Neues Hotel soll Gruppentourismus fördern
Von Claudius Jezella. Aktualisiert am 21.02.2012 2 Kommentare
Neue Saison
Der Jungfrau-Parkwird dieses Jahr nicht bereits an Ostern, sondern erst am Samstag, 12.Mai, seine Tore wieder öffnen.
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«Wir stehen in Verhandlung mit mehreren Interessenten», sagt Jungfrau-Park-CEO Bernhard Zysset. Nun sollen die Gespräche in die nächste Runde gehen. Voraussetzung dafür ist laut Zysset die Erteilung der generellen Baubewilligung durch den Regierungsstatthalter. Die Verantwortlichen des Jungfrau-Parks rechnen damit, dass dies im Sommer der Fall sein wird. Zysset: «Sobald wir die Baubewilligung haben, können wir den nächsten Schritt machen.» Und dann: Partner finden, Projekt ausarbeiten, bauen. «Klappt alles nach Plan, soll das neue Hotel bereits auf die Sommersaison 2014 fertiggestellt werden», heisst es in einer Mitteilung der Parkleitung.
Welche Voraussetzungen das neue Gästehaus erfüllen muss, darüber bestehen aufseiten des Jungfrau-Parks bereits genaue Vorstellungen. Die Rede ist von einem Drei- oder Viersternhotel mit 330 Betten am nordöstlichen Rand des Parks (Richtung Bönigen). Die im Juni 2011 genehmigte Überbauungsordnung würde sogar die Erstellung eines Hotels mit rund 500 Betten erlauben. «Funktional und gruppentauglich» soll das zweistöckige Gebäude sein. Die Zimmer sollen weitgehend den gleichen Aufbau haben. «Das ist wichtig, damit alle Teilnehmer einer Gruppenreise denselben Standard vorfinden», führt Bernhard Zysset aus.
Investition von 25 Millionen
Die Parkbetreiber rechnen mit einem Investitionsvolumen von rund 25 Millionen Franken und sprechen von vorteilhaften Konditionen für mögliche Investoren und Pächter: «Dies nicht zuletzt, weil ein grosser Teil der Basisinfrastruktur wie etwa Busparkplätze, Logistikinfrastruktur, Restaurant, Tagungsräume für Events und vieles mehr bereits besteht.» Bernhard Zysset ergänzt: «Der Park soll das Hotel befruchten und umgekehrt.» Und so könnte zwar beim Hotelbau auf ein eigenes Restaurant verzichtet werden. Dafür müsste aber das Gastronomieangebot im Jungfrau-Park, das zurzeit auf Tagesgäste ausgerichtet ist, entsprechend ausgebaut werden.
Swissness-Arena für Eilige
Als Bernhard Zysset vor knapp zwei Jahren im Interview mit dieser Zeitung erstmals von den Plänen für ein Hotel beim Jungfrau-Park sprach, äusserte er den Wunsch nach einer grossen internationalen Hotelkette als Partner. «Das ist immer noch so, weil wir ein Gruppenhotel realisieren wollen», bestätigt Zysset. Dafür bestehe «klarer Bedarf». Der Jungfrau-Park-CEO führt dazu eine Studie an, die unter der Leitung des Instituts für Tourismuswirtschaft der Hochschule Luzern in Zusammenarbeit mit verschiedenen lokalen Tourismusexperten im Jahr 2009 erarbeitet wurde. Demnach verfüge Interlaken über genügend Hotelbetten für das Segment der Individualtouristen. Aber speziell im Gruppensegment klaffe noch eine Angebotslücke.
Diese Lücke wollen Zysset und die Seinen nun schliessen und haben es unter anderem auf die Gruppenreisenden aus Asien, Indien oder den arabischen Ländern abgesehen. Und ein weiteres Angebot für diese oft eiligen Gäste ist ebenfalls schon geplant: In der sogenannten Swissness-Arena sollen diese die Schweizer Industrie im Kleinformat kennen lernen.
«Leistungsschauen von Industrie und Landwirtschaft gehören ebenso dazu wie ein schweizerisches Uhrenzentrum und ein Schokoladenparadies. Energie und E-Mobility sollen ausgeleuchtet und auch Schweizer Erfindungen und Pioniergeist vorgestellt werden.» Zysset nennt die Swissness-Arena, die hauptsächlich in das Zentralgebäude des Jungfrau-Parks integriert werden soll, ein «Projekt für die Zukunft» und strebt eine Realisierung in den nächsten vier Jahren an.
(Berner Oberländer)
Erstellt: 20.02.2012, 12:39 Uhr
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2 Kommentare
Da nun der Jungfrau Park nicht mehr sehr attraktiv ist für wiederkehrende Gäste ist die Idee mit dem Hotel keine Lösung. Weiter gibt es im Raum Interlaken genügend Hotels welche auf Gruppen angewiesen sind. Was Interlaken definitiv fehlt ist ein schlecht Wetter Programm für im Winter und Sommer. Sei es in Form eines Freizeitwasserpark oder als Funpark. Antworten
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