Alkoholmissbrauch: Mädchen und junge Frauen trinken immer mehr
Aktualisiert am 05.11.2009 11 Kommentare
Eine Alkoholvergiftung wird bei Mädchen am häufigsten im Alter von 14 bis 15 Jahren diagnostizier: Trinkende Jugendliche.
Artikel zum Thema
Stichworte
Die Einlieferungen nahmen im Vergleich zu den Vorjahren weiter stark zu, vor allem bei den Mädchen und jungen Frauen. Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) hat im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit die Situation für die Jahre 2006/2007 analysiert.
Etwa sechs Jugendliche oder junge Erwachsene zwischen 10 und 23 Jahren landen täglich auf der Notfallstation, weil sie zu viel Alkohol getrunken haben. 2005 waren es fünf Jugendliche pro Tag, das heisst gesamthaft 1900. Im Durchschnitt der neu ausgewerteten Jahre 2006 und 2007 sind es insgesamt rund 2100 Jugendliche und junge Erwachsene. Bei 60 Prozent der Fälle handelt es sich um Knaben und junge Männer.
Eine Alkoholvergiftung wird bei Mädchen am häufigsten im Alter von 14 bis 15 Jahren diagnostiziert; bei den Jungen ist dies im Alter von 18 und 19 Jahren der Fall. Danach sind diese Diagnosen leicht rückläufig. Das Rauschtrinken scheint aber bis ins junge Erwachsenenalter sehr häufig vorzukommen: Wie die Schweizerische Gesundheitsbefragung von 2007 zeigt, sind es mehrheitlich die 21- bis 22-Jährigen, die punktuell zu viel trinken. «Dies deutet darauf hin, dass Jugendliche, die wenig Erfahrung mit Alkohol haben, ihre Grenzen nicht kennen und das Risiko für eine Alkoholvergiftung eingehen», erklärt Matthias Wicki, Studienautor und Forscher in der SFA.
Abhängig mit 14 Jahren
2006 und 2007 wurde pro Jahr bei 540 Jugendlichen und jungen Erwachsenen (340 Jungen/Männer und 200 Mädchen/Frauen) Alkoholabhängigkeit diagnostiziert. Mit zunehmendem Alter wird häufiger Alkoholabhängigkeit diagnostiziert. Die ersten Fälle treten aber bereits in einem Alter von 14 Jahren auf.
Die Zahlen widerspiegeln laut SFA nicht das gesamte Ausmass des Problems. Die Studie berücksichtigt nur die in Spitälern eingelieferten Personen. Betrunkene Jugendliche, welche die Polizei nach Hause bringt, Behandlungen in Hausarztpraxen, ambulanten Notfallaufnahmen oder Drogenbehandlungsstellen sind nicht Teil der Untersuchung. (sam/sda)
Erstellt: 05.11.2009, 12:32 Uhr
Kommentar schreiben
11 Kommentare
War in den USA, Austauschjahr. Ich habe nie einen Teenie in der Öffentlichkeit trinken sehen, hat aber jemand sturmfrei, kommt die halbe Schule zum "saufen". Warum? - Einfach: Wirst du mit Alkohol erwischt kriegst du ein MIP (Minor in Possession), Meldung an Eltern und Schule. Wirst du ein 2. Mal erwischt, selbes, PLUS gemeinnützige Arbeit, PLUS Verwarnung. Beim dritten Mal, zack, Schulausschluss! Antworten
Schweiz
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.





