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Klarer Erfolg für Viersäulen-Politik

Aktualisiert am 30.11.2008

Bei den Drogenvorlagen hat einmal mehr die behördliche Drogenpolitik obsiegt. Das Ja zur Revision des Betäubungsmittelgesetzes ist in den Augen des Berner Politologen Christian Bolliger ein klarer Erfolg der Viersäulen-Politik der Behörden.

Die seit 1991 vom Bundesrat verfolgte Strategie von Prävention, Therapie, Schadensverminderung und Repression hat in den Augen der Bevölkerung die offene Drogenszene zum Verschwinden gebracht, erklärte der Politologe vom Institut für Politikwissenschaft der Universität Bern im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA.

Die war wohl der Hauptgrund für den Erfolg der BetmG-Revision. Es handelte sich zudem um eine Vorlage der gemässigten Liberalisierung. Zu ihr konnten auch Leute Ja sagen, die eine weitergehende Drogenliberalisierung, wie sie die Hanfinitiative wünschte, ablehnen.

Der Misserfolg dieser Initiative, die im Parlament breite Sympathien genoss, ist schwer zu deuten. Möglicherweise habe Hanf- Konsum bei breiten Bevölkerungskreisen ein «Schmuddel-Image», mutmasst Bolliger.

Obschon Hanf meist unauffällig und im Verborgenen konsumiert wird, wird er in der Öffentlichkeit mit Unordnung in Verbindung gebracht. Ausserdem habe Hanf keine starke politische Lobby - sehr im Gegensatz etwa zum Alkohol. (sam/sda)

Erstellt: 30.11.2008, 16:51 Uhr


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