Jetzt kommt «Der Meteor»
Info-Box
Vorstellungen: Premiere Samstag, 14. Februar ab dann jeden Abend jeweils vom 19. bis 21.Februar, 5. bis 7. März, 12. bis 14. März, 26. bis 28. März, 2. bis 4. April. Spielbeginn ist jeweils um 20Uhr, der Eintritt kostet 34 Franken. Vorverkauf: www.beo-tickets.ch oder per Telefon: 0900 38 38 00 (80 Rp./Min.) Di/Do/Fr, 10 – 12 Uhr / 14 – 17 Uhr
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«Jetzt sehe ich die Resultate der interessanten und intensiven Arbeit», sagt Sabine Wohlleber. Dank ihrer Ausbildung als Theaterpädagogin war sie in der Lage, das anspruchsvolle Stück mit Amateuren und erfahrenen Schauspielern zu erarbeiten. «Vor allem liegt es mir am Herzen, eine Einheit zu schaffen», erklärt die gebürtige Wilderswilerin. «Die Grenzen zwischen Profi und Laie sollen verschmelzen.» Doch nicht in erster Linie die unterschiedliche Bühnenerfahrung der Spieler, sondern das Stück selbst stellte Wohlleber vor grosse Anforderungen.
Selten zu sehen
Wohl nicht ohne Grund wurde «Der Meteor» noch nicht oft aufgeführt. Dürrenmatt selbst schreibt, das Stück könne nicht gepflegt oder nach Schema inszeniert werden, es sei ein wildes Stück.
«Der Meteor» ist ganz klar ein Abseitsstück», weiss Wohlleber. «Es hat sehr viel krasse Aussagen drin, die ich persönlich überhaupt nicht mag.» Sabine Wohlleber hat deshalb versucht, einige allzu extreme Passagen zu umgehen oder zu streichen. «Oft war ich richtig wütend auf Dürrenmatt, wie klischeehaft und provokativ er schreibt», erinnert sich Wohlleber.
«In Dürrenmatts Sinn»
Trotzdem ist es der jungen Regisseurin gelungen, das Philosophische aus dem Stück herauszufiltern. Und Dürrenmatt gibt Wohlleber in allen Punkten schlussendlich recht. In seinen Kriterien zur Inszenierung seines Stücks schreibt er, es sei eine Umwandlung einer Idee ins absolut Spontane. «Zum ersten Mal denke ich, dass ich in Dürrenmatts Sinn inszeniert habe», freut sich Sabine Wohlleber.
Der Dramatiker und Nobelpreisträger Wolfgang Schwitter, gespielt von Daniel Niedermann, will sterben. Er hat das Leben durchschaut – er ist des Lebens müde. Doch auch in seinem Atelier finden ihn die Menschen, die seinen Weg gekreuzt haben. Sie erleben und erleiden in seiner Gegenwart noch einmal ihr gemeinsames Schicksal und reflektieren über ihr Dasein. (Berner Oberländer)
Erstellt: 12.02.2009, 18:23 Uhr


