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«So viele Leute waren noch nie auf den Pisten»

Von Tanja Kammermann. Aktualisiert am 28.12.2011 3 Kommentare

Die traumhaften Schnee- und Wetterverhältnisse lockten die Leute in den letzten Tagen zu Tausenden auf die Pisten. Die Skigebiete im Berner Oberland verzeichneten neue Rekorde. Das führte zu Wartezeiten an den Liften. Die meisten Hotels sind ausgebucht.

Ein Carver in der Skiregion Adelboden-Lenk: Am Mittwoch musste er die Pisten mit Tausenden Wintersportfans teilen.

Ein Carver in der Skiregion Adelboden-Lenk: Am Mittwoch musste er die Pisten mit Tausenden Wintersportfans teilen.
Bild: zvg

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Als Armon Cantieni, der Chef der Bergbahnen Gstaad, am Mittwochmorgen beim Saanersloch auf den Sessellift wartete, musste auch er eine halbe Stunde anstehen. «So viele Skifahrer wie heute habe ich noch nie auf den Pisten gesehen. Aber die Leute sind sehr zufrieden, wir haben Superverhältnisse und die Temperaturen waren angenehm», sagte er auf Anfrage von Bernerzeitung.ch/Newsnet. Allein in der Region Gstaad Mountain Rides seien am Mittwoch 16'500 Eintritte gezählt worden. Den Ansturm haben die Bergbahnen gut gemeistert: «Wir sind mehr als zufrieden. Es ist alles sehr gut gegangen.»

Ähnlich klingt es aus dem Tourismusbüro: «Die Buchungssituation sieht sehr gut aus, besser als letztes Jahr», sagte Kerstin Sonnekalb. Weil es bis ins Flachland geschneit habe, sei die Lust der Leute, in die Berge zu fahren, gestiegen. Es gebe nur noch wenige freie Betten für die nächsten Tage.

Überall Spitzentage

Auch für die Bergbahnen Adelboden war am Mittwoch ein absoluter Spitzentag: «Wir hatten keine Probleme und traumhafte Schneeverhältnisse», sagte Markus Hostettler, der Direktor der Bergbahnen Adelboden AG. Wie in den andern Skigebieten waren die Besucherzahlen jeden Tag zunehmend und das erklärt er sich wie folgt: «Die beste Werbung für uns ist noch immer die Mund-zu-Mund-Propaganda.»

«Heute ist der strengste, aber auch der schönste Tag im Jahr für uns und die Hotels sind seit Dienstag voll besetzt», sagt Jürg Bluem von Adelboden Tourismus. Das bedeutet, es sind nur noch einzelne Betten verfügbar, zum Beispiel wenn jemand absagt. Viele Buchungen kamen erst in den letzten Tagen und Wochen und sind auf die idealen Schnee- und Wetterverhältnisse zurückzuführen. Bis am 4. Januar 2012 ist die Region Adelboden ausgebucht.

«Endlich kann das ganze Dorf aufatmen, denn wir hatten grossen Respekt vor dem Frankenkurs und der Wirtschaftskrise», sagte Bluem. Und Adelboden kann sich freuen: Im Januar gibt es nur eine kurze Durststrecke von einigen Tagen und dann reisen bereits die Gäste für den Weltcup an.

Nächste Front am Freitag

Auch Simon Bickel, der Mediensprecher der Jungfrau-Bahnen, zog es am Mittwoch auf die Skis: «Ich bin heute das erste Mal dieses Jahr auf der Piste gewesen. Sogar die Talabfahrten sind in einem Top-Zustand. Für uns war es der bisher beste Tag.» Es habe viele Leute gehabt, die Bahnen seien aber nicht überlastet gewesen. Es habe zum Teil Wartezeiten gegeben, diese seien aber nicht allzu lang gewesen. «Es hätte an gewissen Tagen auch noch mehr Leute vertragen, aber wir sind sehr zufrieden», sagte Bickel.

Abgesehen von den Wartezeiten haben auch die Hasliberg-Bahnen die intensivsten Tage des Jahres gut gemeistert: «Allein heute Mittwoch hatten wir 9500 Leute. Aber alles ist gut gegangen und wir sind zufrieden», sagte Aline Blatter, die Assistentin Kommunikation der Hasliberg-Bahnen. Dank der idealen Verhältnisse sind im Gebiet sämtliche Pisten und Anlagen in Betrieb, am Wochenende öffne noch der Kids Park und die Skicross-Strecke.

Am Freitag soll es wieder kräftig schneien. Das wird den Andrang bei den Bahnen etwas bremsen. Doch bereits am Wochenende wird in den Skigebieten der nächste Ansturm erwartet. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 28.12.2011, 16:09 Uhr

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3 Kommentare

Markus Bommer

29.12.2011, 16:49 Uhr
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Jammern auf Top-Niveau: da geht in diesen schönen, besinnlichen Tagen im JB- Mikrokosmos (fast) gar nichts mehr; A8-Ausfahrt Wilderswil: Stau; Strasse nach Grindelwald: Stau; Parkplätze: überfüllt; Bahnen überfüllt; Anlagen: Stau; Bergrestaurants: überfüllt! Und da meint der, allerdings sehr zufriedene, JB-Sprecher: "es hätte an gewissen Tagen auch noch mehr Leute vertragen". Wieviel mehr noch??? Antworten


Hans Abbühl

30.12.2011, 09:49 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Hauptsache für den "Tourismus" werden spezielle Mehrwertsteuersätze beschlossen. Antworten



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