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Sturmwind wirft Masten und Bäume um

Aktualisiert am 29.04.2012

Ein heftiger Föhnsturm hat am Samstag und in der Nacht auf Sonntag im Berner Oberland Hausdächer abgedeckt und Bäume auf Häuser, Strassen und Bahnschienen geworfen. Vielerorts fiel der Strom aus. Verletzt wurde niemand.

In Adelboden stu?rzte bei der Bushaltestelle Heinrichsegen oberhalb des Dorfes eine Tanne um.

In Adelboden stu?rzte bei der Bushaltestelle Heinrichsegen oberhalb des Dorfes eine Tanne um.
Bild: Corina Kobi

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Bei der Berner Kantonspolizei gingen bis Sonntagmorgen knapp 60 Meldungen über Probleme im Zusammenhang mit dem Sturm ein. Ausrücken mussten die Feuerwehren vor allem im Simmen, im Kander- sowie im Haslital. Die meisten Meldungen betrafen umgestürzte Bäume, die Strassen blockierten.

So musste laut einer Mitteilung der Kantonspolizei die Hauptstrasse zwischen Zweisimmen und Saanen vorübergehend gesperrt werden. Bäume stürzten unter anderem in Adelboden und Lenk auf Häuser. In Gsteig bei Gstaad wurde ein Holzunterstand auf ein Fahrzeug geweht.

Am späteren Nachmittag sagte eine Sprecherin der Kantonspolizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda, bis etwa 16 Uhr sei die Zahl der Meldungen um etwa 10 auf 70 angestiegen. Der Grossteil der Meldungen ging also in der Nacht ein. Auch am Nachmittag lagen der Polizei keine Angaben über Verletzte vor.

Mürren und Wengen vom Unterland abgeschnitten

Weil der Sturm in der Nacht die Stromversorgung verschiedener Bahnen beschädigt hatte, konnten die Jungfraubahnen am Sonntagmorgen auf mehreren ihrer Strecken gar nicht erst den Betrieb aufnehmen.

Das gilt beispielsweise für die Abschnitte Interlaken-Ost - Lauterbrunnen und Interlaken-Ost - Grindelwald der zum Unternehmen gehörenden Berner Oberland-Bahnen. Keine Züge verkehrten auch zwischen Lauterbrunnen und Wengen und zwischen Lauterbrunnen und Mürren. Beide Dörfer waren am Sonntagmorgen vom Tal her nicht erreichbar. Mürren konnte im Verlaufe des Vormittags via Schilthornbahn wieder erreicht werden, die Züge von Lauterbrunnen nach Wengen nahmen im Verlauf des Nachmittags wieder einen eingeschränkten Betrieb auf.

Die Züge zwischen Interlaken-Ost und Lauterbrunnen verkehrten ab 17.30 Uhr wieder fahrplanmässig, die Strecke zwischen Zweilütschinen und Grindelwald blieb laut einer Mitteilung der Jungfraubahn vom Nachmittag den ganzen Tag geschlossen. Auf beiden Strecken setzten die Jungfraubahnen Ersatzbusse ein. Die Züge von Wengen und Grindelwald hinauf zur Kleinen Scheidegg und weiter zum Jungfraujoch fuhren auch am späteren Nachmittag noch nicht, was auch für die Niesenbahn gilt. In Betrieb stand hingegen die Harderbahn.

In ganz Grindelwald zeitweise kein Strom

Der heftige Wind sorgte auch bei den Leuten des bernischen Energiekonzerns BKW und seinen lokalen Partnern für viel Arbeit. Schon am Samstag fiel in Grindelwald der Strom aus und am frühen Sonntagmorgen war dort laut einer Mitteilung der BKW überall die Versorgung unterbrochen. 5300 Kunden waren betroffen.

Keine Elektrizität zur Verfügung hatten am frühen Sonntagmorgen auch Haushalte in den Gebieten Zweisimmen, Wilderswil und Blausee- Mitholz. Bis zum früheren Sonntagnachmittag hatten die BKW-Fachleute die Stromversorgung aber fast überall wiederhergestellt.

Böen von bis zu 146,2 km/h in Meiringen

Laut dem Wetterdienst meteonews sank die Temperatur in Meiringen in der Nacht zum Sonntag nicht unter 22,6 Grad und der Föhn tobte dort mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 146,2 Stundenkilometern. Bis zu 168,5 km/h erreichten die Böen auf dem Jungfraujoch, 163,4 km/h wurden auf dem Männlichen gemessen.

In Adelboden brauste der Wind mit bis zu 130,3 km/h durchs Tal und in Interlaken erreichten die Windspitzen immerhin noch Tempo 79,2. (jzu/sda)

Erstellt: 29.04.2012, 18:30 Uhr

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