Calmy-Rey schaltet sich nach Angriff auf Diplomatensohn ein
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Der Angriff auf den Sohn eines amerikanischen UN-Diplomaten in Genf hat die Schweizer Regierung auf den Plan gerufen. Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey habe gegenüber den Genfer Behörden ihre Sorge über die Verschlechterung der dortigen Sicherheitslage geäussert, teilte das Schweizer Aussenministerium mit. Laut Polizeisprecher Jean-Philippe Brandt wurde im Zusammenhang mit dem Angriff im Juli bisher kein Verdächtiger festgenommen. Medienberichten zufolge hatten Angreifer den Diplomatensohn zusammengeschlagen und versucht, ihn in die Rhone zu werfen. Der Vorfall hat die Sorge der diplomatischen Gemeinde in Genf über die Zunahme an Überfällen und Einbrüchen in der Stadt weiter erhöht.
In einem Schreiben an ihr Genfer Personal hat die UNO zudem nächtliche Verhaltensregeln zur eigenen Sicherheit in Erinnerung gerufen. Auslöser des Schreibens war der Angriff auf den Sohn eines UNO-Angestellten. Der Bund ist über die Entwicklung in der Stadt Genf besorgt. In der Nacht vom 16. auf den 17. Juli war der Sohn eines Diplomaten auf offener Strasse in Genf von einer Bande Jugendlicher angegriffen worden.
Beziehungen bleiben «exzellent»
Das Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) zeigte sich beunruhigt. Es hatte der Genfer Polizei- und Sicherheitsdirektorin Isabel Rochat einen Brief geschrieben, in dem es seine Besorgnis über die «Verschlechterung der Sicherheitssituation in Genf in den letzten Monaten» zum Ausdruck brachte.
Alessandra Velucci von der Kommunikationsabteilung der UNO sagte hingegen, solche Probleme gebe es in allen Städten. Man habe die Stadt Genf nicht stigmatisieren wollen. Die Beziehungen zwischen der internationalen Gemeinschaft und Genf bezeichnete sie als «exzellent». (miw/dapd/sda)
Erstellt: 16.08.2011, 06:10 Uhr
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