Ihr Ziel ist das Hallenstadion
Wer tritt auf?
Das Programm von «Das Zelt» an der Lenk: Für alle Shows stehen noch Tickets zur Verfügung, für Francine Jordi und Florian Ast am Freitag, 27.Januar, allerdings nur noch einige wenige.
Samstag, 28.Januar: Quattro – Movie Classics; Sonntag, 29.Januar: Grosi – «Therapie – die doppelte Dosis»; Donnerstag, 2.Februar, Schwingen im Zelt;
Freitag, 3.Februar, Schmetterband & Gäste; Samstag, 4.Februar, Jürgen Drews & Hermes House Band – Après-Ski-Party; Sonntag, 5.Februar, Kinderzelt – Roland Zoss mit Jimmy Flitz; Montag, 6., und Dienstag, 7.Februar, Nena – hautnah an der Lenk; Mittwoch, 8.Februar, einheimische Jodlerkost; Freitag, 10.Februar, Chaostheater Oropax –
«Im Rahmen des Unmöglichen»; Samstag, 11.Februar,
DJ Antoine – Welcome to «Das Zelt».
Tickets bei den Ticketcorner-Verkaufsstellen, unter www.daszelt.ch und im Tourist-Center Lenk.
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Ihr Album «Lago Maggiore» hält sich seit Wochen hoch in der Albumhitparade; die Tickets für Ihre Konzerte finden reissenden Absatz. Haben Sie mit einem solch durchschlagenden Erfolg gerechnet?
Florian Ast: Nein. Wir sind sehr dankbar dafür. Wir hätten zum Beispiel nie gedacht, dass wir mit dem Album auf Platz 1 der Hitparade einsteigen.
Wirklich nicht?
Ast: Nein – vor allem weil Gotthard in derselben Woche ihr Livealbum veröffentlichten.
Francine Jordi: Es hat noch kein Album von Gotthard gegeben, das nicht direkt auf Platz 1 in die Hitparade eingestiegen ist.
Ast: Ich fands ehrlich gesagt auch schade, dass beide CDs am selben Tag erschienen sind. Als Boss der Plattenfirma hätte ich gesagt...
Jordi:...einer der beiden Releases wird verschoben. Es ist schade, wenn zwei Schweizer Acts sich so konkurrenzieren müssen.
Warum haben Sie trotz dieses Erfolgs nur 7 Konzerte angesagt?
Ast: Die meisten Konzerte veranstalten wir selber – weil anfänglich niemand daran interessiert war. Offenbar glaubte niemand so richtig daran, dass dieses Duettprojekt wirklich flügge wird.
Jordi: Als wir anfingen, Konzerte zu buchen, wussten wir auch noch nicht, wie wir beide als Künstler funktionieren und wie gut wir zusammenarbeiten. Schliesslich waren wir bisher künstlerisch jeweils völlig auf uns selber gestellt. Bisher musste jedes für sich rocken...
War von Anfang an geplant, dass Sie den Song «Bärgwärch» im «Musikantenstadl» vorstellen?
Ast: Eigentlich war angedacht, dieses Projekt auch in Hochdeutsch zu lancieren. Dann traten wir aber auf die Bremse – vor allem weil ich überzeugt bin, dass wir für ein deutsches Projekt viel mehr Zeit brauchen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon TV-Auftritte gebucht, die wir wieder absagen mussten. Umso schöner war es dann, als die «Stadl»-Macher uns anboten, «Bärgwärch» auch in Mundart vorzustellen.
Wie waren die Reaktionen in Österreich auf die Interpretation eines Songs des österreichischen «Nationalhelden» Rainhard Fendrich?
Jordi: Im ersten Moment haben alle im Publikum angefangen mitzusingen. Plötzlich hielten sie aber inne, weil sie merkten: Hoppla, da stimmt etwas nicht. Dann hörten sie ganz aufmerksam zu – und der Applaus am Ende war schlicht überwältigend.
So entstehen Geschichten und Erlebnisse, die man nicht ahnt, wenn man ein solches Projekt in Angriff nimmt. Können solche Geschichten gepaart mit dem Erfolg dazu führen, dass Sie von Ihrer kategorischen Aussage, das Duettalbum sei ein einmaliges Projekt, abweichen?
Ast: Jeder von uns wird seinen Weg als Solokünstler weitergehen.
Jordi: Wir sind sogar schon dran; er arbeitet an einem neuen Album, ich ebenfalls.
Aber Soloprojekte kann man aufschieben, wenn das Duett-Projekt weiterrollt.
Jordi: Wenn das in der Schweiz weiterrollt, dann ist das schön.
Ast: Zugegeben: Wir sind beide der Meinung, dass der wirklich krönende Abschluss noch fehlt
Und der wäre?
Ast: Am letzten Sechstagerennen trafen wir uns im Hallenstadion in Zürich. Da versprach ich Francine: Wenn sie beim Duettalbum mitmacht, füllen wir gemeinsam das Hallenstadion.
Ist es wirklich noch eine Ambition, das Hallenstadion zu füllen? Mittlerweile haben das ein paar Schweizer Künstler geschafft – und zudem gilt das Stadion als akustisch schlechte Halle...
Ast: Jeder Schweizer Musiker träumt doch davon, das Hallenstadion füllen zu können. Natürlich ist das lächerlich im internationalen Vergleich. Für Weltstars ist das ein Stadion unter ferner liefen. Aber für uns ist es immer noch das Riesending! Ich bin überzeugt, dass das mit diesem Duettprojekt möglich wäre.
Jordi: Wahrscheinlich spielen auch ein wenig Tradition und natürlich die Emotionen eine Rolle.
Zurück zum Album «Lago Maggiore»: Kommerzieller Erfolg ist das eine, künstlerischer Erfolg das andere. Wie haben Fans gewisse Experimente wie die komplette Neuinterpretation des Überhits «Träne» goutiert?
Jordi: Sehr gut. Natürlich erreicht eine Neuauflage eines Liedes nie das Original. Aber ich könnte mich an niemanden erinnern, der gesagt oder geschrieben hätte, es gefalle ihm überhaupt nicht. Es gab höchstens vereinzelte Stimmen, die sagten, das Album als Ganzes sei zu süss...
Ast: Eigentlich ist es schade, dass nicht mehr direkte Feedbacks kommen – wo man doch mit den neuen Kommunikationsformen alle Möglichkeiten dazu hätte. Aber entweder gefällts, oder die Leute lästern dann gleich in anonymen Plattformen so richtig ab – und zwar gleich grundsätzlich.
Wie sieht die Liveumsetzung aus? «Lago Maggiore» umfasst rund 50 Minuten Musik – zu wenig für eine abendfüllende Show.
Ast: Es war nicht leicht, das Programm zusammenzustellen. Die grösste Herausforderung an sich war, dass Francine Jordi und Florian Ast gemeinsam auf Tournee gehen. Aber bei den Proben haben wir gemerkt, dass das gut kommt. Wir hoffen, dass alle so viel Spass haben wie wir.
Jordi: Wir werden nicht nur Balladen spielen, es wird zuweilen zünftig abgehen.
Und trotzdem sind die Konzerte gestuhlt...
Jordi: Die Stühle sind da, dass man sich zwischen den Songs zum Verschnaufen hinsetzen kann.
Ast (lachend): Und am Ende können sich die Zuschauer damit verprügeln, sodass der Rock’n’Roll richtig auflebt. Francines Fans auf der einen und meine Fans auf der anderen Seite...
Aber inhaltlich: Strecken Sie das Konzert mit Songs aus den Solorepertoires – oder covern Sie Lieder anderer Künstler?
Ast: Einen Song kann ich verraten: Wir präsentieren unsere Mundartinterpretation von «Soul Shake» von Bonnie and Delaney. Unter anderem hat Actionheld Bruce Willis den Song schon interpretiert... (Berner Oberländer)
Erstellt: 11.01.2012, 12:23 Uhr
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