Der Wärter, der seinen Schlüssel auslieh
Von Stefan von Bergen. Aktualisiert am 01.10.2011 2 Kommentare
Warum der Umgang mit Strafgefangenen immer anspruchsvoller wird
Die Geschichte des überforderten Aufsehers Kurt L.* ist auch eine Geschichte über den Strafvollzug. L.s Versagen sei «ein Paukenschlag in einem schleichenden Prozess», sagt Paul J. Loosli, seit der Bleichenberg-Affäre neuer Direktor der Solothurner Strafanstalt Schöngrün. Mit dem «schleichenden Prozess» meint Loosli die zunehmende Komplexität des Strafvollzugs.
Komplexer geworden sei das Profil der Straftäter. Ihre Aggressivität habe zugenommen, was verstärkte Sicherheitsmassnahmen erfordere. Ihre Belastbarkeit habe eher abgenommen, da viele von ihnen mit Drogen in Berührung kämen. Einem Teil der Straftäter könne deshalb die Arbeit im offenen Strafvollzug draussen auf dem Feld nicht mehr zugemutet werden. Auch die Anforderungen an das Aufsichtspersonal seien komplexer geworden. Besonders in den Schweizer Anstalten für den offenen Strafvollzug, wo die Insassen auf angegliederten Bauernhöfen arbeiten, müsse das Personal landwirtschaftliche wie auch Führungsfähigkeiten haben. Für solche Mehrfachanforderungen seien heute zu wenig Leute ausgebildet, sagt Loosli.
Auf dem Bleichenberg, bilanziert er, seien mehrere Probleme unheilvoll zusammengekommen: das Versagen eines Einzelnen, die Komplizierung des Strafvollzugs, Mängel im Sicherheitsdispositiv der Strafanstalt sowie unterlassene Investitionen in die Infrastruktur der alten Strafanstalt.
Ist eine Lehre aus dem Fall, den offenen Strafvollzug zu beenden, der bisweilen als Ausdruck einer Kuscheljustiz kritisiert wird? Loosli verneint. Der Vorwurf der Kuscheljustiz beziehe sich eher auf Lockerungen im Strafgesetz. Der offene Strafvollzug sei in vielen europäischen Ländern üblich und sinnvoll. Er gehorche dem Prinzip der Verhältnismässigkeit, wonach Täter, von denen keine Gefahr ausgehe, möglichst selbstbestimmt leben und arbeiten sollen, damit ihre Reintegration später gelinge. Eine stärkere Einschliessung der Täter sei mit höheren Kosten verbunden, gibt Loosli zu bedenken.
Der Kanton Solothurn hat schon vor den Vorfällen auf dem Bleichenberg die Weichen im Strafvollzug neu gestellt. Die Ära der alten Strafanstalt Schöngrün, die 1995 als erste der Schweiz die kontrollierte Heroinabgabe eingeführt hatte, geht zu Ende. Sie stösst ihren Landwirtschaftsbetrieb ab und wird 2014 geschlossen. Dann soll die neue Justizvollzugsanstalt am Standort des heutigen Therapiezentrums Im Schachen in Deitingen eröffnet werden. Einen offenen Strafvollzug wird es dann im Kanton Solothurn nicht mehr geben.
Seine kräftigen Hände ruhen auf der Tischplatte. Sie steuern nun tagsüber einen Lastwagen. Kurt L.* hat wieder einen Job gefunden. Und ein Heim. Mit Frau und Kindern hat er sich zusammengerauft. Die Abendsonne wirft ein mildes Licht auf sein neues Leben. Wir sitzen in einer Strandbar am Bodensee. Kurt L. (37) berichtet erstmals einer Zeitung über den Absturz in seinem alten Leben. Das Erzählen tut ihm gut. Im Reden räumt er sein Leben auf. Lächelt entspannt.
Der Aufseher im «Lotterknast»
Im zufriedenen Kurt L. von heute erkennt man kaum mehr jenen Menschen wieder, der vor einem Jahr von einem Solothurner Amtsgericht verurteilt wurde und durch die Schlagzeilen geisterte, weil er als Aufseher ein Sakrileg begangen hatte: L. überliess den Gefangenen seinen Gefängnisschlüssel. Diese schmuggelten Drogen und Handys in die Aussenstation Bleichenberg der Solothurner Strafanstalt Schöngrün. Sie holten gar Frauen zu sich in die Zelle.
2009 machte der «Blick» L.s Versagen und die Zustände auf dem Bleichenberg publik und prägte das bald national bekannte Wort vom «Lotterknast». Die Geschichte gab jenen Nahrung, die im offenen Strafvollzug eine «Kuscheljustiz» am Werk sehen (siehe auch Box nächste Seite). «Ein Gefängnis ist kein kuscheliges Hotel Staat, das ist viel härter», widerspricht L. Er hat es als Aufseher selber erlebt.
Die Hölle, das sind die andern
Um zu erklären, warum Kurt L. die Kontrolle verlor, könnte man Jean-Paul Sartres Theaterstück «Geschlossene Gesellschaft» erzählen. Darin warten zwei Frauen und ein Mann nach ihrem Tod in der Hölle auf ihre Strafe. Weil nichts passiert, beginnen die drei sich gegenseitig das Leben schwer zu machen, sich zu quälen. Bis sie realisieren, dass genau das ihre Strafe ist. Sie sehen ein: «Die Hölle, das sind die anderen.» Kurt L. hat das als Aufseher im Gefängnis am eigenen Leib erfahren: dass einem das erzwungene Zusammenleben mit anderen wie eine Strafe, ja wie eine Hölle vorkommen kann.
Die engen Wohnverhältnisse in der heute geschlossenen Gefängnisaussenstation in den grünen Feldern des Bleichenbergs am Rand von Solothurn beschreibt L., als wären sie das Bühnenbild zu Sartres Stück. Der frühere Zellentrakt und die Personalwohnung, in die L. 2006 mit seiner Frau einzog, sind in einen trostlosen Wohnblock hineingequetscht. Vom vergitterten Balkon im ersten Stock konnten die Gefangenen direkt auf L.s Gartensitzplatz hinunterblicken und den Feierabend ihres Aufsehers kommentieren. «Meine Frau und ich waren exponiert und unter Beobachtung», erinnert sich L.
Bald lag er überdies im Dauerclinch mit Aufseherkollege O. Dieser habe nicht nur die Gefangenen abschätzig behandelt, sagt L., sondern auch ihn und seine Arbeit vor den Gefangenen ständig kritisiert. L.s Hilferufe an die Vorgesetzten und Aussprachen mit O. halfen nichts. Er sei bald zwischen allen Fronten gestanden: Aufseher gegen Aufseher, Aufseher gegen Gefangene, Vorgesetzte gegen Angestellte.
Das verstolperte Leben
Dabei sah es zuerst gut aus. Die Stelle auf dem Bleichenberg sei ihm als «Traumkombination» vorgekommen, erzählt L. Im Stelleninserat wurde ein landwirtschaftlicher Mitarbeiter und Betreuer gesucht für Gefangene, die im offenen Strafvollzug auf einem Bauernhof arbeiten. L. ist gelernter Landwirt und war als Behindertenbetreuer tätig. Er bekam die Stelle und freute sich darauf, «Verantwortung zu übernehmen, zu führen, mit Menschen zu arbeiten».
Auf dem Bleichenberg scheint L.s Weg endlich eine gute Richtung zu nehmen. Vorher ist er oft zu hastig unterwegs im Leben und kommt ins Straucheln. Ergreift zu schnell eine Gelegenheit, die sich bietet. Mit 15 Jahren zieht er mit der Mutter und den zwei Geschwistern aus der lieblichen Ostschweiz in ein kleines Solothurner Dorf in der Versenkung hinter der Jurakette. Einen Kulturschock habe er dort erlitten, sagt L.
Am ersten Tag der Gipserlehre erleidet er bei einem Sturz einen dreifachen Kieferbruch. Die Lehre bricht er ab, jobbt, hängt herum, versinkt im Alkohol. Die Fürsorgebehörde stellt ihn vor die Wahl: Heim oder Bauernhof. Er wohnt auf einem Hof, lernt Automonteur, später Landwirt. Er trifft eine Frau und heiratet sie bald. Mit 21. Mit 24 kommt das erste Kind. Vier Jahre später das zweite. Um die Kinder mitbetreuen zu können, arbeitet er Teilzeit als Behindertenbetreuer.
Als ihn der Vater in sein Gipsereigeschäft holt, zieht L. mit der Familie in die Ostschweiz. Er arbeitet nun Vollzeit, die Kinder vermissen ihn, alle Familienmitglieder sind überfordert. Die Frau reicht bald die Scheidung ein. Sie kehrt mit den Kindern zurück ins Solothurnische. Wegen der Kinder geht auch L. zurück und ist froh, den Job auf dem Bleichenberg zu finden. Er lernt seine heutige, zweite Ehefrau kennen. Kaum sind sie zusammen in die Aufseherwohnung eingezogen, wird sie schwanger.
Die Hackordnung der Wölfe
Auf dem Bleichenberg bekommt L. sofort die Hackordnung unter den Gefangenen zu spüren. «Das lässt sich vergleichen mit einem Rudel Wölfe. Man musste ihnen permanent die Stirn bieten.» L. versucht das, so gut es geht. Am zweiten Arbeitstag habe ihn Aufseherkollege O. «vor den Gefangenen heruntergeputzt» und so seine Autorität untergraben. Auch der dritte Aufseher hat Streit mit O. und versucht sich mit L. gegen O. zu verbünden. Die sechs bis acht Gefangenen – ältere und jüngere, Drogendeliquenten und Mörder, Schweizer und Ausländer – nützen den Zwist zu ihren Gunsten aus.
L. erkennt die unheilvolle Konfliktlage von Anfang an. Und kämpft allein und erfolglos gegen sie an. Er sucht das Gespräch mit O., kritisiert ihn. O. habe harsch reagiert: «Willst du Streit?» L. meldet sich bei seinen Vorgesetzten. Sie hätten zugehört und gesagt: «Ihr müsst doch zusammenarbeiten können.» Einmal ist O. länger in den Ferien. Da habe es funktioniert mit den Gefangenen, erinnert sich L. Er schöpft Hoffnung. Als O. zurück ist, arbeitet wieder jeder für sich und gegen alle. Die Lage spitzt sich zu. L. steht unter mehrfachem Druck. Dem der Kollegen. Dem der Gefangenen, vor denen er nicht das Gesicht verlieren darf. Dem seiner Frau, die droht, mit dem kleinen Kind auszuziehen.
Die verbotene Solidarität
«Dann kippte etwas in mir», erinnert sich L. Im Verlauf des Jahres 2007 gesellt er sich vermehrt zu den Gefangenen, mit denen er Tür an Tür wohnt. Mit zwei Insassen entsteht so etwas wie eine Freundschaft. Sie trinken Kaffee. L. erfährt von deren Sorgen, familiären Problemen. Und die Gefangenen signalisieren L., dass sie seine Schwierigkeiten kennen. «Ich kam mir längst selber vor wie ein Gefangener», erzählt L. Es entsteht eine verbotene Solidarität zu den Insassen, eine Art Bruderschaft gegen den tyrannischen O. «Ich habe die Distanz zu den Gefangenen verloren», weiss L. heute.
L. versucht seine Aufseherrolle mühsam aufrechtzuerhalten. Er meldet den Vorgesetzten in der Hauptstrafanstalt Schöngrün, wenn er dem Verhalten der Häftlinge anmerkt, dass in den Zellen, zu denen er keinen Zutritt hat, Drogen im Umlauf sind. Die Vorgesetzten erwidern, das sei nicht seine Sache, er solle sich um die Landwirtschaftsarbeit mit den Gefangenen kümmern. Der Sicherheitsdienst aus Schöngrün schaut in Bleichenberg laut L. nicht vorschriftsgemäss vorbei. Auch nicht, wenn ein Insasse austickt.
L. zieht sich zurück zu den vertrauten Gefangenen. Die Grenze zwischen Innen- und Aussenwelt sei für ihn verschwommen, den Realitätsbezug habe er verloren. Seine Nerven sind angespannt. Begegnet er O., schreit er diesen an. Nach anderthalb Jahren Bleichenberg ist L. psychisch am Ende und lässt sich einen Monat lang krankschreiben.
Nach seiner Rückkehr an die Arbeit findet endlich ein Vermittlungsgespräch mit den drei Aufsehern statt. Der Mediator habe ihm darauf geraten: «Seien Sie sich selber lieb und kündigen Sie. Das hat keinen Sinn.» Noch zögert L. Eigentlich wäre der Job doch seine Traumstelle, wenn da nur O. nicht wäre. Im September 2007 geht nichts mehr. Kurt L. reicht die Kündigung ein.
«Mitleid mit armen Kerlen»
Die letzten Arbeitswochen erlebt er wie im Traum. Er verbringt viel Zeit bei den Gefangenen. «Aus Mitleid mit den armen Kerlen» habe er für sie Haschisch und Handys in den Zellentrakt geschmuggelt und ihnen einmal erlaubt, über Nacht ihre Frauen in die Zelle zu holen. «Mein Unrechts- und mein Verantwortungsgefühl hatten mich verlassen», gesteht L.
Als er den Bodenkontakt ganz verliert, sollte L. eigentlich schon nicht mehr auf dem Bleichenberg sein. Im Januar 2008 kann er noch in der Wohnung bleiben, weil seine neue Unterkunft noch nicht bezugsbereit ist. «Hätte der Vorgesetzte den Schlüssel behändigt, wäre vielleicht das Ende anders gekommen», sinniert L. Selber konnte er in seiner Überforderung nicht mehr die Bremse ziehen.
Die zwei Gefangenen seines Vertrauens fragen ihn, ob er ihnen seinen Schlüssel ausleihe, um den Zylinder des Schlosses an der nicht überwachten Waschküchentür zu manipulieren. L. weiss, dass sie zwischen Freiheit und Unfreiheit ein und aus gehen werden – und der Strafvollzug zur Farce wird. «Und wenn ich dann weg bin?», fragt er die beiden noch. «Wir sagen nicht, von wem wir den Schlüssel ausgeliehen haben», erwidern sie. Im Februar 2008 verlässt L. mit Frau und Kind den Bleichenberg und gibt den Schlüssel ab. Dass er ihn den Insassen überlassen hatte, das habe er vergessen, sagt er.
Alles fliegt auf
Erst im Frühjahr 2009 fliegt die Freizügigkeit auf, zu der L. mit seiner Schlüsselübergabe Tür und Tor geöffnet hat. Der Sicherheitsdienst, der immer zur gleichen Zeit kontrolliert, bemerkt ein Jahr lang nichts von den nächtlichen Touren durch die Waschküchentür. Publik werden die Missstände, als sich in der Strafanstalt Schöngrün ein Heim für Jugendliche meldet und mitteilt, eine entlaufene 14-Jährige habe offenbar bei ihrem auf dem Bleichenberg inhaftierten Vater übernachtet. Nun greift die Polizei ein, verhört die Gefangenen, beschlagnahmt Drogen und Handys. Der «Blick» erfährt, möglicherweise durch den Anruf eines Insassen, vom Ausflug der 14-Jährigen, die erst fälschlicherweise behauptet, sie habe sexuellen Kontakt mit Insassen gehabt.
Bald steht die Polizei vor der Wohnung von L., der wieder als Behindertenbetreuer arbeitet. Gefangene haben ausgeplaudert, wer ihnen den Weg durch die Waschküchentür gebahnt hatte. Die Polizeibeamten fragen L. nach einem Schlüssel. Er versteht nicht. «Ich hatte die Geschichte völlig verdrängt. Ich war wie in Schockstarre.» Erst bei den Befragungen in der Untersuchungshaft habe er «Schritt für Schritt das Geschehene preisgegeben». L. kooperiert nun, räumt all seine Fehler ein, beschreibt seine Not in der Hölle auf dem Bleichenberg.
Ganz unten
Als L. nach zehn Tagen das Gefängnis verlassen kann, ist er ganz unten. Er verliert seinen Job. Muss das Haus verkaufen. Und bekommt ganz allein den geballten Zorn der Medien, der Öffentlichkeit und der aufgeschreckten Solothurner Justiz zu spüren, die ihm den Schwarzen Peter zuschieben will. Eine von der Politik angeordnete Administrativuntersuchung fördert dann aber gravierende Mängel in Führung, Organisation und Sicherheit zu Tage. Die Aussenstation auf dem Bleichenberg wird sofort geschlossen. Peter Fäh, der Direktor der Strafanstalt Schöngrün, wird in die Justizbehörde versetzt.
Im Prozess gegen L. vor dem Amtsgericht Bucheggberg-Wasseramt fordert der Staatsanwalt 14 Monate Gefängnis bedingt. Der Gerichtspräsident betont zwar, dass L.s Verschulden erheblich sei, seine Überforderung resultiere aber auch daraus, dass er für seine Aufgabe über keine entsprechende Ausbildung verfügt habe. Den desolaten Zustand, in den er geraten sei, habe er nicht allein verursacht, findet der Richter und prägt zum Schluss das Bild, L. sei «das schwache Glied einer ohnehin rostigen Kette».
L. wird schliesslich wegen Entweichenlassens von Gefangenen, Begünstigung, Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz und weiterer Delikte vergleichsweise mild verurteilt: zu einer bedingten Geldstrafe von rund 14000 Franken und einer Busse von 300 Franken. Vor Gericht entschuldigt sich L. bei allen, die durch sein Handeln zu Schaden gekommen sind.
Mit Buddha in der Zelle
Ein Jahr ist seither vergangen. Kurt L. hat in der Ostschweiz neu Fuss gefasst. Er blickt hinaus auf den nun dämmrigen Himmel über dem Bodensee. «Ich sehe meinen Fall heute positiv, ich bin reif geworden. Ich habe wieder Boden unter den Füssen. Ich spüre keinen Hass, auch nicht gegenüber O. Mein Absturz ist Teil meines Lebens.» L. spricht, als ob er Buddhist geworden wäre. Er lächelt. Ja, er lese die Schriften des Dalai Lama, meditiere.
Ein Zen-Mönch, den er in einer Krise aufgesucht habe, habe ihm gesagt, wer sich einsperre, merke, dass seine Probleme immer noch da seien, weil diese nicht draussen bei den anderen Leuten, sondern im eigenen Kopf seien. L. hat sich im Untersuchungsgefängnis daran erinnert. «Die U-Haft war meine Läuterung», sagt er. Nach den zehn Tagen in der Zelle gibt er zu Protokoll: «Ich habe Frieden geschlossen, ich bin im Reinen mit mir.» Der Polizist habe gefragt, ob er das wirklich so aufschreiben solle. L. bejaht.
Das riecht nach kitschigem Happy End. «Für mich ist es aber so», sagt L. Er wisse natürlich, dass er seine neu gewonnene Freiheit nur bewahren könne, wenn er Einsichten aus seiner Geschichte beherzige: die Distanz zu den anderen nicht verlieren; erst überlegen, bevor er eine Idee gleich umsetze. Und ja, es gebe da noch eine dritte Erkenntnis, sagt der Mann mit den starken Chauffeurhänden: «Dass ich für einen Job wie den des Gefängnisaufsehers zu weich bin.»
* Name der Redaktion bekannt (Berner Zeitung)
Erstellt: 01.10.2011, 11:31 Uhr
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2 Kommentare
Ja, ja, die Politik und Justiz im Kant. SO, alle und alles ist schuldig, nur die die Verantwortlich sind nicht !!! Das
ganze Desaster wurde auf einen total überforderten abgewälzt, der von total Unfähigen Staatsbeamten rekru-
tiert wurde, die wiederum auch vom total überforderten Regierungsrat angestellt, resp. über Vetternwirtschaft
und das Sali, sali-Prinzip auf diese Posten gehieft wurden !!
Antworten
Wenn der neue Direktor den damaligen Skandal auf das Versagen eines Einzelnen zurückführt, so ist das nichts anderes als eine erneute Kosmetik. Die Aussage des Richters, dass der damalige Aufseher ein Glied in einer "rostigen Kette" war, entspricht doch viel eher der damaligen Realität. Reform 91, Organisation für Strafgefangene und Randständige. Antworten
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