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Sogar Aare und Zulg frieren zu

Von Markus Kestenholz. Aktualisiert am 07.02.2012

Der Winter hält die Region fest im eisigen Griff. Die Schönheit ist bisher bedenkenlos zu geniessen – aber stellt die Feuerwehr vor Herausforderungen.

1/8 Der Brunnen im Maulbeerkreisel in Thun wurde dank dem Eis zu einer kunstvollen Eisskulptur.
Patric Spahni

   

«So etwas ist man einfach nicht mehr gewohnt! Zu meiner Zeit war das normal!» – «Man könnte meinen, die nächste Eiszeit schleicht sich an!» – «Ist die Aare hier im Ernst zugefroren?» Schleichend verschwinden in der klirrenden Kälte die Thuner Brunnen unter einer dicken Eisschicht, während sich die wenigen Fussgänger in der Einkaufszone hastig von einer beheizten Zone in die nächste begeben. Der Winter regiert – Leserfotografen sind begeistert. Bemerkenswert ist die Zulg in Steffisburg, deren Bachbett seit Jahrzehnten nicht mehr so weit eingefroren war wie im Moment. TT-Fotograf Patric Spahni hat derweil die malerisch vereisten Brunnen festgehalten.

Schafft ein solcher Temperatureinbruch keine Probleme? «Die wichtigeren Brunnen sind in Betrieb wie gewohnt. Solange das Wasser fliesst, hatten wir mit den Leitungen noch nie Probleme», sagt Roland Hensch vom Tiefbauamt. «In einem gewissen Ausmass passiert die Vereisung ja jedes Jahr.» Auch die Arbeiten an der Scherzligschleuse finden immer noch unvermindert statt. Sogar die gefrorene Zulg stellt gemäss Christoph Küng vom kantonalen Fischereiinspektorat keine wesentliche Gefährdung für Fauna und Bachbett dar.

Feuerwehr mit Mehraufwand

Wie am Sonntagmorgen in Hinterfultigen zu sehen war, hat die Feuerwehr gewisse Schwierigkeiten bei grosser Kälte. Die Feuerwehr muss sich auch in Thun darauf vorbereiten, dass das Löschwasser jederzeit gefrieren könnte. Dies ist nicht nur ein Problem, weil das Material bei einer Pause sofort einfrieren könnte, sondern auch weil die gesamte Umgebung mit einer soliden Eisschicht bedeckt werden könnte. So müsste im Ernstfall das Tiefbauamt ein Team zum Salzstreuen losschicken. So bleibt zu hoffen, dass Einsätze möglichst ausbleiben. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 07.02.2012, 09:52 Uhr

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