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Dämpfer für Linke

Von Claude Chatelain. Aktualisiert am 27.09.2010 3 Kommentare

«Referenden in Sachen Arbeitslosenversicherung sind schwieriger zu gewinnen als solche zur beruflichen Vorsorge oder zur AHV.»

Claude Chatelain (Bild: Andreas Blatter)

Rückblende: Als das Schweizervolk am 7.März 2010 der Rentensenkung in der beruflichen Vorsorge eine Abfuhr erteilte, hat es danach ausgesehen, als ob die Linken jede Abstimmung gewinnen würden. Sie ritten geschickt auf der Antipathiewelle, die bis weit ins rechtsbürgerliche Lager gegen Abzocker und Bonibezüger schlug.

Auch diesmal, bei der Abstimmung über die Arbeitslosenversicherung (ALV), nahmen die Gewerkschaften Abzocker und andere Millionäre ins Visier. Sie verwiesen auf den Umstand, dass bei der AHV und der IV der Lohnabzug auf dem vollen Lohn, in der ALV jedoch nur bis zum versicherten Lohn von 126000 Franken erhoben wird. Dies mit der Konsequenz, dass die Gutverdienenden prozentual weniger abzuliefern haben als Mässigverdienende.

Das Argument, so einleuchtend es auch sein mag, stach diesmal nicht. Gut so. Die Kürzungen im revidierten Gesetz sind vertretbar, und die Lohnabzüge werden bei einem Ja weniger stark erhöht als bei einem Nein.

Im Weiteren bestätigt das Abstimmungsergebnis eine verbreitete Erkenntnis: Referenden in Sachen Arbeitslosenversicherung sind schwieriger zu gewinnen als solche zur beruflichen Vorsorge oder zur AHV. Alle hoffen, dereinst Leistungen von der AHV und der Pensionskasse zu erhalten; und fast alle hoffen, nie Leistungen von der Arbeitslosenversicherung beziehen zu müssen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 27.09.2010, 07:40 Uhr

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3 Kommentare

kurt habegger

27.09.2010, 09:21 Uhr
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Liebe Linken und Grüne - gehen euch langsam die Augen auf. Mit einem halbherzigen Abstimmungskampf - wie ihre diesen geführt habt, können sie keinen Sieg erringen. Legen Sie Fakten auf den Tisch. Wenn 350000 Lohnempfänegr über 125000.-- auf ihrem Lohn 2% ALV bezahlen ist die ALV saniert und hat für immer genug Geld. Der Spruch von Faru Leuthard, die ALV sei kein Sozialwerk - was ist es denn ??!! Antworten


Ulrich Scheidegger

27.09.2010, 14:10 Uhr
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Es gibt auch sehr viele Rechte Arbeitslose -sehr viele, es nicht nur ein Problem der Grünen und der Linken. Wo steht das in diesem Kommentar? Es ist ein Problem der Unter -und Mittelschichten, zuhnehmend auch in Oberschichten -ein Witz in Links zu reduzieren! Antworten



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