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Berset und Burkhalter schenken sich nichts

Aktualisiert am 23.12.2011 9 Kommentare

Heute wurden die Departementswechsel im EDI und EDA symbolisch vollzogen. Dabei wurden keine Geschenke, jedoch aber Glückwünsche, Küsschen und ein Versprechen gegeben.

«Wir werden eine Tour durchs Departement machen»: Didier Burkhalter (links) übergibt an seinen Nachfolger Alain Berset.

«Wir werden eine Tour durchs Departement machen»: Didier Burkhalter (links) übergibt an seinen Nachfolger Alain Berset.
Bild: Keystone

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Im Bundeshaus ist am Freitag die Rochade bei den Departementen symbolisch vollzogen worden. Der neu gewählte SP-Bundesrat Alain Berset übernahm von Didier Burkhalter das Innendepartement, bevor Micheline Calmy-Rey das Aussendepartement an Burkhalter übergab.

Anders als vor einem Jahr wurden bei den Departementsübergaben keine Geschenke überreicht. Burkhalter schüttelte Berset die Hand und hiess ihn im Innendepartement (EDI) willkommen. «Wir werden eine Tour durchs Departement machen», versprach er. Berset begrüsste die Chefbeamten des EDI. Zu seiner neuen Aufgabe äusserte er sich nicht.

«Es gibt keinen Schlüssel»

Im Aussendepartement (EDA) hiess Calmy-Rey den neuen Vorsteher mit drei Küsschen willkommen. Sie sei sehr glücklich, dass Burkhalter das Departement übernehme, denn er habe stets ein grosses Interesse an der Aussenpolitik gezeigt, sagte die scheidende Bundesrätin. Sie wünschte dem neuen Aussenminister, dass ihm die Aufgabe so viel Freude und Befriedigung verschaffen möge wie ihr in den vergangenen neun Jahren.

Burkhalter sagte, er sei sehr motiviert, die Interessen der Schweiz zu vertreten. Er versicherte, dass er sich für die Menschenrechte und die Werte der Schweiz einsetzen werde. Ein besonderes Interesse bekundete er für die Wissenschaftsdiplomatie. Auch Burkhalter lernte anschliessend seine neuen Chefbeamten kennen. Eine eigentliche Schlüsselübergabe fand nicht statt: «Es gibt schlicht keinen Schlüssel hier», stellte Calmy-Rey lächelnd fest.

Mitarbeitende gehen mit

Berset und Burkhalter werden ihr neues Amt offiziell am 1. Januar übernehmen. Burkhalter wechselt mit seinen engsten Mitarbeitenden ins EDA, wie dieses am Freitag mitteilte. EDI-Generalsekretär Benno Bättig wird – sofern der Bundesrat zustimmt – Generalsekretär des EDA. Er tritt dort die Nachfolge von Robert Balzaretti an, der als EDA-Diplomat neuen Herausforderungen entgegenblickt.

EDI-Informationschef Jean-Marc Crevoisier wechselt ebenfalls ins EDA und tritt dort die Nachfolge des bisherigen Informationschefs Lars Knuchel an, der das EDA verlässt. Er breche zu neuen Ufern auf, sagte Knuchel auf Anfrage. Auch die beiden persönlichen Mitarbeiter Burkhalters, Damien Cottier und Jon Fanzun, folgen ihrem Chef ins EDA.

Wechsel nach zwei Jahren

Die Departementsverteilung hatte der Bundesrat vergangene Woche beschlossen. Dass FDP-Bundesrat Burkhalter nach nur zwei Jahren ins Aussendepartement wechselt, wurde von verschiedener Seite kritisiert.

Gelegen kam die Rochade der SP, die mit dem EDI ein für sie besonders wichtiges Departement zurück erhielt. Berset wird als Innenminister allerdings schon bald in Abstimmungskämpfen gegen seine Partei antreten müssen. Schwierige Aufgaben warten auch auf den neuen Aussenminister, der das Verhältnis der Schweiz zur EU wird klären müssen. (mrs/sda)

Erstellt: 23.12.2011, 11:34 Uhr

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9 Kommentare

alfred bleuler

23.12.2011, 12:14 Uhr
Melden 20 Empfehlung

glückwünsche >>, ich hoffe, dass sie den lang ersehnten schritt zu EINER einheits-KK machen>> und mit den privaten pensionskassen in den ring steigen >> d.h. abschaffung der privaten abzokker-kassen und einführung EINER pensionskasse als öffentlich-rechtliche genossenschaft >> oder mindesten freie pensionskassenwahl für arbeitnehmer >> wer mehr wünscht soll sich privat zusatzversichern Antworten


Stefan Jost

23.12.2011, 12:48 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Gratulation zum Mut mit dieser peinlichen Bundesrats-Beschenkerei aufzuhören :-) Antworten



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