Schweiz

Arzt praktiziert im Kosovo und bezieht eine Million IV-Rente

Falsche Invalide: Die Strafverfolgungsbehörden sind weiteren mutmasslichen IV-Betrügern auf die Schliche gekommen.

Die Garage in Escholzmatt fiel dem Grossbrand vollständig zum Opfer. (Bild: Kapo LU)

Die Garage in Escholzmatt fiel dem Grossbrand vollständig zum Opfer. (Bild: Kapo LU)

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Ein Neurochirurg soll in der Schweiz unrechtmässig fast eine Million Franken an IV- und anderen Rentengeldern bezogen haben, schreibt die «SonntagsZeitung». Der schweizerisch-serbische Doppelbürger hatte behauptet, seit einer Operation im Kosovo seine Arbeit nicht mehr machen zu können. Der Mann sei 59 Jahre alt und habe die Gelder seit 1996 bezogen. Zuvor sei er am Universitätsspital Zürich tätig gewesen.

Doch während er in der Schweiz Rente bezog, praktizierte er weiterhin als Arzt in Pristina im Kosovo. Seit mehreren Jahren, so heisst es im Bericht weiter, figuriere sein Name auf einer Liste von Ärzten, welche die US-Botschaft ihren Bürgern vor Ort empfiehlt.

Die Zürcher Staatsanwaltschaft II, Abteilung für organisierte Kriminalität, bereitet derzeit die Anklageschrift vor. Wie viele IV-Betrugsfälle es 2009 gab, ist nicht bekannt. Die Zürcher Justiz führte bisher keine diesbezügliche Statistik. Ab nächstem Jahr sollen die Fälle systematisch erfasst werden.

Erstellt: 27.12.2009, 13:02 Uhr

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