Wenn der Menzi Muck baden geht
Viel Glück für einen Oberländer Baggerunternehmer: Gestern Morgen um neun Uhr rutschte dessen Schreitbagger auf den mit Eis und Schlick bedeckten Steinblöcken am Ufer des Thunersees seitlich weg und wäre beinahe in den Fluten untergegangen.
Der Diemtigtaler Maschinist, der im Auftrag des Strasseninspektorates mit Bauarbeiten unter dem Strassentrassee in der Krattighalde betraut war, konnte seiner Menzi-Muck-Kabine mit trockenen Füssen entsteigen und blieb unverletzt. Auch die Gewässer des Thunersees blieben unversehrt, Öl lief durch den Zwischenfall keines aus.
Seepolizei sicherte die 14 Tonnen Maschine
Die herbeigerufene Seepolizei sicherte die 14 Tonnen schwere Maschine mit Seilzügen gegen das weitere Wegrutschen. Doch zur Bergung der Baumaschine bedurfte es dann des Einsatzes eines 50-Tonnen-Pneukrans – und eines erfahrenen Tauchers der Seepolizei Thunersee. Und auch Roland Wittwer war bald zur Stelle: Der Chefmechaniker der Winkler Baumaschinenservice AG in Uebeschi stellte sofort fest: «Das sieht nach Nachtarbeit aus.» Der Baggerführer will nämlich so rasch wie möglich die Arbeiten wieder weiterführen. Allerdings nicht, ohne vorher das Gestrüpp im Uferbereich grosszügig ausholzen zu lassen. Denn: «Diesem wollte ich eigentlich ausweichen. Dadurch geriet ich offenbar zu weit ins Wasser und auf die glitschigen Steine hinaus.» (Berner Oberländer)
Erstellt: 08.02.2012, 08:18 Uhr
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