Mit Unterstützung so lange wie möglich daheim bleiben
Woher kommt Home Instead
Der Sohn eines Schweizer Auswanderers, Paul Hogan, pflegte seine Grossmutter und gründete aus dieser Erfahrung heraus 1994 in Nebraska (USA) Home Instead, eine Seniorenbetreuung, die keine medizinischen Dienstleistungen erbringt. Jetzt hat er 930 Büros in 16 Ländern mit 70'000 Angestellten. 2007 wurde die erste Schweizer Geschäftsstelle gegründet. Jetzt sind es schon 17.
www.homeinstead.ch/berner-oberland.
Seit knapp einem Jahr gibt es ein Büro von Home Instead Seniorenbetreuung in Leissigen. Die Geschäftsführerin Iris Zitta hat im Oberland 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rekrutiert. Aktuell werden 19 Kunden betreut; auch Patienten mit Alzheimererkrankung. Die Dienste gelten rund um die Uhr an sieben Tagen, auch für Nachtwache.
Vielfältige Einsätze
Die Betreuung von Home Instead ist ab 39 Franken pro Stunde erhältlich, das Minimum sind zwei Stunden pro Einsatz. Bei entsprechender Haushaltshilfe-Zusatzversicherung zahlt die Krankenkasse einen Beitrag, Ergänzungsleistungen oder die Hilflosenentschädigung kann geltend gemacht werden.
«Oft rufen uns überlastete Angehörige, vor allem Töchter, an», erklärt die Geschäftsführerin und fügt bei, dass Home Instead keine Verträge abschliesst, sondern nur Servicevereinbarungen. Diese sind sehr flexibel und können bis 24 Stunden vor dem Einsatz abgesagt werden. Oft wird dieses Angebot zusätzlich zu den Pflegeleistungen der Spitex-Dienste oder von Heimbewohnern genutzt.
Die Einsätze sind vielfältig und reichen von der Unterstützung bei der Grundpflege und der Hilfe im Haushalt, reinigen, waschen, bügeln, kochen, bis zur Begleitung in den Garten, auf einen Spaziergang, zu einem Arzttermin oder Restaurantbesuch, zum Einkauf, zu der Erledigung von Formalitäten oder dem Besuch eines Gottesdienstes in der Kirche. «Spielen ist beliebt, ganz besonders Jassen», sagt Iris Zitta lachend.
Regelmässige Neubeurteilung
Bei jedem betreuten Senior ist daheim ein Kundenordner aufgelegt mit genauen Abmachungen und einer Auflistung mit allen Daten, Telefonnummern, wichtigen Angaben zum Gesundheitszustand und zu den Wünschen des Kunden. Ein Rapport über die Arbeit des Mitarbeitenden gibt den Angehörigen Aufschluss.
«Wir bekommen gute Reaktionen», sagt Fachberaterin Claudia Buchs, und Iris Zitta sagt: «Unsere Mitarbeitenden sind sorgfältig ausgewählt, gut ausgebildet und werden regelmässig weitergebildet. Es wird nach Möglichkeit immer die gleiche Betreuungsperson beim gleichen Kunden eingesetzt.» Alle Beteiligten sitzen zusammen zur regelmässigen Neubeurteilung und allfälligen Anpassung des Angebots. (Berner Oberländer)
Erstellt: 04.01.2012, 08:43 Uhr
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