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Hockeyaner hoffen auf neue Kunsteisbahn
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Der Eishockeyclub Thun startet heute mit einem Heimspiel in die neue Saison. Der Verein hat sich vor zwei Jahren neu strukturiert, doch seine Infrastruktur bleibt die alte – zum Leidwesen des Präsidenten Jean-Marc Lüthi. «Wir wären sehr froh, wenn wir bald auf einer zeitgemässen Eisbahn spielten könnten.» Der 1.-Liga-Verein ist der Hauptbenützer der Kunsteisbahn im Grabengut. Alles in allem sei die Infrastruktur «erbärmlich», so Lüthi. Er spricht sich deshalb für einen Neubau und gegen eine Sanierung aus. «Es ist am sinnvollsten, an einem neuen Standort eine neue Anlage zu bauen. Das Graben-gut bleibt ein Flickenteppich.» Er unterstützt die Idee, in Thun-Süd neben dem geplanten Fussballstadion eine neue Eishalle zu errichten. «Das wäre verkehrstechnisch ideal, und es könnten Synergien genutzt werden, beispielsweise bei den Parkplätzen und im Energiebereich.» Doch soll eine neue Halle finanziert werden? «Die grössten Chancen sehe ich in einer Zusammenarbeit zwischen der Stadt und einer privaten Investorengesellschaft.»
Verstärktes Team
Der 1936 gegründete EHC Thun hat sich in diesem Jahr zum Ziel gesetzt, die Playoffs zu erreichen. Nicht zuletzt dank der Verstärkung durch eine Mannschaft der Nationalliga B klingt das Ziel realistisch. Im August hat der Verein einen Partnerschaftsvertrag mit dem EHC Visp abgeschlossen.
«Die Zusammenarbeit war naheliegend. Dank des Lötschbergtunnels sind die beiden Eishallen nur rund 50 Minuten voneinander entfernt.» Die beiden Klubs verbinden auch ähnliche Ziele: Beide haben sich der Nachwuchsförderung und dem Leistungssport verschrieben. Talentierte Thuner können nun in Visp Eishockey-Nationalligaluft schnuppern, im Gegenzug können Visper, die (noch) nicht für die erste Mannschaft genügen, in Thun regelmässig spielen.
Mehr Leute gefragt
Finanziell steht der EHC Thun solide da. Er kann eine ausgeglichene Rechnung vorweisen und konnte in den letzten Monaten neue Sponsoren gewinnen. Auch kann er auf neue Mitglieder im Trainerstab zählen. Beispielsweise Reto Gertschen aus Gerzensee. Der ehemalige Trainer des SC Unterseen-Interlaken ist seit dieser Saison für die Elite-B-Junioren zuständig. Im Nachwuchsbereich arbeitet der EHC mit dem Wichtracher Verein HC Dragon zusammen.
Laut Präsident Lüthi klaffen aber noch immer Lücken. «Wir suchen jemanden, der sich ums Marketing und Sponsoring kümmert, weiter einen Verantwortlichen für die Kunsteisbahn und schliesslich jemanden, der sich um Anlässe kümmert.» Die Suche gestaltet sich schwierig. «Ehrenamtliche Arbeit ist heute leider alles andere als in», sagt Lüthi. Ausserdem ist der Verein nach wie vor auf Sponsoren- und Mitgliedersuche. Neu gibt es verschiedene Passivmitgliedschaften, beispielsweise eine nur für Frauen. Eine Mitgliedschaft sei eine Investition in die Jugend und ins regionale Eishockey. «Wir brauchen auch Unterstützung im Stadion.» Der EHC hat sich zum Ziel gesetzt, neun Punkte aus den ersten drei Heimspielen zu ergattern. Dazu sind drei Siege nötig. (Thuner Tagblatt)
Erstellt: 26.09.2009, 10:01 Uhr
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