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Spitalstandort sorgt für grosse Besorgnis
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1040 Unterschriften
Der Saaner Gemeindepräsident Aldo Kropf empfing gestern die Urheber der Saaner Gemeinde-Initiative für einen Spitalneubau in Zweisimmen – es sind dies Hanspeter Grundisch, Fritz Würsten, Peter Matti und Urs Schwenter. Kropf nahm die Unterlagen zum Spital-Volksbegehren entgegen. Innert 20 Tagen kamen 1040 Unterschriften – rund ein Viertel der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Saanen – zusammen, teilen die Initianten mit. Vor dem Wochenende waren es noch 621 gewesen (siehe Samstagausgabe). Die Forderung des Initiativtextes lautet: «Die Gemeinde stellt der Spital STS AG im Saanenland kein eingezontes und erschlossenes Bauland für einen Spitalneubau zur Verfügung. Stattdessen setzen sich Gemeinderat und Bevölkerung aktiv für einen Spitalneubau in Zweisimmen ein.»
Die Initianten und die Unterzeichnenden «erwarten vom Gemeinderat von Saanen, dass dieser dieses eindrückliche Resultat und die für die Zusammentragung benötigte kurze Zeit respektiert und seine weiteren Massnahmen in Sachen Spitalplanung unter Einbezug dieses Volksbegehrens angeht».
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Einmal mehr meldet sich der Verwaltungsrat der Spital Simmental-Thun-Saanenland (STS) AG zu den nicht enden wollenden Diskussionen um den Spitalstandort im Obersimmental/Saanenland. Er nehme diese «mit Interesse, aber auch mit wachsender Besorgnis zur Kenntnis», schreibt er in einer von Verwaltungsratspräsident Hans Peter Schüpbach unterzeichneten Medienmitteilung. «Ohne materiell auf die lokalpolitische Auseinandersetzung einzutreten», ruft er zum wiederholten Mal die Fakten in Erinnerung, die ihn zum Entscheid «Planung Spitalstandort Saanenmöser» geführt haben (siehe Kasten).
Die Konsequenz daraus ist weiterhin klar: Dem Verwaltungsrat bleibt neben dem Neubau an zentraler Lage auf der Saanenmöser lediglich die Alternative, zwei Gesundheitszentren einzurichten. Wie diese genau ausgestaltet werden, ist laut Schüpbach noch festzulegen. Dieses Szenario «ergibt sich auf Grund der gesetzlichen Grundlagen, der massgeblichen kantonalen Planung und der ökonomischen Rahmenbedingungen.
Und der Regierungsrat?
Der Verwaltungsrat darf und kann keine regionalpolitisch motivierten Entscheide fällen, für diese ist die gewählte kantonale Exekutive zuständig», schreibt die Spital STS AG weiter. Der Verwaltungsrat ist deshalb gespannt, welche Schlüsse der Regierungsrat, von dem kürzlich eine Dreierdelegation im Obersimmental vertreten war, aus den laufenden Gesprächen ziehen wird.
Erklärungsbedarf nimmt zu
Hinzu kommt: Der Verwaltungsrat sieht sich einem zunehmenden Erklärungsbedarf für Fragen aus dem übrigen Versorgungsgebiet der STS AG ausgesetzt – namentlich aus der Agglomeration Thun mit rund 85 Prozent der Gesamtleistung der STS AG. Dazu Hans Peter Schüpbach: «Diese Fragen gehen dahin, dass immer weniger Verständnis für die offenbar unüberwindbaren lokalpolitischen Differenzen in der Re-gion Obersimmental-Saanenland vorhanden ist und auch dafür, dass weiterhin mehrere Millionen Franken jährliches Betriebsdefizit aus dieser Region übernommen wird, anstatt mit diesem Geld langfristig wesentlich nachhaltigere Investitionen an anderen Standorten zu tätigen.» (Berner Oberländer)
Erstellt: 17.03.2010, 11:29 Uhr


