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Schloss Blankenburg für 1,25 Millionen verkauft

Von Luzia Kunz. Aktualisiert am 11.12.2010

Das Schloss Blankenburg wird von einer noch zu gründenden Stiftung gekauft, welche die IG Schloss Blankenburg errichten wird. Das Schloss bleibt damit in einheimischen Händen und soll für Veranstaltungen und Trauungen genutzt werden.

Die IG Schloss Blankenburg will die Schlossanlage als Kulturgut erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Die IG Schloss Blankenburg will die Schlossanlage als Kulturgut erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich machen.
Bild: Fritz Leuzinger

Mit dem Inkrafttreten der Reform der dezentralen kantonalen Verwaltung und Justiz hat der Kanton für das Schloss Blankenburg inskünftig keine Verwendung mehr. Deshalb hat es das kantonale Amt für Grundstücke und Gebäude vor zwei Jahren zum Verkauf ausgeschrieben. Die Ausschreibung ergab mehrere Kaufangebote mit interessanten Nutzungskonzepten. Beim Entscheid der Kantonsregierung waren die Beteiligung der Gemeinden und die Nutzung für öffentliche Zwecke ausschlaggebend. Deshalb hat die Interessengemeinschaft Schloss Blankenburg (IG) den Zuschlag bekommen. Als Trägerschaft ist eine gemeinnützige Stiftung mit öffentlichem Zweck vorgesehen.

Kulturgut erhalten

«Wir sind positiv überrascht, dass der Regierungsrat so entschieden hat», gibt der Präsident der IG, Hans-Jörg Pfister, auf Anfrage bekannt. Die IG will die Schlossanlage als Kulturgut erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Das Konzept beinhaltet den Betrieb eines Trauungs- und Zeremonielokals mit kleinem Gastrobetrieb sowie öffentliche Veranstaltungen sowie kulturelle Angebote oder Ausstellungen. «Es sieht gut aus, dass wir auf die Liste der Zeremonie- und Traulokale aufgenommen werden», bestätigt Hans-Jörg Pfister. Zudem ist das Schloss auch für private Anlässe offen. «Die IG will das Schloss so erhalten wie es ist. Einzig die Gefängniszelle wird zu einer Küche umgebaut», sagt Hans-Jörg Pfister. Nun steht die Stiftungsgründung bevor: «Hierfür ist alles schon vorbereitet. Nur haben wir sie nicht eingesetzt, bevor wir den Entscheid des Regierungsrates kannten», begründet er. Einzig müssten noch die Personen für den Stiftungsrat bestimmt werden. Danach soll die Finanzierung an die Hand genommen werden und im März 2011 soll die Übergabe stattfinden.

Konkurrenz ausgestochen

Die IG besteht aus sämtlichen Gemeinden des Simmentals (Diemtigen bis Lenk) und des Saanenlands, weiteren Institutionen sowie zahlreichen Privatpersonen und Firmen aus der Region. «Da sämtliche Gemeinden des Obersimmentals und des Saanenlandes die Finanzierung mittragen, hat die Regierung verstanden, dass wir zusammen hinter dem Schloss stehen und gewährt», erklärte der Präsident.

Problematisch mit Boutique Hotel

Diese einheimische Verbundenheit hätte laut Pfister auch den Ausschlag gegeben, dass die IG vom Kanton den Vorzug gegenüber dem vor kurzem aufgetauchten Kaufinteressenten Daniel Köppel erhalten hätte, obwohl dessen Angebot wesentlich höher sein solle als die 1,25 Millionen Franken der IG. «Zudem wäre ein Boutique Hotel, wie der Mitkonkurrent vorgesehen hätte, laut Denkmalpflege problematisch gewesen», begründet Präsident Pfister. (Berner Oberländer)

Erstellt: 11.12.2010, 13:08 Uhr

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