Helikopter verlor seine Last
Baumstamm gegen Fahrleitung: Ein Kranzug der BLS ist bei der Burgfluh mit Aufräumungs- und Instandstellungsarbeiten beschäftigt, der Baumstamm liegt noch neben dem Geleise. (Bild: Markus Hubacher)
Schneepflug gegen Auto
Über 30 Unfallmeldungen gingen am Donnerstagmorgen bei der Kantonspolizei Bern innerhalb von drei Stunden ein. Ursachen waren meisten die verschneiten und vereisten Strassen. Drei Personen zogen sich Verletzungen zu, sonst gab es Blechschäden. In Heiligenschwendi stiess ein Personenwagen mit einem Schneepflug zusammen. Beim Unfall wurde der Autofahrer verletzt und musste mit einer Ambulanz ins Spital gefahren werden. Neben dem Oberland waren vor allem die Regionen Seeland, Bern und Mittelland/Emmental/Oberaargau vom neuerlichen Wintereinbruch betroffen. Die beiden Strasseninspektorate im Oberland West und Ost vermeldeten keine besonderen Vorkommnisse. Gemäss Meteoschweiz bleibt die Wetterlage weiterhin unbeständig.
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Am gestrigen Donnerstagmorgen durchschlug ein herabstürzender Baum die Fahrleitung der BLS auf der Fahrstrecke Oey-Diemtigen–Wimmis. Ein Helikopter hatte die Last verloren, Personen kamen keine zu Schaden. Daniel Sulzer, Geschäftsführer der Berner Oberländer Helikopter AG (Bohag), bestätigte den Vorfall: «Einer unserer Helikopter vom Typ Ecureuil hat bei Holzereiarbeiten einen Baumstamm verloren.» Aus bisher ungeklärten Gründen öffnete sich ein sogenannter Klinkenverschluss. Der Stamm schwebte nur wenige Meter über dem Boden, doch durch den Aufprall wurde die BLS-Fahrleitung beschädigt. «Einen solchen Zwischenfall hatten wir bei der Bohag noch nie», sagt Sulzer. Die Firma reagierte sofort, bis auf weiteres werden keine Klinken mehr verwendet, die sich öffnen und schliessen lassen. «Wir benutzen nur noch Lasthaken, bei denen das Seil eingehängt wird.» Man sei in Kontakt mit der Herstellerfirma. Gemäss Sulzer bestand aber zu keinem Zeitpunkt Gefahr für Maschine und Bodenpersonal. Die luftrechtlichen Auflagen bei diesem Auftrag seien ebenfalls erfüllt gewesen. Nach dem Vorfall habe man den Auftrag zu Ende geführt.
Gemäss BLS-Sprecher Rolf Grossenbacher dauerte der Unterbruch der Fahrstrecke Oey-Diemtigen–Wimmis rund dreieinhalb Stunden von 9.30 Uhr morgens bis 13 Uhr nachmittags. «Von Wimmis nach Oey-Diemtigen konnten die Fahrgäste auf den Bus ausweichen, und zwischen Oey-Diemtigen und Burgholz wurde ein Taxidienst angeboten.»
Im Gebiet Burgfluh seien in den letzten Jahren zahlreiche Arbeiten zur Erhöhung der Sicherheit durchgeführt worden. «Einen solchen Vorfall gab es bei der BLS noch nie.» Wenn ein Helikopter im Gebiet fliege, fahre während des Abtransports der Baumstämme im gefährdeten Streckenabschnitt kein Zug, auf der Strecke stünden zudem Bahnwachen im Einsatz. (Berner Oberländer)
Erstellt: 12.03.2010, 11:02 Uhr













