Neue «Hochspannungsleitung gezogen
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«Die BKW haben die Nabelschnur verstärkt, die für Grindelwald sehr wichtig ist», lobte Helmut Perreten an der Aufrichtefeier am Montagabend in Lütschental. Der Geschäftsleiter der Elektrizitätswerk Grindelwald AG (EWG) erinnerte an die massiven Schneefälle vom 28.Mai 2007, welche die 50000-Volt-Leitung lahm legten und den totalen Stromausfall bewirkten.
Martin Kaufmann, Leiter Regionalvertretung BKW Spiez, erläuterte die 2,5 Kilometer lange und 2,5 Millionen Franken teure neue Leitung von Lütschental nach Burglauenen, welche die alte Leitung mit 75 Holzmasten ersetzt: Es sind 20 Stahlmasten, die bis 29 Meter hoch und fünf bis elf Tonnen schwer sind.
Alle investieren
«Es ist gäbig, zwei Trassees zu haben», sagte Kaufmann zu den weiteren BKW-Plänen in den Lütschinentälern bis 2011. Das Verlegen in den Boden einer von zwei 50-Kilovolt-Leitungen zwischen Wilderswil und Zweilütschinen sowie das Verstärken der Freileitung an drei Stellen koste 4,5 Millionen Franken. «Auch in Grindelwald wird intensiv an der Versorgungssicherheit gearbeitet», informierte Perreten. Fast 84 Prozent der Leitungen in der Gemeinde seien verkabelt, die Ringleitung Männlichen sei vollendet.
«Die Jungfraubahnen sind glücklich, dass die BKW die Masten höher als die Bäume erstellt hat», betonte Gabriel Roth, Leiter Zugförderung und Werkstätten. Die JB ( Jungfraubahnen) planten in den nächsten zehn Jahren rund 8 Millionen Franken ins Netz zu investieren für die Verkabelung Lauterbrunnen–Wengen und Grindelwald–Brandegg. Mit weiteren rund 12 Millionen Franken plant sie, das Kraftwerk Lütschental bis 2011 auszubauen. Dank der 2008 gebauten Notstromanlage Eigergletscher wären nicht mehr 400 Gäste auf dem Joch blockiert wie das im Mai 2007 der Fall war , erklärte Roth. Bei Stromausfall könnte ein Doppeltriebwagen sogar voll besetzt von der Kleinen Scheidegg aufs Joch fahren.
Masten beschädigt
«Die Genossenschaft Elektrizitätswerk Lauterbrunnen (EWL) hat in den letzten Jahren etliche Millionen zu Gunsten der Stromversorgungssicherheit investiert», sagte Geschäftsführer Peter Wälchli. Für die Verkabelung einer 16-Kilovolt-Leitung Lauterbrunnen–Wengen und den Bau des Trafos «Bären» habe das EWL rund 1,5 Millionen Franken aufgewendet.
Beim Speedflyer-Unfall in Stechelberg vor zwei Monaten sei leider ein Todesfall zu beklagen und seien sieben Masten der Hochspannungsleitung beschädigt worden, berichtete Wälchli. Das kostete rund 40000 Franken. Lütschentals Gemeindepräsident Paul Häsler würdigte die Erneuerungen im Stromnetz der vier Partner BKW, EWG, EWL und JB zu Gunsten der vier Gemeinden Grindelwald, Gündlischwand, Lauterbrunnen und Lütschental. (Berner Zeitung)
Erstellt: 09.12.2009, 09:25 Uhr













