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Sportferien locken auf nahe Pisten

Von Markus Kestenholz. Aktualisiert am 24.02.2012 1 Kommentar

Die Skilifte in der Region Thun geniessen hohen Andrang. Ein Rundgang zeigt, dass die Bedingungen in der Sportwoche exzellent sind.

Der Schlepplift im Schneechutzli Kinderland des Snowpark im Eriz, im Hintergrund die sieben Hengste. Obwohl die ersten Leute am späten Nachmittag schon gegangen sind, herrscht immer noch Hochbetrieb bei bestem Wetter. Im Hintergrund ist der voll besetzte Tellerlift zu sehen.

Der Schlepplift im Schneechutzli Kinderland des Snowpark im Eriz, im Hintergrund die sieben Hengste. Obwohl die ersten Leute am späten Nachmittag schon gegangen sind, herrscht immer noch Hochbetrieb bei bestem Wetter. Im Hintergrund ist der voll besetzte Tellerlift zu sehen.
Bild: Markus Hubacher

«Letztes Jahr hatten wir ein bisschen mehr Schnee auf den Pisten in der Sportwoche, aber so einen Tag wie heute gibts nur selten.» Roland Kropf, Pisten- und Rettungschef des Snowpark Eriz lässt den Blick über die Mengen von Skifahrern und Snowboardern beim Tellerliskilift Schwändli schweifen. «Die Bedingungen heute sind bombastisch. Wir setzen natürlich mehrheitlich auf den Tagestourismus in den kleineren Gebieten, da sind ein paar Tage mit solchen Bedingungen Gold wert.»

Ähnlich klingt es bei den anderen Skiliften in der Region Thun. Das Wetter in den Sportferien war grandios, und der Schnee solide und in genügenden Mengen vorhanden. Ueli Wyss, der am Skilift Homberg (975 Meter über Meer) den Schneesportbegeisterten die Bügel reicht, führt aus: «Wir waren nicht sicher, ob wir überhaupt einen durchgehenden Betrieb garantieren können. Jetzt sind wir positiv überrascht: Die Bedingungen sind ideal, und die Besucher finden nur lobende Worte für die Pisten.» Vor allem das Abendfahren bringe dieses Jahr wieder viele Skifans in die Kälte hinaus.

Beim nächsten Augenschein in Goldiwil, wo der örtliche Skiclub mit einem kleinen Teil des Budgets im Wald auf 1100 Metern über Meer einen Kinderschlepplift betreibt, trifft man drei Mitglieder des Clubs beim Überwachen der Anlage. Hanseter Oesch erzählt: «Wir haben zum ersten Mal während der ganzen Sportwoche Betrieb, und es bewährt sich. Die kleine Piste auf der Waldlichtung ist ideal für Lernende. Mit den Kindern ab 8 Jahren geht der Club natürlich auf grössere Pisten zum Üben.»

Fronarbeit zahlt sich aus

Im Gespräch neben dem Kinderlift fällt das Wort wieder, das man öfters hört, wenn es um die kleineren Skilifte der Region geht: Fronarbeit. Ohne die Beteiligung von Freiwilligen, die aus Skiclubs oder für Gemeinden die Anlagen und Pisten betreuen und auch für Sicherheit sorgen, geht die Rechnung anscheinend nicht wirklich auf. Auch bei der nächsten Station, dem Skilift Heiligenschwendi, wird offenbar, dass der Betrieb oft nicht all zu profitabel sein kann. Skiliftwart Martin Kämpf, der die Anlage sowohl im Winter als auch durch den Sommer betreut und instand hält, freut sich, dass es überhaupt noch so brillante Tage gibt. Die Anlage habe über Weihnachten und Neujahr noch nicht wirklich betrieben werden können. «Erst seit dem 28.Januar läuft die Anlage richtig. Für uns ist das aber kein Weltuntergang – wenn der Lift 20 Tage oder mehr richtig läuft, kommen wir schon in die schwarzen Zahlen.» Generell reiche das auch jedes Jahr, auch wenn viel ehrenamtlich gemacht werden müsse.

Geheimtipp mit Aussicht

Die Bügelskilifte Schwanden und Sigriswi-Wilerallmil sind auch in vollem Betrieb. Die Lifte gehören zwar nominell nicht zusammen, die Pisten und Tickets erlauben jedoch einen gegenseitigen Wechsel. An beiden Liften stehen die Wintersportler Schlange, während sich andere ganz in der Nähe an Tischen und Bänken draussen eine Pause gönnen; das Personal findet dadurch kaum Zeit, mit Nichtsportlern zu sprechen. Die Wilerallmi ist mit 1200 Metern über Meer einer der höchsten Skilifte der Region, die Piste jedoch befindet sich im Gegensatz zu den anderen an einem deutlich sonnigen Hang. Dort ist der einzige Ort, an dem der Schnee, gerade auf der Zufahrt zur Talstation, stellenweise etwas dünn wirkt. Vroni Kämpf, Kassierin am Skilift Wilerallmi, findet das überhaupt nicht gravierend. «Seit Dezember ist der Lift in Betrieb, aber den wirklichen Andrang haben wir erst im Verlauf des Januars bemerken können. Der Schnee reicht sogar für die Talabfahrt bis Sigriswil, und die Aussicht ist einfach atemberaubend.»

(Thuner Tagblatt)

Erstellt: 24.02.2012, 08:59 Uhr

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1 Kommentar

Alexa Gauchat

25.02.2012, 18:54 Uhr
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Wir haben die vergangene Woche an den Skiliften Eriz, Schwanden und Goldiwil verbracht. Einfach genial, was diese Leute leisten!!!
Für einen Fünfliber pro Kind haben wir stundenlangen Spass und begeisterte Kids im Goldiwil. Herzlichen Dank an all die Helfer!!!
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