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Schulheim Sunneschyn: Jetzt muss der Kanton helfen

Das Projekt für einen Neubau beim Schulheim Sunneschyn in Steffisburg liegt vor. Jetzt brauchts Geld vom Kanton.

Modellbild des Schulheims Sunneschyn in Steffisburg: Rot eingefärbt das Hauptgebäude, grün der geplante Neubau an der Stelle, wo heute die Gärtnerei angesiedelt ist.

zvg

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«Rock’n wood» – Fels und Holz – heisst das Projekt für den Neubau beim Schulheim Sunneschyn in Steffisburg. Die Konstruktion, die aussen aus Steinplatten im unteren Teil und einer Holzfassade im oberen Teil besteht, wurde von der Thuner Rychener Zeltner Architekten AG geplant und stach im Jurywettbewerb zehn Konkurrenten aus. «Wir rechnen mit Baukosten von sechs bis sieben Millionen Franken», schätzt Andreas Gyger, Gesamtleiter des Schulheims. Rund die Hälfte davon soll der Kanton übernehmen. «Nächste Woche finden entsprechende Gespräche statt», erklärt Verwaltungsratspräsident Toni Pfister. Die beiden sind guter Dinge, dass das Projekt rasch angegangen werden kann. «Mein grösster Wunsch ist, dass wir den Neubau 2013, zum 100-Jahr-Jubiläum des Sunneschyn, beziehen können», sagt Andreas Gyger.

Ziel: Finanzierung sichern

Doch der Weg bis dahin ist noch weit: Selbst wenn die kantonale Gesundheits-, Erziehungs- und Fürsorgedirektion (GEF) grünes Licht gibt, müsste ein Kredit noch vom Regierungsrat oder gar vom Grossen Rat abgesegnet werden. Deshalb wollen Gyger, Pfister und das gesamte Projektteam sofort damit beginnen, die Finanzierung der restlichen drei bis dreieinhalb Millionen Franken in Angriff zu nehmen, wenn die GEF das Projekt unterstützen sollte. Andreas Gyger weiss: «Unser Zeitplan ist sportlich.»

Multifunktionaler Bau

Im Neubau, der dereinst dort zu stehen kommen soll, wo heute die Gärtnerei angesiedelt ist, werden die internen Dienste wie Hausdienst, Wäscherei oder Küche untergebracht, aber auch Schul- und Wohnräume für die Absolventen des Berufsreifungsjahres sowie eine grössere Aula. Damit wird im Hauptgebäude mehr Platz für Werk- und Schulräume geschaffen. Vor allem aber ist der Neubau Ersatz für den Wohntrakt, wo die Schüler des 10.Schuljahres heute untergebracht sind. «Dieser genügt nicht mehr den heutigen Anforderungen», sagt Andreas Gyger.

Projekt für 15 Jahre

Der geplante Neubau ist derweil nur ein Teil einer umfassenden Modernisierung, für welche die Leitung des Sunneschyn bis 2025 insgesamt rund zwölf Millionen Franken – Neubau inbegriffen – investieren will; respektive rund sechs Millionen, weil der Kanton rund die Hälfte der gesamten Kosten übernehmen könnte. Unter anderem ist eine zentrale Heizanlage für sämtliche Gebäude der Anlage geplant sowie eine Modernisierung der Turnhalle.

Bevor überhaupt mit den Arbeiten begonnen werden kann, muss die Gärtnerei noch verlegt und Platz für den Neubau geschaffen werden. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 19.03.2010, 09:30 Uhr

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