Nach Schlägerei: 40 Leute werden befragt

Aktualisiert am 12.03.2010 2 Kommentare

Knapp zwei Wochen nach der blutigen Schlägerei im «Mokka» ermittelt die Polizei immer noch. Rund 40 Personen werden befragt.

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Langsam wird das Ausmass der Schlägerei – oder des «Überfalls», wie Pädu Anliker, Betreiber des «Mokka», die Ereignisse in der Nacht auf den 27.Februar nennt – klar: Die Zahl der Personen, die von den Untersuchungen betroffen sind, ist beträchtlich: «Teil der laufenden Ermittlungen ist die polizeiliche Befragung von rund 40 involvierten Personen», erklärt Polizeisprecherin Ursula Stauffer. Grund: In jener Nacht hat eine Gruppe Ausländer, dem Vernehmen nach vom Balkan stammend, eine Gruppe Afrikaner in der Disco des «Mokka» aufs Schwerste verprügelt (wir haben berichtet). Der Angriff war so heftig, dass eines der Opfer auch fast zwei Wochen nach dem Vorfall noch nicht von der Polizei befragt werden konnte. Zudem sitzen vier Tatverdächtige weiterhin in Untersuchungshaft.

Stadtbekannte Schläger?

«Unter anderem klären wir ab, ob die Tatverdächtigen weitere Straftaten begangen haben», sagt Ursula Stauffer diplomatisch. Pädu Anliker spricht derweil Klartext und schreibt auf seiner Homepage: «Die Täter waren eher über 30-jährige Familienväter, die seit Jahren immer wieder mit genau solchen Taten auf sich aufmerksam machen und stadtbekannt sind.»

Nun werden einige der «involvierten Personen», wie die Polizeisprecherin Opfer, mutmassliche Täter und Zeugen nennt, vom Untersuchungsrichter einvernommen werden. «Diese Einvernahmen sind geplant», sagt Ursula Stauffer. Die Polizei will sich aus den Befragungen und den Einvernahmen sowie der Auswertung der gesicherten Spuren ein «möglichst umfassendes» Bild vom Tathergang machen können, so Stauffer. Ist dieses Bild zusammengesetzt, ist es dann am zuständigen Untersuchungsrichter, allenfalls Anklage zu erheben.

Wie lange die Ermittlungen noch dauern, konnte Stauffer nicht sagten. Bereits letzte Woche sprach sie von «Tagen bis Wochen», welche die Arbeiten in Anspruch nehmen könnten. (maz/TT)

Erstellt: 12.03.2010, 15:12 Uhr

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2 Kommentare

Mark Keller

12.03.2010, 13:11 Uhr
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Sollte sich der dringende Tatverdacht gegen die Inhaftierten bestätigen, so dürfen diese NICHT aus der U-Haft entlassen werden! Sie müssen bis zur Verurteilung in Haft bleiben. Solch menschenverachtende Typen sind eine Gefahr für die Allgemeinheit! Wenn eines der Opfer 14 Tage im Spital liegt und nicht vernehmungsfähig ist, liegen wohl schwerste Verletzungen vor, was einem Mordversuch gleichkommt! Antworten


Willi Ammann

12.03.2010, 17:04 Uhr
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Die Aussage der Polizeisprecherin "Ist dieses Bild zusammengesetzt, ist es den am zuständigen Untersuchugnsrichter, allenfalls Anklage zu erheben" ist absolut schockierend. Wird ein Opfer von offenbar stadtbekannten Schlägern dermassen zusammengeschlagen dass es auch 2 Wochen nach der Tat nicht vernehmungsfähig ist, ist eine Anklage überfällig.Harte Strafen und Ausschaffung sind gefordert. Antworten



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