Sol Romero: «Ich will vom Bett aus Berge sehen»

Zieht Bond-Regisseur Martin Campbell ins Berner Oberland? Seine Frau, die Bernerin Sol Romero, verrät im Interview: «Wir haben Land an der Lenk gekauft.» Sie möchte, dass ihre Tochter dereinst in der Schweiz zur Schule geht.

Halb Bernerin, halb Mexikanerin: «Sol» Romero lebt in Malibu, vermisst aber die Schweiz «sehr».

Halb Bernerin, halb Mexikanerin: «Sol» Romero lebt in Malibu, vermisst aber die Schweiz «sehr». (Bild: zvg)

Zur Person

Solveig «Sol» Romero Campbell (25) ist die Tochter einer Bernerin und eines Mexikaners. Sie absolvierte eine Schauspielausbildung an der Royal Academy of Dramatic Arts in London. Auf dem Set von «The Legend of Zorro» lernte sie Martin Campbell (65, «GoldenEye», «Vertical Limits») kennen. 2006 heirateten sie in Lausanne. Sie leben mit Tochter Elina (1) in Malibu.

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Sol Romero, wie sehen Ihre Tage in Malibu aus?

Wie die jeder normalen Mama. Heute Morgen habe ich meine Tochter Elina geweckt, angezogen und mit ihr gefrühstückt. Später werde ich mich aber noch herausputzen müssen. Martin und ich sind an eine Premiere eines kleinen Filmes eingeladen.

Verträgt sich die Mutterrolle mit der Schauspielerei?

Ja, ich arbeite wieder ein wenig. Letztes Jahr hatte ich eine kleinere Rolle in «Edge of Darkness» mit Mel Gibson, bei dem mein Mann Regie führte. Ich spiele darin eine Krankenschwester.

Wie war es, mit Mel Gibson zu drehen?

Es war spannend, aber manchmal auch schwierig, weil er mich ständig zum Lachen brachte. Als wir erstmals eine Szene übten, konnte mein Mann nur mein Gesicht sehen. Da riss Mel die ganze Zeit Grimassen. Ich konnte unmöglich ernst bleiben, was meinen Mann aber ärgerte. Wir sollen aufhören mit dem Blödsinn und ich solle mich konzentrieren, rief er mir zu, aber ich konnte ja nichts dafür.

War es schwierig für Sie, mit Ihrem Mann zu arbeiten?

Ich war ziemlich nervös. Viele Leute denken, dass es einfacher ist, weil wir einander ja sehr gut kennen. Aber mir schien, dass Martin noch viel strenger zu mir war als zu den anderen Schauspielern – vielleicht, um nicht in den Verdacht zu geraten, er würde mich bevorzugen.

Haben Sie schon eine neue Rolle in Aussicht?

Mein Mann plant gerade einen neuen Film, dafür war ich nun am Casting. Diesmal möchte ich aber eine grössere Rolle spielen.

Sie haben sich vor einiger Zeit für eine Loft-Wohnung in der Berner Matte interessiert. Warum wurde am Ende nichts daraus?

Wir haben uns dagegen entschieden, weil ein Loft für eine Familie mit Kind – und vielleicht einmal mit Hund – nicht ideal ist. Der Standort direkt an der Aare gefiel uns aber sehr.

Nun planen Sie ein Chalet an der Lenk.

Ja, wir haben an der Lenk Land gekauft. Dort lebt meine Mutter, zu der ich innigen Kontakt pflege. Nun überlegen wir, wie das Chalet aussehen soll. Ich wünsche mir ein Panoramafenster im Schlafzimmer, ich will vom Bett aus die Berge sehen – ich liebe die Alpen! Mein Mann ist ein Fan von Swimmingpools, also müsste es wahrscheinlich auch ein Schwimmbad haben.

Wollen Sie in dem Haus dereinst nur die Skiferien verbringen? Oder ziehen Sie in Betracht, einmal sogar in die Schweiz zu ziehen?

Vorerst wäre es wohl ein Ferienhaus. Aber ich für meinen Teil könnte mir sehr gut vorstellen, wieder zu einem Teil in der Schweiz zu leben, wenn wir gerade nicht arbeiten müssen. Vor allem möchte ich, dass Elina einmal eine Schweizer Schule besuchen kann, weil das Schulsystem ausgezeichnet ist. Aber das ist erst eine Idee. Entschieden ist noch nichts.

Sind Sie noch oft in der Schweiz?

Ja, ich war den ganzen Dezember mit meiner Tochter bei meiner Mutter zu Besuch. Elina hat zum ersten Mal Schnee gesehen und war begeistert. Sie liebt auch das Essen in der Schweiz. Das hat sie wohl von mir. Auf Schokolade bin ich zwar allergisch. Dafür liebe ich Käse. Und Eis. Das hat seine Tücken: In der Schwangerschaft habe ich fast 40 Kilo zugenommen.

Die haben Sie wieder weggekriegt?

Ja, ich bin sogar etwas schlanker als davor. Die Kleine hält mich fit (lacht).

Vermissen Sie die Schweiz?

Ja, sehr. Ich finde das Land wunderbar, die Lebensqualität ist unerreicht, und die Leute sind sehr verlässlich. Wenn in der Schweiz jemand sagt: «So machen wir es», dann wirds auch so gemacht. Das gefällt mir.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 12.03.2009, 08:07 Uhr

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