Der Bund verteidigt die SBB
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Durchschnittlich 6,4 Prozent steigen die Preise für das Bahnfahren ab nächstem Dezember. Im Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) von Bundesrat Moritz Leuenberger bezeichnet man diese Erhöhung als «gerechtfertigt». Leuenberger betont, dass die SBB ihre Preise in eigener Kompetenz festlegen.
Zum einen habe die Ausweitung des Angebots des öffentlichen Verkehrs in den letzten Jahren zusätzliche Kosten nach sich gezogen, hiess es auf Anfrage beim Uvek. Zum anderen seien die Preise während Jahren nicht mehr angestiegen. So habe etwa das Ein-Jahres-Halbtax-Abonnement seit 1993 immer gleich viel gekostet. Ausserdem sei es richtig, dass Familien und Behinderte nicht mehr bezahlen sollen.
Auch die Gewerkschafter sind zufrieden
Das Departement weist aber auch darauf hin, dass Unterhalt und Investitionen in die Infrastrukturen des öffentlichen Verkehrs künftig noch zusätzliche Mittel erfordern. Eine Erhöhung der Tarife alleine werde diesen Mehrbedarf bei weitem nicht decken.
Auch die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV hat die Tariferhöhungen zustimmend zur Kenntnis genommen. Kostensteigerungen könnten nicht ausschliesslich über Produktivitätssteigerungen getragen werden, teilte der SEV am Donnerstag mit. Das Personal des öffentlichen Verkehrs leiste seit langem grosse Beiträge an Kostensenkungen. Zwar seien Anpassungen der Preise im öffentlichen Verkehr an die Teuerung für Reisende unangenehm aber unausweichlich. Die angekündigten Erhöhungen seien daher vertretbar. (oku/ddp)
Erstellt: 14.01.2010, 15:57 Uhr
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