Immer wieder wird in diesem Schopf eingebrochen
Von Wassilissa Burger. Aktualisiert am 10.02.2012 1 Kommentar
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Unterhalb des Zulgspitz, der Stelle, an der die Zulg in die Aare fliesst, rechts am Spazierweg, steht ein Schuppen. Ein Verbotsschild von 1954, welches dort an einer Wand befestigt ist, weist auf drohende Bussen bei Besitzesstörungen hin. Dieses Schild wird jedoch immer wieder missachtet. Auch jetzt ist die Holzwand an mehreren Stellen aufgebrochen. Wer ins Innere späht, sieht ein Durcheinander aus leeren Getränkedosen, Decken und Kleidungsstücken. «Das ist schon seit langem so», weiss Paul Schmitter, der zuständige Schwellenmeister. Der zweistöckige Schopf gehört der Aare-Zulg-Korrektion Thun-Uttigen. «Früher war dort sämtliches Werkzeug für den Unterhalt der Aare untergebracht. Jetzt ist nur noch sehr wenig Material drin», sagt Schmitter.
Abriss mit Projekt Aarewasser
Die Situation ist den Verantwortlichen durchaus bewusst. Rudolf Schär, der Präsident der Aare-Zulg-Korrektion, erklärt die Umstände: «Der Schopf fällt in den Perimeter des Projekts Aarewasser, er wird also im Rahmen des Projekts sowieso abgerissen.» Dieses habe aber wegen Einsprachen Verzögerungen erfahren. «Sonst wäre der Schopf jetzt schon weg.» Schär glaubt, dass das Projekt Ende dieses Jahres vom Regierungsrat dem Grossen Rat des Kantons Bern zur Genehmigung vorgelegt wird.
Vor «zwei bis drei Jahren» habe ausserdem eine polizeiliche Untersuchung wegen der Einbrüche stattgefunden, erinnert sich Schär. Dabei wurde ein Jugendlicher erwischt: «Aber wir haben das gütlich geregelt, er half uns, den Schaden zu beseitigen.» Man habe sich auch überlegt, den Schopf vorübergehend zu vermieten, sagt Paul Schmitter, doch Massnahmen gegen die Einbrecher haben in der Vergangenheit fehlgeschlagen. «Es lohnt sich jetzt einfach nicht, dort etwas zu machen» erklärt Schwellenmeister Schmitter: «Die illegalen Campingplätze, die alljährlich entlang des Aareufers geräumt werden müssen, stören viel mehr.»
Freilich haben sich die konsequenten Entsorgungsaktionen der Aare-Zulg-Korrektion im Kampf gegen eben diese Campingplätze in den letzten Jahren offenbar gelohnt: Dieses Jahr habe er nichts mehr zum wegräumen finden können, sagt Schmitter erstaunt. «Entweder war nichts hier, oder die Betroffenen haben nach der Meldung im Anzeiger alles von selbst weggeräumt.»Wassilissa Burger (Thuner Tagblatt)
Erstellt: 10.02.2012, 06:14 Uhr
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1 Kommentar
geits no? Der Abriss eines unnützen Schopfes ist in einem Projekt(!) eingebunden das Ende Jahr(!) dem RR zur Genehmigung vorgelegt wird.Was für "wichtige" Entscheidungen der RR treffen muss, er ist ja so überlastet. Wieder ein Beispiel wie wir in der CH eines Tages vor lauter Vorschriften, Abklärungen etc. verr...... werden.PS: Könnte nicht noch eine Kommission für den Abriss eingesetzt werden? Antworten

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