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Tourismus dient (fast) allen

Von Rösi Reichen. Aktualisiert am 26.06.2010 1 Kommentar

Die Wertschöpfung aus dem Tourismus ist gross, auch in Aeschi. Stefan Grütter hat die Thematik untersucht und kommt zum Schluss: In der Hochsaison und bei besonderen Anlässen mangelt es in Aeschi an Unterkünften.

Stefan Grütter von Aeschi Tourismus vermietet auch Bikes. (Bild: Rösi Reichen)

Stefan Grütter, Geschäftsführer von Aeschi Tourismus, hat in einer Umfrage im April bei allen touristischen Betrieben herausgefunden, dass 92 Personen in Vollzeit- und 139 in Teilzeitanstellung oder als Aushilfen im Tourismussektor tätig sind. Weiter bietet der Sektor 13 Ausbildungsplätze. Aeschi ist derzeit keiner Destination angeschlossen und wirbt selbstständig um Gäste. Für das Oberland beträgt die Bruttowertschöpfung aus dem Tourismus 1,82 Milliarden Franken, was 26,6 Prozent des hiesigen Bruttoinlandprodukts (BIP) darstellt. Das beliebteste Ferienziel der Schweizer Bevölkerung ist die Schweiz, wobei das Oberland an dritter Stelle liegt. Am beliebtesten sind Winterferien, Verwandten- und Bekanntenbesuche und Sommer- und Herbstferien in den Bergen.

20,4 Millionen Umsatz

Ausser den 244 direkt und indirekt im Tourismussektor Beschäftigten in Aeschi schafft der Sektor zahlreiche weitere Arbeitsplätze für Zulieferer und Gewerbebetriebe, die vom Tourismus profitieren. Massgebend beim direkt erwirtschafteten Tourismusanteil sind die Ausgaben der Übernachtungs- und Tagesgäste im Ort. Für Tagesgäste wird laut einer Studie über den Tourismus im Kanton Bern mit Ausgaben von Fr. 52.50 und für Gäste mit Übernachtung mit 102 Franken pro Tag gerechnet. Das ergibt hochgerechnet auf die Gästezahlen direkte Einnahmen von 10,8 Millionen Franken pro Jahr und einen errechneten indirekten Umsatz von 9,6 Millionen Franken, von dem primär der Detailhandel (Bäckereien, Metzgereien usw.) und das Baugewerbe profitieren. Dieses profitiert dadurch, dass es bei Aufträgen in Restaurants, Hotels und Ferienwohnungen zum Zuge kommt. Total ergibt sich daraus ein touristischer Umsatz von jährlich 20,4 Millionen Franken für die Gemeinde Aeschi.

Im Tourismusbüro wird geworben, der Ferienort vermarktet, Unterkünfte werden vermittelt, Gäste betreut, Infos und Prospekte gedruckt und touristische Angebote ausgearbeitet. Die Website wird aktualisiert und das Kurtaxenwesen betreut. Zudem koordiniert das Tourismusbüro Vereinsanlässe, übernimmt Vorverkäufe und organisiert und veranstaltet kulturelle sowie sportliche Anlässe. So findet am Wochenende vom 26. und 27.Juni in Aeschi zum Beispiel die zweite Auflage der Wandernacht statt.

«Aeschi bietet viel»

«Aeschi spricht als Ferienort Gäste an, die Ruhe und Erholung in intakter Natur suchen. Alle Altersgruppen finden Entspannung und auch aktive Erholung. Es ist zentral gelegen und ideal als Ausgangspunkt für Ausflüge im ganzen Berner Oberland», wirbt Stefan Grütter in der Studie.

«Klar, tut uns der Wegfall der Kurtaxen des früheren Hotels Friedegg mit gut 80 Betten weh», räumt er ein. Aber er baut mit den Steinen, die er zur Verfügung hat. «In Spitzenzeiten, im Juli und August, an Feiertagen, Pfingsten und Ostern fehlen uns Betten», sagt er und wünscht sich noch einige grössere Ferienwohnungen mit mehr als vier Betten, um auch (grössere) Familien unterzubringen. (Berner Oberländer)

Erstellt: 26.06.2010, 10:42 Uhr

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1 Kommentar

Jens Hartenfels

28.06.2010, 11:38 Uhr
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Aeschi war für unsere Familie schon mehrfach ein lohnenswertes Ziel für Sommer- oder Herbstferien. Da unsere Familie aber mittlerweile fünf Köpfe zählt, fällt es schwer, eine ausreichend große Ferienwohnung zu finden! Insofern ist die Erkenntnis dieses Mankos absolut positiv! Wir würden sehr gerne wiederkommen! Antworten



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