Die beiden Uiguren sind im Jura

Aktualisiert am 24.03.2010

Die ehemaligen Guantánamo-Häftlinge, die der Kanton Jura aufnehmen wollte, sind am Dienstag eingereist. Dies teilte der Regierungspräsident mit.

Der jurassische Regierungspräsident Charles Juillard verkündete die Ankunft der beiden Männer am Mittwoch im jurassischen Parlament unter dem Applaus der Abgeordneten. Das Brüderpaar gewöhne sich sehr gut ein, sagte Juillard in Delsberg. Der Kanton wollen den beiden Uiguren nun etwas Ruhe verschaffen, deshalb werde es vorderhand keine weiteren Informationen geben.

Die beiden Männer, so der Regierungspräsident weiter, würden bei ihrem Einleben in der Schweiz von einer Organisation unterstützt, die Migranten hilft. Der Bundesrat hatte die humanitäre Aufnahme am 3. Februar 2010 beschlossen. Zuvor hatte der Kanton Jura definitiv als Aufnahmekanton zugesagt, wo die beiden nun mit einer humanitären Aufenthaltsbewilligung B leben werden.

Nicht angeklagt, nicht verurteilt

Die beiden Männer waren von den amerikanischen Behörden weder angeklagt noch verurteilt worden. Gegenüber der Schweiz haben sie sich ausdrücklich verpflichtet, die Rechtsordnung zu respektieren und die am Wohnort gesprochene Sprache zu erlernen. Ausserdem wollen sie arbeiten und für ihren Lebensunterhalt sorgen.

Um sie zu schützen und um ihre Integration in die Gesellschaft nicht zu gefährden, machen die beteiligten Stellen des Bundes und des Kantons Jura keine weiteren Angaben zu ihrer Person und zu ihrem Aufenthalt.

(raa/sda)

Erstellt: 24.03.2010, 10:50 Uhr

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