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Mehr Kontrollen in Thun wegen Pyros

Von Michael Gurtner. Aktualisiert am 07.02.2012 3 Kommentare

Am Samstag tritt der FC Thun zum ersten Heimspiel des Jahres 2012 gegen Luzern an. Aufgrund der Pyro-Vorfälle in der Vorrunde werden die Kontrollen an den Eingängen verschärft.

1/5 Die FC-Thun-Fans beim letzten Heimspiel des Jahres 2011 gegen YB. Beim Match gegen Luzern am Samstag sowie in den weiteren Super-League-Spielen werden die Kontrollen an den Eingängen verschärft.
Bild: Patric Spahni

   

Der Ball rollt wieder – wenn auch vorläufig auf ziemlich eisiger Unterlage. Nach dem Sieg in Zürich gegen GC tritt der FC Thun am Samstag um 17.45 Uhr zum ersten Heimspiel der Rückrunde in der Arena an. Wegen der Pyrovorfälle in den Vorrunden werden die Eingangskontrollen dabei verschärft, so Alain Kappeler, CEO der Stadion Thun AG. Das bedeutet: Die Präsenz von Sicherheitsleuten an den Eingängen wird verstärkt, Taschen und Kleidungsstücke werden eingehender kontrolliert. Dies vor allem beim Heimsektor – im Gästesektor waren die Kontrollen schon bisher strikter. Weiter wird neu der Sicherheitsdienst im Heimfansektor dauerhaft präsent sein.

Arena und FC Thun setzen zudem stärker auf Fanverantwortliche – mit einer neuen Person und einem grösseren Pensum. Der Dialog mit den Fangruppierungen soll unter anderem mit Fanmeetings und -talks intensiviert werden. Ein gemeinsames Projekt mit dem Bundesamt für Polizei sieht Identifikationsprüfungen an den Eingängen vor, wie sie der SC Bern in dieser Saison bereits getestet hat. «Es ist vorgesehen, dass wir in der Rückrunde einen Test durchführen», sagt Kappeler.

Gespräche zu Thuner Modell

Der Arena-CEO betont, dass sich die für das Spiel vom Samstag getroffenen Massnahmen auf die Vorfälle in der Vorrunde beziehen, als auch im Heimsektor Pyros gezündet wurden – und nicht auf das «Thuner Modell». In diesem gehen FC Thun, Arena, Stadtbehörden und Regierungsstatthalter die Sicherheitsproblematik mittel- und langfristig an. Der neue Verwaltungsrat der Arena hat sich dazu im Januar mit Stadtpräsident Raphael Lanz, Regierungsstatthalter Marc Fritschi und der Regionenleitung der Kantonspolizei getroffen.

«Das Gespräch fand in einer kooperativen Atmosphäre statt», teilte Fritschi am Montag in einem Communiqué mit. Das «Thuner Modell» enthalte viele Sicherheitsanliegen, die weiterverfolgt würden. Geprüft wird zum Beispiel die Einführung einer Fan-Card, um der Anonymisierung entgegenzuwirken. «Das lässt sich aber nicht von heute auf morgen verwirklichen», erklärt Alain Kappeler. Klar ist, dass Verstösse gegen die Sicherheitsvorschriften im Stadion konsequent mit Stadionverboten geahndet werden sollen.

Kosten: Noch keine Einigung

Im Januar hat der Grosse Rat eine kantonale Regelung für die Kostenbeteiligung von Sportveranstaltern abgelehnt. «Der Thuner Gemeinderat, der FC Thun und die Arena AG werden deshalb weiterverhandeln, um eine für alle Seiten befriedigende Kostenverteilung zu finden», teilt Marc Fritschi weiter mit.

Die Kosten für die Polizeieinsätze rund um die Fussballspiele in Thun betragen jährlich etwa 1 Million Franken. Der FC Thun beteiligt sich bis jetzt mit 15 Rappen pro Zuschauer. Das ergab in der Vorrunde der laufenden Saison zusammengezählt rund 9000 Franken. «Wir sind uns bewusst, dass das für uns eine sehr gute Lösung ist», sagt Alain Kappeler. Und fügt an: «Wir werden aber nie mehrere 100'000 Franken entrichten können – das wäre für uns schlicht nicht finanzierbar.» (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 07.02.2012, 09:19 Uhr

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3 Kommentare

SAM Graf

07.02.2012, 19:43 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Traurig, dass alles nur wegen ein paar Pyros die einfach in eine Kurve gehören. Antworten


Rayn Schiffen

07.02.2012, 10:33 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Lächerlich... als ob "bessere" Kontrollen überhaupt etwas nützen würden. Zudem werden sie sowiso nicht durchgeführt. Jeder der wirklich an Fussballspiele geht weiss das. Zudem: Lasst uns endlich unsere Pyros legal abbrennen. Dann muss niemand mehr Angst haben! Pyros legalisieren - Emotionen respektieren! Antworten



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