Jetzt kommt die Rekordbrücke
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Vor viereinhalb Jahren wurde sie der Öffentlichkeit zur Überquerung übergeben, und jetzt wird sie schon wieder abgebaut: die 102 Meter lange Triftbrücke. «Bei der damaligen Planung sind wir davon ausgegangen, dass die Brücke dereinst vorwiegend von Alpinisten benützt werden wird», blickt Initiant Walter Brog zurück. Die landesweiten Medienberichte lösten aber eine enorme Popularität der Brücke aus, was auch weniger geübte Berggänger zur Trift hinauf lockte. «So wurde der alpine Zustieg zur Brücke oft unterschätzt und zu einem Sicherheitsrisiko», sagt Brog. Auch Walter Lüthi, Hüttenwart der nahen Windegghütte, stellte schon Wochen nach der Brückeneinweihung fest, «dass dieser unwegsame Zustieg entschärft werden muss. Mir stehen manchmal die Haare zu Berge, wenn ich sehe, mit was für ‹Schüeli› gewisse Wanderer da oben herumlaufen.»
Wind verursachte Schäden
Trift-Hüttenchef Walter Brog stellte aber auch fest, dass beim Bau der Hängeseilbrücke die Windverhältnisse unterschätzt worden sind: Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde und starke Turbulenzen haben in den vergangenen vier Betriebsjahren Schäden an der Konstruktion verursacht.
Um die technischen Probleme zu lösen und den erhöhten Sicherheitsanforderungen zu genügen, haben sich jetzt die Verantwortlichen zur Versetzung des Brückenstandortes entschlossen. Geplant ist, die Brücke 30 Meter höher und 20 Meter weiter nordwestlich – also talauswärts zu platzieren. So wird künftig der Zustieg zur Brücke direkt vom 1750 Meter hoch gelegenen Plateau unter der Windegg aus möglich sein.
Baubeginn Mitte Mai
Die Auflagefrist ist letzte Woche abgelaufen. Walter Brog erwartet in diesen Tagen noch die Amtsberichte und die Baubewilligung, dann beginnen die Vorbereitungen zum Bau: «Mitte Mai möchten wir mit dem Bau beginnen, und pünktlich zur Wiedereröffnung der KWO-Triftbahn sollten wir damit fertig sein», sagt Brog.
Die «alte» Triftbrücke kann übrigens wieder verwendet werden: Ihr neuer Standort wird dereinst zwischen der SAC-Salbithütte und dem Salbitbiwak (Urnerland) sein. Ihr Abbau dürfte nicht allzu teuer werden. Brog: «Wir hoffen, dass wir die bestehenden Betonfundamente als Windabspannungsanker der neuen Brücke verwenden können, was das Ganze wesentlich vereinfachen würde.» (Berner Oberländer)
Erstellt: 17.02.2009, 09:06 Uhr


