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Besser als das «Staatsdiktat»

Aktualisiert am 23.12.2011 5 Kommentare

Die Fallpauschalen für ein Drittel der Versicherten stehen: Drei grosse Krankenkassen haben mit rund 250 Spitälern Tarife ausgehandelt. Diese Lösung sei besser als das «staatliche Diktat».

Helsana, Sanitas und KPT haben für ihre über 2 Millionen Versicherten Tarife mit den Spitälern ausgehandelt: Ausweise von Krankenkassen.

Helsana, Sanitas und KPT haben für ihre über 2 Millionen Versicherten Tarife mit den Spitälern ausgehandelt: Ausweise von Krankenkassen.
Bild: Keystone

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Die drei Krankenkassen Helsana, Sanitas und KPT haben mit 80 Prozent der Spitäler auf den kantonalen Spitallisten die Spitaltarife für 2012 ausgehandelt, wie sie heute Freitag mitteilten. Damit sind die Fallpauschalen für gut 30 Prozent der Versicherten festgelegt.

Die Einkaufsgemeinschaft der drei Kassen mit ihren zusammen rund 2,1 Millionen Versicherten schloss die Verträge mit den Spitälern unabhängig von den Verhandlungen von tarifsuisse, der Tarifgestaltungstochter des Kassenverbands santésuisse, ab.

Opposition gegen Kantone

Gegen die von den kantonalen Gesundheitsdirektoren auf Anfang 2012 festgelegten «provisorischen Arbeitstarife» wollen sich die drei Kassen wehren – notfalls mit rechtlichen Mitteln, wie Helsana-Mediensprecherin Claudia Wyss auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte.

Da die Spitaltarife bei weitem noch nicht ausgehandelt sind, werden sie von den kantonalen Gesundheitsdirektoren festgelegt. Diese Tarife sollen provisorisch gelten. Gemäss den drei Krankenkassen wollen einzelne Kantone den von ihnen erzielten einvernehmlichen Abschluss vorübergehend ausser Kraft setzen.

Vertrag mit 250 Spitälern

Die Einkaufsgemeinschaft der drei Kassen schloss mit den meisten der im Vertrag eingebundenen rund 250 Spitälern einjährige Tarifverträge ab. Dies soll es erlauben, Erfahrungen zu sammeln.

Wie Wyss erklärte, wird die Feinabstimmung der Tarife aufgrund dieser Erfahrungen dann für die kommenden Jahre vorgenommen. Wo mehrjährige Verträge vorliegen, wurde eine sinkende Tarifhöhe ausgehandelt. Die drei Krankenkassen drückten bei den Verträgen keineswegs auf den Preis, sagte Wyss weiter. Vielmehr hielten sich die Tarife in etwa im bisherigen Rahmen.

Keine Vereinbarung erzielte die Einkaufsgemeinschaft mit den Universitätsspitälern ausser Basel. Wo keine Verträge vorliegen, laufen derzeit kantonale Festlegungsverfahren.

Besser als Staatsdiktat

Die drei Krankenkassen teilen im weiteren mit, der Entschluss, die Verhandlungen unabhängig von santésuisse zu führen, habe sich bewährt. Die hohe Abschlussquote sei bemerkenswert, denn Eckpfeiler wie Spitallisten oder Kostenteiler zwischen Kassen und Kanton hätten erst verspätet vorgelegen.

Die Tarifverhandlungen durch tarifsuisse und damit den Krankenkassenverband dürften nach Helsana-Schätzungen nur mit zehn Prozent der Spitäler zum Abschluss kommen, sagte Wyss. Tarifsuisse habe nicht verhandelt, Verhandlungen scheitern lassen und lasse nun den Staat tarifieren. Die drei Kassen in der Einkaufsgemeinschaft zögen einvernehmliche Lösungen immer einem «staatlichen Diktat» vor. (ami/sda)

Erstellt: 23.12.2011, 16:26 Uhr

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5 Kommentare

Patricia McDonoghue

23.12.2011, 22:01 Uhr
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Es ist fraglich, ob es eine gute Leistung ist, wenn man sich so schnell einig wird. Mir ist eine Krankenkasse oder ein Vertreter davon lieber, der länger und damit besser verhandelt für mich als Kunde. Da nehme ich eine vorübergehendeEinmischung vom Kanton gerne in Kauf. Und was sagt eigentlich die tarifsuisse dazu. Hat man die auch versucht zu kontaktiert? Die sehen das doch sicher etwas anders. Antworten


Annemarie Richard

24.12.2011, 05:43 Uhr
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Spitallisten und Fallpauschalen total daneben. Note: Untauglich - nicht nur für Ärzte - auch für Patienten. Privatisieren sie die Spitäler - schliessen sie auch welche (reicht das Geld nicht mehr für die EU) - lassen sie den Rest im IST-Zustand. Hoffnung besteht durchaus (EDI). Werden sie enttäuscht - überlegen sie sich gut welche Papiere sie das nächste mal in die Urne werfen. Antworten



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