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Teil des Hotels Schönegg droht abzurutschen

Ein Teil des Fundaments des Adelbodner Hotels Schönegg stürzte auf die Schmittengrabenstrasse ab. Die Lohnerbar wurde geschlossen, die Strasse gesperrt. Noch ist unklar, ob ein Teil des Gebäudes abgerissen werden muss.

Ein grosses Stück des Fundaments ist weg: Hier auf der «Schönegg»-Nordseite rutschte der Grund weg. Genau darüber liegt die Lohnerbar.

Fritz Inniger

Das Adelbodner Hotel Schönegg vom Schmittengraben her gesehen, in den ein Teil des Fundaments abrutschte. Die Schlammbahn zeugt vom Niedergang der «bis zu 100 Tonnen» Material.

Das Adelbodner Hotel Schönegg vom Schmittengraben her gesehen, in den ein Teil des Fundaments abrutschte. Die Schlammbahn zeugt vom Niedergang der «bis zu 100 Tonnen» Material. (Bild: Fritz Inniger)

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Auf dem riesigen Plakat an der Südfassade des Hotels Schönegg ist zu lesen: «Adelboden bewegt sich.» Das tut nicht nur der Tourismusort, sondern auch das Gebäude, an dem die Botschaft aufgehängt wurde. Fritz Inniger, Leser dieser Zeitung aus dem Strubeldorf, hat mit seiner Kamera eindrückliche Bilder eingefangen. Sie zeigen, wie die Natur das baufällige «Schönegg» ins Rutschen brachte – und nun die Eigentümer und Behörden in Atem hält. Die bekannte Lohnerbar im 1906 erstellten, alten Hotelteil ist dem Abgrund bedrohlich nah.

Laut dem Adelbodner Bauverwalter Markus Inniger passierte bereits in der Nacht auf Donnerstag, was erst jetzt publik geworden ist: Teile des Fundaments lösten sich und rutschten rund 50 Meter weit in den Schmittengraben hinunter. «Die Hälfte des Fundaments ist weg – das sind geschätzte 50 bis 100 Tonnen Material. Nicht beeinträchtigt ist der Betontrakt des Hotels», sagte Inniger gestern. «Die Strasse wurde gesperrt und die Lohnerbar aus Sicherheitsgründen sofort geschlossen.» Das wird sie bis auf weiteres auch bleiben, wie Thomas Burn auf Anfrage bestätigte. «In diesem Teil haben wir die Werkleitungen abgehängt», sagte der Verwaltungsrat der Hotel Schönegg AG. An der Aktiengesellschaft sind die Burn&Künzi AG, die Künzi+Knutti AG, die W.Spiess AG und Gottlieb Hari als langjähriger Pächter beteiligt.

Teilabbruch nötig?

Am Freitag erfolgte eine Lagebesprechung vor Ort. «Laut einem beigezogenen Geologen sollte die Einsturzgefahr gebannt sein, wenn es im Bereich der Abrissstelle trocken ist», erklärte Burn. Klar ist, dass Wasser das plötzliche Abrutschen des Fundaments verursacht hat. «Es kann Schmelzwasser, aber auch der starke Regen, der Tage zuvor gefallen war, sein.» Als Sofortmassnahme wird jetzt versucht, das Wasser abzuleiten –, «es aus dem Gebäude rauszunehmen», wie Burn sagt. Ergänzend lässt die Eigentümerin den Bereich unterhalb der Abrissstelle abdecken. In rund zwei Wochen soll der Bericht des Geologen Antworten auf die Fragen nach den definitiven Sicherungsmassnahmen liefern. «Ob eventuell ein Teilabbruch nötig wird, ist offen», so Thomas Burn.

Da ein zweiter Fundamentblock lose sei, glaubt Leser Fritz Inniger derweil, dass die Gefahr bestehe, dass der nördliche Teil des Gebäudes in den Schmittengraben abrutschen könnte. Auch weiss er, dass im Gebiet schon vor Jahren eine Hangsicherung gemacht werden musste.

Strasse bleibt länger zu

Wegen der abgestürzten Fundamentblöcken, die sich nun hoch auf der Schmittengrabenstrasse türmen, bleibt dieser Durchgang «wohl drei bis vier Wochen gesperrt», schätzte Bauverwalter Inniger. Miteigentümer Thomas Burn schloss nicht aus, dass die kleine Strasse wegen der anstehenden Arbeiten gar noch länger geschlossen bleiben könnte.

Ganz anders der Betrieb im jüngeren Betontrakt des Hotels Schönegg. «Nach Rücksprache mit dem Regierungsstatthalter bleibt die Disco Walhalla, die immer freitags uns samstags offen ist, in Betrieb.» Bauverwalter Inniger ergänzte dazu: «Die Bauherrschaft hat den klaren Auftrag, diesen vorderen Gebäudeteil zu überwachen, damit die Sicherheit gewährleistet ist.» Wie Burn ergänzte, sei für diesen Bereich derzeit ein Gesuch hängig. Mit dem Ziel: Umnutzung in einen Gastro-Tagesbetrieb.

Und das 35-Mio.-Projekt?

Wo das marode «Schönegg» auf mehr oder weniger solidem Fundament steht, soll Grosses entstehen: Die AG plant für 35 Millionen Franken ein Dienstleistungszentrum mit Kongresssaal, Verkaufsladen, Hotel/Jugendherberge und Personalwohnungen in einem 40-Meter-Turm (wir berichteten). Thomas Burn: «Wir hoffen, das Projekt schon bald in der Mitwirkung öffentlich auflegen zu können.» Wie hiess es doch: «Adelboden bewegt sich.» (Berner Oberländer)

Erstellt: 30.03.2010, 10:05 Uhr

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2 Kommentare

Melanie Sander

30.03.2010, 22:35 Uhr
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Möchte nur nebenbei bemerken das Herr Gottlieb Hari langjähriger Besitzer der Lohnerbar war,und nicht langjähriger Pächter.Er ist seit dem Verkauf an die Schönegg AG nur noch Pächter.Wünsche Gottlieb Hari alles Gute.Hoffentlich wendet sich alles zum Guten. Antworten


Ruedi Zwyssig

30.03.2010, 11:47 Uhr
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Hou, so schad! :-((( Adelbodens Hot Spot Nr. 1 für gepflegten Ausgang verschwindet! Kopf hoch, Gödi! Kommt schon guet! Immerhin kann ich noch in die Walhalla zum Abshaken. Antworten



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