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Lawine verschüttet Piste zum vierten Mal

Von Bruno Petroni. Aktualisiert am 23.02.2012

Zum vierten Mal in vier Wochen donnerte eine Lawine im Berner Oberland auf eine Skipiste. Verschüttet wurde niemand. Der Aufbau der Schneeschichten ist äusserst ungünstig.

Diese Lawine im Zanggersgraben verschüttete die offene Skipiste. In der Bildmitte ist ein Lawinensuchhund bei der Arbeit zu sehen. (Bild: zvg)

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Wieder ging ein Schneerutsch auf eine öffentliche Skipiste: Im Gebiet Schilthorn unterhalb der Wirzelegg löste sich gestern am frühen Nachmittag eine Gleitschneelawine. In einem 30 Meter breiten Kegel breitete sich diese im Zanggersgraben über der Skipiste aus, die von den Oberen Hübeln zur Talstation der Sesselbahn Kandahar und zum Kanonenrohr führt.

Keine Anzeichen erkennbar

Um allfällige Verschüttete auszuschliessen, setzte die alarmierte Rettungsstation Lauterbrunnen zwei Lawinensuchhunde ein. Die Suche verlief aber negativ – es waren keine Personen vom Schneerutsch betroffen. Entsprechend kam auch die Kantonspolizei in Lauterbrunnen nicht zum Einsatz.

«Wir beobachten die kritischen Hänge laufend, konnten aber beim Zanggersgraben keine Anzeichen eines bevorstehenden Rutsches erkennen», sagte gestern Peter Bühler, Pisten-Rettungschef der Schilthornbahn. Ihm ist bewusst, dass sich die Situation mit den momentanen warmen Temperaturen noch verschärft. «Sobald wir Anzeichen von Rutschpotenzial entdecken sollten, würden wir die gefährdeten Abschnitte selbstverständlich aus Sicherheitsgründen sofort sperren.»

Ungünstiger Schneeaufbau

Bereits heute vor vier Wochen verschüttete oberhalb der Mägisalp im Skigebiet Hasliberg eine Lawine die Skipiste. Eine Skifahrerin, die von den weissen Massen erfasst worden war, konnte aber unverletzt geborgen werden. Am 12.Februar gelangte in Kiental eine Lawine neben dem Skilift Chüematti bis auf die Piste hinunter; fünf Tage später auch während Pistenarbeiten auf einer gesperrten Skipiste oberhalb der Traverse Sillerenbühl–Geils in Adelboden. In beiden Fällen gab es keine Verschütteten. Die Fachleute sprechen seit Wochen von einem denkbar ungünstigen Schneedeckenaufbau: Der Boden unter der Schneedecke ist nicht gefroren. Darauf liegt unverfestigter Nassschnee. Über diesem hat es eine dicke, kompakte und vereiste Schicht, gefolgt von einer mehrere Meter dicken Schneedecke. (Berner Oberländer)

Erstellt: 22.02.2012, 16:27 Uhr

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