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Braucht es eine Treibhausgas-Abgabe für die Landwirtschaft?

Von Susanne Graf. Aktualisiert am 19.06.2009 1 Kommentar

Die ETH Zürich hat untersucht, wie die Treibhausgas-Emissionen aus der Landwirtschaft zu reduzieren wären. Einen deutlichen Rückgang würde sie sich von einer neuen Abgabe versprechen. Doch der Bauernverband wehrt sich.

Zu viel Kühe stossen zu viel Treibhausgas aus. Jetzt wird eine

Zu viel Kühe stossen zu viel Treibhausgas aus. Jetzt wird eine "Fleischsteuer" diskutiert. (Bild: Keystone)

Die Landwirtschaft verursacht 11,5 Prozent der Treibhausgase (THG), die in der Schweiz ausgestossen werden. Sollen diese reduziert werden, gibt es nur eines: Die Bauern müssen ihre Tierbestände reduzieren. Oder anders gesagt: Herr und Frau Schweizer dürfen nicht mehr so viel Fleisch essen. Denn eine Studie der ETH Zürich zeigt, dass technische Massnahmen einerseits wenig bringen und andererseits viel kosten. Von den landwirtschaftlichen THG fällt das Methan am stärksten ins Gewicht. Dessen Ausstoss hänge von der Fütterung ab, schreiben die Autoren der Studie und fordern mehr Forschung in diesem Bereich.

Eine neue Abgabe?

Doch von einer anderen Massnahme versprechen sie sich eine raschere und deutlichere Reduktion: von der Einführung einer THG-Abgabe. Diese würde zu einem «Rückgang der landwirtschaftlichen Aktivitäten» führen. Fleisch, Milch und Getreide würden teurer, es würde weniger konsumiert, und die Bauern würden ihre Bestände reduzieren. Diese Massnahme käme den Staat billiger, als wenn er die Reduktion mit Technologien fördern müsste. Andererseits hätte eine THG-Abgabe «einen erheblichen Wettbewerbsnachteil für die Schweizer Landwirtschaft gegenüber dem Ausland zur Folge», steht in der Studie.

«Nicht im Alleingang»

Der Schweizerische Bauernverband (SBV), der die Studie zusammen mit den Bundesämtern für Landwirtschaft (BLW) und Umwelt (Bafu) in Auftrag gegeben hat, will nichts wissen von einer nationalen THG-Abgabe. Die Einführung einer «Fleischsteuer» sei für den SVB «sicher keine Option», sagt Heinz Hänni, Leiter Energie und Umwelt. Würden nur die Schweizer Produkte verteuert, würde mehr importiert, die Emissionen fielen im Ausland an, «und das globale Klima hätte nichts davon», gibt er zu bedenken. (Berner Zeitung)

Erstellt: 19.06.2009, 07:46 Uhr

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1 Kommentar

Walter Kunz

19.06.2009, 15:20 Uhr
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Die ETH Zürich untersucht, die Treibhausgas-Emissionen aus der Landwirtschaft. Überall wird akribisch nach dem Sünder der Umweltverschmutzung gesucht so als ob nicht schon lange bekannt ist das wir Menschen die größten Verursacher dieses kaum mehr zu zähmenden Übels sind. Antworten



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