«Wir wollen mit dem Rücktritt etwas auslösen»
Interview: Tanja Kammermann. Aktualisiert am 22.12.2011 2 Kommentare
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An der Generalversammlung der FC Thun AG im November sollten Sie, Herr Strehl, sowie entweder Renatus Eltz oder Raoul Ruffiner in den Verwaltungsrat des FC Thun gewählt werden. Das lehnte der Präsident des FC Thun ab. Wieso?
Martin Strehl: Wir haben immer eng mit der FC Thun AG zusammengearbeitet und deshalb rasch gemerkt, dass der FC nicht glücklich war mit den herrschenden Strukturen. Wir von der Arena wollten dem FC mehr Mitsprache ermöglichen. Darum beschlossen wir die gegenseitige Einsitznahme in den Verwaltungsratssitzungen. Wir wollten eine möglichst grosse Transparenz. Aus der Ecke der Genossenschaft (die Genossenschaft Fussballstadion Thun-Süd ist Besitzerin der Arena Thun AG; die Redaktion) ist unser Plan jedoch nicht unterstützt worden.
Warum nicht?
Konkret wollte man den FC nicht in der Arena. Wir fühlten uns im Sandwich zwischen dem FC Thun und der Genossenschaft. Wir versuchten zu schlichten und zu versachlichen. Und unsere Energie wurde für Flügelkämpfe der beiden missbraucht. Darum verzichten wir auf die Wiederwahl.
Immer wieder wurden Sparmassnahmen angesprochen. Ging es auch ums Geld?
Geld ist immer im Spiel, im Sport ist das immer knapp. Auch dort gibt es andere Auffassungen. Wir wollten kräftig Gas geben, um gute Leute zu bekommen und um etwas zu bewegen. Aber wenn man die Flughöhe mal erreicht hat, braucht man nicht mehr so viel Kerosen. Wir waren immer unter Druck. die Kostenseite schlank zu halten und auf der Einnahmeseite noch mehr zu machen.
Wie geht es jetzt weiter?
Die Genossenschaft hat angetönt, ein Kandidatenteam am Start zu haben. Mehr weiss ich nicht und Namen sind nicht bekannt. Aber das Problem ist nicht gelöst und die unterschiedlichen Auffassungen über die Strukturen des FC und der Genossenschaft bleiben, wir konnten das Problem nicht lösen. Unter diesen Umständen wollten wir die Aufgabe nicht weiterführen. Wir wollen mit dem Rücktritt etwas auslösen. Vielleicht müssen der FC und die Genossenschaft nun beginnen zusammen zu reden.
Mit was für einem Gefühl treten Sie ab?
Es hat Spass gemacht die Arena aufzubauen, wir sind stolz und es gibt eine Stabilität; wir übergeben etwas, das funktioniert. Mir ging und geht es um die Sache, aber Fussball ist immer auch eine Profilierungsplattform. Es gibt keinen Skandal, es kommt einfach eine neue Phase. Es gab auch keine persönlichen Reibereien und es wurde kein Geschirr zerschlagen. Ich werde weiter gerne ins Stadion gehen. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 22.12.2011, 15:34 Uhr
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2 Kommentare
Das Ganze erinnert stark an die AFG-Arena in St. Gallen die Pleite ging, auch hier in Thun etwas gar viel "Player" dabei, dass man angeblich den FC Thun nicht wollte in der Arena muss ein Scherz sein, wer soll den sonst dort auftreten? Jeden Monat 1x Julio Iglesias oder das Berner Puppentheater ? Antworten

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