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Dem Entlebucher Wolf geht es an den Kragen

Aktualisiert am 03.08.2009 25 Kommentare

200 Jahre hat man im Kanton Luzern auf ein Wiedersehen mit Isegrimm gewartet. Dann kam er – und muss nun bereits wieder gehen.

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Der Wolf hat im Entlebuch im Juli 27 Schafe gerissen und wird zum Abschuss freigegeben. Das Todesurteil für das geschützte Tier wird damit begründet, dass es zur Zeit keine andere Möglichkeit gebe, die Schafe zu schützen.

Rund 200 Jahre nach der Ausrottung war der Wolf Anfang 2009 wieder in den Kanton Luzern zurückgekehrt. Nun soll es ihm bereits wieder an den Kragen gehen, denn das Tier riss zwischen dem 10. und 28. Juli im Gebiet Fürstei-Schwändelifluh-Schimbrig 27 Schafe.

Die Interkantonale Kommission für das Management von Grossraubtieren in der Zentralschweiz-West kam zum Schluss, dass weiterer Schaden nur durch die Tötung des Wolfes zu erreichen ist, wie sie am Montag mitteilte.

Noch nicht auf die neue Situation eingestellt

Beim Entscheid spielte eine Rolle, dass der Wolf erst seit kurzer Zeit im Kanton Luzern präsent ist. Nachhaltigere Massnahmen als der Abschuss konnten zum Schutz der Schafherden in der kurzen Zeit nicht ergriffen werden.

Die zuständige Dienststelle wird nun eine Verfügung erlassen. Reisst der Wolf im selben Gebiet erneut ein Nutztier, darf er getötet werden. Für den Abschuss haben die Wildhüter maximal 60 Tage Zeit.

Josef Muggli, Jagd- und Fischereiaufseher des Kantons Luzern, betont, dass die Tötung nichts mit Jagd zu tun habe, sondern eine Vollzugsaufgabe sei. Der Wolf sei ein streng geschütztes Tier, auch im Kanton Luzern, betonte er.

Zieht er Kopf noch aus der Schlinge?

Nicht auszuschliessen ist, dass der aus dem Val de Bagne VS eingewanderte Rüde seinen Kopf aus der Schlinge ziehen kann. Er darf nämlich nur innerhalb des Schadensgebietes getötet werden.

Seit 2000 wurden in der Schweiz sieben Wölfe zum Abschuss freigegeben, nur vier wurden effektiv erlegt. Luzern ist nach dem Wallis (sechs Abschussbewilligungen) und Graubünden (eine Abschussbewilligung) erst der dritte Kanton, der zu der drastischen Massnahme greifen muss. (mbr/ap)

Erstellt: 03.08.2009, 15:45 Uhr

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25 Kommentare

René Meier

03.08.2009, 18:48 Uhr
Melden

Und wieder muss ein Unschuldiger dran glauben. Ich frage mich schon lange, wieso das Schaffleisch immer noch lebendig den Wölfen durch das Maul gezogen wird. Präsentiert die Steaks und Gigots doch schön trappiert, so würde das Metzgerhandwerk auch noch dran verdienen. Unglaublich dieser Tilantismus! Antworten


Bruno Hotz

03.08.2009, 19:58 Uhr
Melden

Es wäre so einfach die Schafherde zu schützen, aber die Schafhalter ignorieren es einfach. Antworten



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