Nach Schlägerei im «Mokka»: Braucht es einen Sicherheitsdienst?

Von Marco Zysset und Jürg Spielmann. Aktualisiert am 02.03.2010 2 Kommentare

Nach der blutigen Auseinandersetzung im Thuner Nachtlokal Mokka werden Fragen zum Thema Sicherheit wieder aktuell.

In der nacht auf Samstag ist es im Café Mokka in Thun zu einer wüsten Prügelattacke gekommen.

Patric Spahni

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Die Ermittlungen rund um den blutigen Zwischenfall vom Wochenende in der Café/Bar Mokka sind in vollem Gang. Am Gesundheitszustand des schwer verletzten Mannes hat sich nichts Wesentliches geändert. «Wir konnten ihn noch nicht einvernehmen», so Polizeisprecher Heinz Pfeuti gestern.

«Ich bin schockiert», sagt Gemeinderätin Ursula Haller (BDP). In ihren Zuständigkeitsbereich als Vorsteherin des Amtes Bildung und Sport fällt auch die Zusammenarbeit mit dem «Mokka», welches von der Stadt finanziell unterstützt wird. Nach dem Zwischenfall einen Zusammenhang mit der Führung des «Mokkas» zu machen, sei falsch. «Dort wird hervorragende Arbeit geleistet.» So etwas dürfe aber nicht wieder passieren. Die Stadt werde mit Pädu Anliker das weitere Vorgehen besprechen. Konkreter konnte sie noch nicht werden. Und Daniel Landis, der als Leiter der Fachstelle Kinder und Jugend mit Anliker im Gespräch ist, war gestern nicht erreichbar.

Security? Schliessung?

Im Raum stehen ein Sicherheitsdienst oder auch eine temporäre Schliessung des Nachtlokals. Die dauerhafte Einführung eines Security-Dienstes ist für Anliker keine Lösung: «Damit anerkennen wir den Einfluss von Gewalttätern», sagt er. «Zudem verlagern wir das Problem nur vor das Haus.» Er ist überzeugt: «Der Überfall vom Samstag hätte mit einem Sicherheitsdienst nicht verhindert werden können.»

Derweil wehrt sich Roberto Balmer, Wirt des benachbarten «Alpenrösli», gegen Anlikers Vorwürfe, die Schläger seien aus seinem Raucherzelt gekommen. «Wir haben das Zelt kurz nach zwei Uhr geschlossen», sagt er. «Da waren noch drei Leute, die wir wegschicken mussten. Ein Mann ging ins ‹Mokka›, die anderen zwei nach Hause.» Sein Mitarbeiter sagt, er kenne die Opfer der Schlägerei, und betont, die Angreifer hätten im Garten des «Mokka» «Verstärkung» von Freunden geholt, nachdem es in der «Mokka»-Disco zu einer Rempelei gekommen war.

Dass das Raucherzelt mittlerweile geschlossen ist, hat keinen Zusammenhang mit der Schlägerei. «Das Fumoir ist ausserhalb des Gebäudes aufgestellt worden und bedarf somit einer Baubewilligung», sagt Regierungsstatthalter Marc Fritschi. Zudem sei es vor einem Notausgang platziert worden. «Deshalb habe ich am Freitag um 16 Uhr vor Ort entschieden, dass es bis am Samstag um 18 Uhr weg muss.» (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 02.03.2010, 10:32 Uhr

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2 Kommentare

marianne berger

02.03.2010, 09:28 Uhr
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Oft bin ich ich im Mokka. Ich finde dass dort hervorragende Arbeit geleistet wird. Ein aussergewöhnliches Kulturprogramm das auch mich als 60jährige anspricht. Noch nie habe ich mich unsicher gefühlt. Schlägertypen, Streitsüchtige, Besoffene gibt es heute leider überall. Sogar vor dem Stadttheater Bern habe ich ähnliche Szenen beobachtet. Pädu Anliker dafür die Schuld zu geben wäre völlig daneben. Antworten


Mike Schärer

02.03.2010, 13:14 Uhr
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Alle welche seit Jahren im Mokka ein und aus gehen wissen, welchs Motto Pädu Anliker vertritt und für was er jeden Tag seine ganze Energie und sein ganzes Herzblut investiert. Es ist absolut traurig für Thun, für all diejenigen die sich friedlich verhalten und insbesondere auch für Pädu! Solche Vollidioten müssten meiner Meinung nach ganz, ganz hart bestrafft werden! Antworten



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