«Strämu»-Winterdach: Noch fehlen 800 Unterschriften
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Das Thuner Strandbad liegt im tiefen Winterschlaf – und wird trotzdem mitten in der kalten Jahreszeit zum Thema. Vor etwas mehr als einem halben Jahr hat der Verein Winterdach nämlich seine Volksinitiative für ein Winterdach im «Strämu» lanciert – Zeit für eine Zwischenbilanz. «Wir haben bis jetzt mit 804 Unterschriften rund die Hälfte der benötigten Anzahl gesammelt», sagt Vereinspräsident Roland Schwerzmann auf Anfrage. Die bisher gesammelten Signaturen sind noch nicht verifiziert. Genau ein Jahr – also bis am 22.Juni 2012 – hat der Verein Zeit, die 1600 Unterschriften zusammenzubekommen, die in Thun für eine Volksinitiative notwendig sind.
Roland Schwerzmann stellt für den Samstag, 17.März, einen Sammeltag in Aussicht – mit einem von Vereinsmitgliedern betreuten Stand im Bälliz. «Wir sollten an diesem Tag die restlichen 800 Unterschriften beisammenhaben», zeigt sich der Vereinspräsident zuversichtlich. Bis zum Initiativschluss sollen danach nochmals weitere 200 bis 300 Signaturen gesammelt werden. So will der Verein Winterdach verhindern, dass die Initiative aufgrund einiger ungültiger Unterschriften allenfalls kurz vor dem Ziel doch noch scheitert.
Dach von Oktober bis April
Das Projekt des Vereins Winterdach sieht eine mobile Traglufthalle über dem 50-Meter-Becken im Strandbad vor (wir berichteten). So soll das aus Sicht des Vereins in Thun ungenügende Winterangebot für die rund 20 Wassersportvereine sowie auch für die Schulen verbessert werden. Klar ist, dass das Dach frühestens in zwei Jahren installiert werden könnte, weil zunächst im Strandbad ausserhalb der Badesaison jeweils grössere Sanierungsarbeiten anstehen, die einen Betrieb der Traglufthalle verunmöglichen.
Den Initianten schwebt vor, dass das Dach jeweils nach Abschluss der Badesaison im Oktober installiert wird und bis April stehen bleibt. Einzelne Bahnen im Becken könnten für Trainings, Schullektionen, Individualsportler oder kommerzielle Kurse gemietet werden. Vorgesehen ist zudem, dass zu bestimmten Zeiten auch die breite Öffentlichkeit vom Angebot profitieren könnte. Für Heizung, Duschen, WCs und Garderoben sind mobile Container vorgesehen.
Investitionen: 1,75 Millionen
Der Verein Winterdach rechnet mit Investitionskosten von 1,75 Millionen Franken, einem Betriebs- und Personalaufwand von 310'000 Franken und Einnahmen von 320'000 Franken pro Saison – wobei die Abgeltung der Stadt für das Schulschwimmen mit eingerechnet ist. Zwar soll ein Teil der Kosten über einen Sport-Toto-Beitrag, Gönner und Eigenleistungen der Wassersportler finanziert werden. Den grössten Teil müsste jedoch die Stadt beisteuern.
Noch ist unklar, ob die Initiative zustande kommt. Doch die Mitglieder des Vereins Winterdach hoffen, dass das Thuner Strandbad dank dem Volksbegehren in Zukunft dauerhaft zum Thema in der kalten Jahreszeit wird – zumindest für begeisterte Schwimmerinnen und Wassersportler. (Thuner Tagblatt)
Erstellt: 08.02.2012, 08:21 Uhr
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