Region
Lucky Wüthrichs Weg ins Kultlokal
Links
Stichworte
Mokka: Das Programm
«Eine regionale Werkshow des Musikschaffens am Rande der Alpen»: Das ist die Regionaltonwoche, die erstmals seit über drei Jahren wieder im «Mokka» stattfindet. An fünf Abenden treten insgesamt 30 Bands auf.
Das Programm der «Mokka Regionaltonwoche 10» im Überblick:
??Mittwoch, 10. Februar: Rockiges zum 1. mit Liecht Blick (20.30 Uhr, Mundart Rock, Uetendorf); Red Shoes (21.00, Rock, Uttigen); Liberty Chaos (21.30, Rock, Thun); Cricklewood (22.00, Blues-Rock, Thun); Fungus (22.30, Rock, Thun); Tenderhooks (23.00, Grunge Rock, Thun).
??Donnerstag, 11. Februar: Metallisches mit Clawerfield (20.30, Metal, Thun); Trigger Tones (21.00, Metal, Heimberg); T-Rage (21.30, Hard Rock, Frutigen); Just A Phase (22.00, Metal, Reichenbach i.K.); Gates Of Oblivion (22.30, Metal, Thun); Powerhead (23.00, Grunge Metal, R’bach i.K.).
??Freitag, 12. Februar: Rockiges zum 2. mit Jelaforn (21.00, Rock, Thun); Rod (21.30, Rock, Thun); Patrice & Band (22.00, Songs, Steffisburg); Shed Light (22.30, Rock, Reichenbach i.K.); Remember (23.00, Rock, Thun); Cricklewood (23.30, Rock, Thun).
??Samstag, 13. Februar: Vermischtes mit Another Soundsystem (21.00, Punky, Uttigen); Starlight Through The Rain (21.30, Electric Songs, Oberwil i.S.); Soundkitchen (22.00, Funk Rock, Thun); Beat Moustache (22.30, Ska-Reggae, Sigriswil); Hibiskus (23.00, Mundart-Lieder, Steffisburg); Elmar (23.30, Trip-Hop, Steffisburg).
??Sonntag, 14. Februar: Lieder-Herz und so mit Pilz (20.30, Songs, Thun); Lucky Wüthrich (21.00, Songs, Thun); Holaduli (21.30, Songs, Interlaken); Stucky-Scheuter Projekt (22.00, Songs, Oberdiessbach/Hünibach); Tell It (22.30, Songs, Steffisburg); Blomstre (23.00, Songs, Weissenburg i.S.).
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Bernerzeitung.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Lucky Luke ist ein «lonesome cowboy», bei dem die Knarre stets locker im Halfter sitzt, wenn er durch die Prärie zieht. Nur: Der Cowboy, der bekanntlich schneller zieht als sein Schatten, ist bloss eine Comicfigur. Lucky, auch Luke genannt, Wüthrich hingegen ist ein Mensch aus Fleisch und Blut, überhaupt kein einsamer Cowboy – und was Lucky Luke die Knarre ist ihm die Gitarre. Ist er mit ihr unterwegs, hütet er sie wie seinen Augapfel. Im Schneetreiben vor dem Café Mokka setzt er sich auf den riesigen Schwan im Zebralook, spielt ein paar Akkorde, beginnt zu singen. «Schwan» von Gölä – das passt, auch wenn das Tier im «Mokka»-Garten nicht weiss wie Schnee ist. «Das Mokka ist Kult», sagt Luca «Lucky» Wüthrich. Doch dass er am Sonntag im Rahmen der Regionaltonwoche hier auftreten wird, bereitet dem 13-Jährigen keine schlaflosen Nächte: «Nein, speziell nervös bin ich nicht. Erst wenn ich dann vor dem Konzert die Gitarre stimme, mache ich mir wohl schon ein paar Gedanken.»
Auf der Bühne ganz anders
Er ist ja auch kein blutiger Anfänger. Hat schon vor 400 Leuten gespielt, schreibt seine eigenen Songs. Dabei begann Lucky erst mit elf Jahren Gitarre zu spielen – auf Drängen der Mutter. Doch dann lernte er die drei Gitarristen der Thuner Trubadure kennen, war fasziniert und nahm Unterricht bei «Trubadur» Tom Lee. Das Musikvirus hatte Lucky Wüthrich infiziert. Er verbrachte Stunden im Proberaum der Band Wanderwäg, besuchte den Tourstart der Thuner Rocker Aextra, schrieb seine ersten eigenen Songs und spielte 2009 sein Debüt-Konzert an einer Geburtstagsparty. «Er ist ein ruhiger, eher introvertierter Typ. Aber wenn er auf der Bühne steht, hat Lucky ein ganz anderes Gesicht: Dann gibt er Vollgas», sagt seine Mutter Cornelia Wüthrich. «Ich versuche halt, alles zu geben», ergänzt Lucky.
Seine grössten Auftritte hatte er am Thunfest 2009 im Vorprogramm von Roberto Brigante – und im Dezember 2009 im «Bierkönig», wo er beim Aextra-Tourschluss auf der Bühne stand. «Da hat sich der Kreis geschlossen», blickt er zurück. «Ich war beim Tourstart als Zuschauer dabei, habe danach selber angefangen Songs zu schreiben – und dann fragten mich Aextra, ob ich beim letzten Konzert der Tour spielen wolle.» Als Aextra-Sänger Schibä ihn vom Backstage-Raum zur Bühne begleitete, hätten im Publikum einige geschmunzelt und sich wohl gefragt, was «dä chli Burscht» hier wolle. «Doch als ich auf der Bühne stand, machten sie plötzlich mit.»
Vorbild Fankhauser
Seine Alterskollegen mögen für Hip-Hop oder Castingsternchen schwärmen – Lucky, der die Kunst- und Sportschule Progymatte besucht, lässt sich von Musikern wie Philipp Fankhauser oder Trummer inspirieren. Und in seine bluesigen Songs packt er Dinge, die ihn beschäftigen. Die Trennung seiner Eltern, der Tod seines Grossvaters. «So kann ich diese Sachen verarbeiten», sagt der 13-Jährige. Entsprechend nachdenklich sind viele seiner Mundart-Texte. Doch manchmal blitzt auch Gewitztes auf – etwa wenn er in «Wunderschön» passend zu seinem jugendlichen Alter singt: «Mir hei no eis oder zwöi... Sirüpli gno!»
Der Thuner spielt zwar auch gerne Hockey, aber der Sport rückte zuletzt in den Hintergrund: «Ich habe mir gesagt, ich mache Musik, und ich mache es richtig, bleibe dran.» Als Lucky Wüthrich & Plan B übt er mit zwei Kollegen für eine erste CD-Aufnahme. Im Sommer wollen die drei eine kleine Tournee starten. Und klar, später möchte er am liebsten von der Musik leben. Aber Lucky Wüthrich ist realistisch: «Ich will daneben ein solides Fundament. Ich möchte die Fachmittelschule machen und vielleicht als Streetworker arbeiten.» Und wovon träumt er? Ganz einfach: «Davon, dass ich Leuten mit meinen Songs eine Freude machen kann!» (Thuner Tagblatt)
Erstellt: 09.02.2010, 09:50 Uhr
WRITE A COMMENT
Region
Region
Meistgelesen in der Rubrik Region
Umfrage
Braucht es wegen Facebook, Google und Co. einen besseren Datenschutz?

















