik muss handlungsfähig, vor allem aber fähig zur Lösung essentieller Aufgaben für die Schweiz sein. Maulhelden und Lobbyisten haben wir genug. Taten für Land und Leute sind gefordert - Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein, Sozial- und Gesundheitsverträglichkeit. Cape diem ! Antworten
Hoffentlich kommen die Parlamentarier der CVP und der FDP endlich zur Vernunft und begreifen, dass das Schweizervolk die heutigen Exponenten der SVP nicht als Bundes-, Stände- oder Nationalrat sehen wollen. Sollte einer der Hardliner gewählt werden, wäre das ein absoluter Affront gegenüber 80 bis 90 % der Wähler. Ich frage mich wieso CVP + FDP ihre Seelen an dei SVP verkaufen wollen ...? Antworten
Yeah Tagi! Nacht der langen Messer, lechz! Boulevard lässt grüssen. Ueli Maurer muss unbedingt gewählt werden, um die SVP-Schweiz zu besänftigen. Ist doch völlig klar. Im VBS ist er genauso ein Hampelmann wie der Schmid und muss die Politik des Parlaments weiterführen. Ohne Blochi ist Ueli der Knecht so zahm wie lahm und kein Polderi-Risiko für den BR. Bauern- ist eben nicht gleich Priestersohn. Antworten
Die Angst regiert bei der FDP und der CVP. Angst, die SVP dorthin zu schicken, wo sie mit den beiden vorgeschlagenen Kandidaten hingehört: in die Opposition. Der alte Altbundesrat Blocher hat ja bereits wieder mal gedroht. Lasst ihn doch endlich seine Drohungen wahr machen. Bleibt ohnehin nur alles polemisches Geschwätz; und das auf einem bedauerlichen Niveau. Antworten
Die Nacht der stumpfen Messer beginnt. Die Entscheidungsträger werden nun bei einem guten Glas Wein ihre Messer schleifen und polieren. Und morgen dann, die frisch gewetzten (Messer) aus ihren Togen ziehen. Ei, wird das blitzen und funkeln! Und auf der Agora wird einiges los sein. Und auf den Monitoren wird's sichtbar sein. Und endlich läuft wieder mal was! Antworten
Das Ganze ist ein medial inszeniertes Theater sondergleichen. Es wird ein Bundesrat in ein Gremium von sieben Leuten gewählt, der zudem noch ein ziemlich "unwichtiges" Departement übernimmt, da momentan - zum guten Glück - keine Kriege vor der Tür stehen. Was soll also bitte das ganze Spektakel. Wählt Maurer oder Blocher in den Bundesrat. Die sechs anderen Köpfe können diese stets überstimmen. Antworten
Oder die Nacht: "Söihäfeli, Söideckeli." Wer auch immer gewählt wird. Wir sind eine Demokratie und keine Parteidikatur.Sollte keiner des "SVP-Zweier-Einertikets" gewählt werden, zähle ich auf die Vernunft der SVP-Spitze, Entscheide der vereinigten Bundesversammlung, als oberstes Organ des Volkes, zu akzeptieren. Konkordanz heisst auch akzeptanz des zuständigen Wahlgreniums ob Volk oder Parlament. Antworten
Bundesratswahlen gehoeren vors Volk. Was da in Bern abgeht ist Carnaval. Warum duerfen die BuergerInnen, bis zum Regierungsrat waehlen, aber Bundesraete nicht. Dieser alte Zopf von der Gruendung der Schweiz, muss sofort weg. Das Parlament hat keine Vollmacht Bundesraete zu waehlen, das Volk hat die Macht in einer Demokratie. Die Schweiz ist eine Bananenrepublick, das Volk hat nichts zu sagen. Antworten
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Stefan Weise
Die Parteien sin sich sehr wahrscheinlich nicht bewusst das sie heute ueber ihr eigenes Schicksal entscheiden! Findet heute wieder solch ein Kindergarten statt wie seinerzeit bei der Abwahl von Herrn Blocher wird jedem noch so rueckstaendigen Schweizer ganz klar, dass der Bundersrat vom Volk zu waehlen ist! Davon lebt eine direkte Demokratie ... das Volk hat das sagen, aber dies vergessen einige! Antworten