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Wenn der Bundesrat mit dem König

Von Ueli Flück. Aktualisiert am 09.09.2010

Der Startschuss zum 18. Jungfrau-Marathon geben Bundesrat Ueli Maurer und Schwingerkönig Kilian Wenger gemeinsam ab. Entlang der Laufstrecke ist für musikalische Unterhaltung gesorgt. Und es gibt Überraschungen.

4500 werden in Interlaken loslaufen, wenn Ueli Maurer und
Kilian Wenger geschossen haben. (Bild: swiss-image)

Die Berner Sportler des Jahres

Am Freitagabend (19.45 Uhr) kürt der Regierungsrat im Kursaal Interlaken die Berner Sportlerin, den Berner Sportler und die Berner Nachwuchssportler 2009/10. Zudem ehrt er zwei Persönlichkieten aus dem Sport mit dem «Berner Sportbären». Die Veranstaltung ist öffentlich (freier Eintritt).

Seit 2007 würdigte der Regierungsrat die Medaillengewinner an Olympischen Spielen, Parolympics und Weltmeisterschaften, Junioren-Weltmeisterschaften, Europameisterschaften und Junioren-Europameisterschaften mit einem besonderen Anlass. Dieses Jahr im Rahmen des Jungfrau-Marathons in Interlaken. Rund 60 Sportlerinnen und Sportler standen in den vergangenen Monaten auf dem Podest eines solchen Anlasses. Aus ihnen werden erstmals die Berner Sportler des Jahres erkoren. Folgende sind nominiert:

Berner Sportlerin des Jahres: Simone Niggli-Luder (OL), Fränzi Mägert-Kohli (Snowboard), Christine Schaffner-Räber (Mountainbike-OL).

Berner Sportler des Jahres: Fabian Cancellara (Rad), Christoph Kunz (Ski alpin), Mike Schmid (Ski Cross).

Berner Nachwuchssportlerin/-sportler: Sepp Gerber (Ski alpin), Linda Fahrni/Maja Siegenthaler (Segeln), Sarina Jenzer (OL).

Im Anschluss an die Ehrung findet ein Apéro statt, an dem die Gelegenheit besteht, mit verschiedenen illustren Gästen – unter ihnen Schwingerkönig Kilian Wenger und Fussballtrainer Hanspeter Latour – in Kontakt zu treten.

Ballonfahrt zu gewinnen

Der «Berner Oberländer» ist auch am 18. Jungfrau-Marathon als Medienpartner dabei. Am Freitagnachmittag lädt er am BO-Stand im Start-/Zielbereich zu einem Ballonwettbewerb ein. Zu gewinnen sind unter anderem eine Fahrt für drei Personen in einem Heissluftballon, ein Paar Runningschuhe und verschiedene Fahrkarten auf die umliegenden Berge.

Am Samstag werden gratis «Berner Oberländer» – mit Berichten, Fotos und Resultaten der Freitagrennen – verteilt. Bei der Startnummernausgabe, im VIP-Bereich, im Startbereich sowie in Lauterbrunnen und Wengen. Zudem gibt es BO-Traubenzucker, damit auch die Zuschauer den Marathon durchstehen. In der Montagausgabe berichtet der «Berner Oberländer» ausführlich in Wort und Bild über den 18. Jungfrau-Marathon. Die Rangliste wird die Namen und Zeiten der Besten und aller Berner Oberländer Finisher umfassen.

Pheidippides war der erste. Der erste Marathonläufer. Er lief nach der Schlacht von Marathon nach Athen, verkündete den Sieg der Athener über die Perser und sank erschöpft tot zu Boden. Das war 490 vor Christus, also vor 2500 Jahren. Wird das Jubiläum am Jungfrau-Marathon gefeiert? «Wir haben Überraschungen für alle Teilnehmer auf Lager», verrät OK-Präsident Christopf Seiler, «das Jubiläum wird auf jeden Fall sichtbar sein».

Am Samstagmorgen punkt 9 Uhr werden Bundesrat Ueli Maurer und Schwingerkönig Kilian Wenger schiessen. Nicht gegeneinander, sondern miteinander. In die Luft. Dann werden sich rund 9000 Beine mit Ziel Kleine Scheidegg in Bewegung setzen. Die Namen der Läuferinnen und Läufer sind auf den Startnummern aufgedruckt. Und doch verraten die Nummer einiges. So trägt Ueli Steck die Nummer 3970. Genau so viele Meter hoch ist der Eiger. Der André Reithebuch hat die Nummer 2009. Denn 2009 war er Mister Schweiz.

Die Rahmenprogramme

Das Rahmenprogramm in Interlaken findet im Kursaal statt, wo man auch die Marathon-Expo besuchen kann. Auf Freitagabend (18 bis 23 Uhr) ist die traditionelle Pasta-Party angesagt, mit der Vorstellung der Spitzenläufer, mit Filmen und Impressionen früherer Jungfrau-Marathons sowie der Ehrung der Berner Sportler des Jahres (siehe Kasten). Am Samstag um 17 Uhr laden fünf Guggenmusiken zu einem Monsterkonzert ein, und es wird zum Südtiroler Abend (Südtirol = erste Gastregion am Jungfrau-Marathon) gestartet, mit Siegerehrungen und Videos vom Renntag. 20.30 Uhr: Südtiroler Party im «Spycher».

Lauterbrunnen/Gsteigwiler

Lauterbrunnen gibt am Freitag (18.30 Uhr) eine Pasta-Party im Festzelt im Eyelti. Um 20.30 Uhr ist Sportlergottesdienst mit dem Schülerchor des Gymers Interlaken und Pfarrer Peter Eichenberger. Am Samstag laden die Lauterbrunner ab 19 Uhr zum Marathonfestival mit dem Original-Voralpen-Express ein.

Auch Gsteigwiler hat ein Festzelt aufgestellt. Auch da gibt es am Freitag (ab 18 Uhr) Pasta und ein Volksfest. Am Samstag ist die Festwirtschaft nicht nur während des Rennens, sondern openend, geöffnet.

Entlang der Laufstrecke

Die vielen gutgelaunten Zuschauer sorgen entlang der Laufstrecke jeweils für eine tolle Stimmung. Und die Marathönler werden musikalisch begleitet. Trychler stehen am Unterseen Corner am Westbahnhof, in Bönigen und Gsteigwiler im Einsatz. Guggenmusiken in Zweilütschinen, Lauterbrunnen, Wengen, auf der Allmend und der Wengernalp. in Wilderswil spielen die Musikgesellschaft und die Mattendrummers auf. In Gsteigwiler Handörgeler und die Steelband Pandoleros. Eine Steelband – Amis de la Caserole – verhilft den Athleten beim Trümmelbach zu schnellen Beinen. Auf der Strecke Ey –Wengwald feuern Glöckner (20 Schulkinder) die Läufer an und im Wixi (Haaregg) 20 Fahnenschwinger und Alphornbläser. Auf der Moräne schliesslich empfängt Dudelsackpfeifer Seppli Rast – als Nachfolger des verstorbenen Roman Käslin – die Läuferinnen und Läufer.

1500 Helfer

Das 33-köpfige ehrenamtlich tätige Organisationskomitee des Jungfrau-Marathon mit Christoph Seiler an der Spitze wird von 1500 freiwilligen Helferinnen und Helfern unterstützt. Sie werden auch in diesem Jahr für einen reibungslosen Ablauf des Events sorgen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 09.09.2010, 09:01 Uhr

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